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Wirtschaftswetter      Wirtschaftswetter-Schwerpunktthema: Total entspannt


Wirtschaftswettter-Ressort NewsLiebe Leserinnen und Leser,

willkommen in der Herbst/Winterausgabe 2016 der Wirtschaftswetter-Nachrichten. Die aktuellen Wirtschaftswetter-News des laufenden Monats. Die Nachrichten aus den Vormonaten und Vorjahren finden Sie ganz unten - und im Archiv.

News - Nachrichten
Oktober 2016

Hier könnte Ihre Anzeige stehen2016-10-31... EU und Kanada unterzeichnen CETA-Abkommen. Am Sonntag haben nach langen Verhandlungen und zahlreichen Nachbesserungen die EU und Kanada das Freihandelsabkommen CETA unterzeichnet. Zuletzt hatte die Wallonie in Belgien Nachteile für die Region befürchtet und den erfolgreichen Abschluss der Vertragsverhandlungen hinausgezögert. Im Anschluss an die Unterzeichung vom Sonntag muss das Abkommen nun noch durch die einzelnen EU-Miglieder ratifiziert werden. Weitere Informationen, EU-Rat: EU-Canada Summit.

Pressemitteilung, EU-Kommission: EU und Kanada unterzeichnen Handels- und Partnerschaftsabkommen

~Kurzkommentar: Wir sind Wallonie. Sicher, mit einer einfachen Diktatur wäre so ein Großwerk wie ein Freihandelsabkommen in kürzester Zeit erreichbar. Da muss schließlich nicht lange gefragt und gefackelt werden. Auch müssen Vertragspartner dort keine Proteste, Widerspruch und elendig lange Verhandlungen fürchten - oder gar ein Scheitern. In Demokratien ist es nicht so sicher, wie das Ergebnis ausfällt. Und die Streitkultur könnte sogar noch besser werden, damit sich alle Seiten gleich gut informiert fühlen. Man sollte dennoch froh sein, dass es immer so schwierig ist, statt darüber zu jammern. Im Vorfeld bleibt damit jedes Ergebnis einer Vertragsverhandlung offen - muss nicht unbedingt ein Nachteil sein - und sämtliche Verhandlungen sind zäh, aber Verhandlungspartner, die sich auf diese so zeit- wie nervenfressende Arbeit einlassen, statt sie vermeiden zu wollen, sind am Ende beweglicher, kritik- und zukunftsfähiger als einige meinen und andere es gerne hätten. Mehr Augen sehen nun einmal auch mehr.
Kommentar: Angelika Petrich-Hornetz
consilium.europa.eu
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2016-10-29... +++ Kurzmeldungen +++Dylan kündigt Reise nach Schweden an +++. Der seit zwei Wochen zur Verleihung des Literaturnobelpreises schweigende Bob Dylan, der u.a. damit für Verwirrung sorgte, dass er offenbar nicht ans Telefon ging, als ihn das Nobelpreiskomitee über seine Auszeichnung informieren wollte, äußerte sich nun in einem Interview mit dem britischen Telegraph hocherfreut über den Nobelpreis und kündigte an, zur Verleihung am 10. Dezember nach Stockholm zu reisen - sofern es möglich sei. +++ Generation Y Autorin ärgert sich über Rentenrepublik und fordert Jugendquote in Wirtschaft und Politik +++ . In einem Beitrag für das Medienbüro MAAS-GENAU ärgert sich die Dozentin und Autorin Dr. Steffi Burkhardt über starrsinnige alte Chefs und die Rentenpläne von Andrea Nahles und fordert eine Jugendquote in Wirtschaft und Politik. Durch die Einflüsse von Globalisierung und Digitalisierung hat sich unser Arbeitsleben komplett verändert, so Burkhardt, doch Wirtschaft und Politik arbeiten immer noch nach veralteten Konzepten, mit Folgen für die junge Generation, die u.a. ständig von Ü50-Chefs ausgebremst werden. Die 31-jährige fordert die Förderung von Talenten und künftigen Führungskräften, weil wir uns Mittelmaß vor dem Hintergrund der digitalen Transformation nicht mehr leisten können. Während ihre Generation von einer gesichterten Altersvorsorge nur noch träumen kann, geht es den Alten so gut wie nie, so Burkhardt weiter in ihrem Beitrag. Die Reformpläne von Arbeitsministerin Nahles bezeichnet sie als wiederholte Politik nur für die Alten, wobei die Jungen auf der Strecke bleiben, was u.a. die qualitativ hohe Bedeutung der Jugend als vorantreibende Kraft in Gesellschaft und Arbeitswelt nicht gerecht werde. Zum Beitrag bei Netz Talk - maasgenau.de: Dr. Steffi Burkhart über die Rentenpläne von Andrea Nahles - Warum Deutschland eine Jugendquote in Wirtschaft und Politik braucht. +++ Smartphone-Markt wächst wieder +++ Wie das Marktforschungsinstitut Gfk gestern mitteilte, legte die weltweite Smartphone-Nachfrage im dritten Quartal 2016 um +7 Prozent - sowohl im Vergleich zum Vorquartal (2. Quartal) als auch im Vergleich zum Vorjahr 2015 - auf insgesamt 353 Millionen verkaufte Geräte zu. Damit wächst der Markt in Lateinamerika erstmals wieder, nachdem sich die Nachfrage dort in fünf aufeinander folgenden Quartalen rückläufg entwickelt hatte. Maßgeblich zum Anziehen der Nachfrage nach Smartphones beigetragen hat ein anhaltend starkes Wachstum in China (+16 Prozent) sowie die steigende Nachfrage in anderen Regionen mit Ausnahme Nordamerika beigetraten. Die Umsätze aus Smartphone-Verkäufen stiegen im dritten Quartal 2016 um + 4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal (2. Quartal) und um +9 Prozent im Vorjahresvergleich auf insgesamt 104 Milliarden US-Dollar. Die GfK erwartet, dass sich das Nachfragewachstum im Jahr 2017 auf +3 Prozent abschwächen wird, vor allem wegen eines Nachfragerückgangs um -3 Prozent in China. In Westeuropa wrden im 3. Quartal 2016 rund 33 Millionen Smartphones verkauft - die GfK geht von einer stagnierenden Nachfrage in 2017 aus. Für Mittel- und Osteuropa prognostiziert das Marktforschungsinstitut einen Anstieg um +10 Prozent auf 85 Millionen verkaufte Geräte (3. Quartal 2016: 21 Millionen). Weitere Regionen und Informationen GFK: Smartphone-Markt wächst weiter im dritten Quartal - sinkende Nachfrage in China für 2017 erwartet. +++
telegraph.co.uk, maasgenau.de, gfk.com
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2016-10-26... Flugbegleiter-Streik bei Eurowings und Germanwings. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zur ganztägigen (00:00 bis 24:00 Uhr Arbeitsniederlegung am morgigen Donnerstag (27.10.9 aufgerufen. Zunächst war der Streik bei der Lufthansatochter Eurowings geplant, nun ist auch Germanwings betroffen, bei der die Tarif-Verhandlungen um Teilzeitregelungen gescheitert sind. Bei Eurowings geht es um gleich mehrere Punkte im Tarifvertrag, bei dem Uneinigkeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern herrscht. Auch bei der Möglichkeit einer Schlichtung konnte man sich ebenfalls noch nicht einigen.
ufo.de
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2016-10-25... Schlichtungsverfahren für Kaiser's Tengelmann. Nachdem hat in der vergangenen Woche bereits Mitbewerber Norma eine Beschwerde vor dem Oberlandesgericht (OLG) gegen die Ministererlaubnis vom März 2016 für die Gesamtübernahme der Tengelmanngruppe durch Edeka zurückgenommen hatte, zog am Montag (24.10.) der zweite Mitbewerber Markant nach. Dritter im Bunde der Beschwerdeführer um die vor zwei Jahren eingeleitete Übernahme der Lebensmittelkette mit rund 16.000 Mitarbeitern ist nach wie vor Rewe. Ebenfalls am Montag gab das Bundeswirtschafsministerium (BMWI) bekannt, dass sich Edeka, Tengelmann und Rewe auf gemeinsamen Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Gabriel und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske auf ein Schlichtungsverfahren unter der Leitung von Altbundeskanzler Gerhard Schröder verständigt haben. Als Berater fungiert Bert Rürup, auf der Unternehmensseite nehmen die Vorstandsvorsitzenden an der Schlichtung/Mediation teil, die einen Interessensausgleich herbeiführen soll. Während die Schlichtung andauert, wird keine Veräußerung von Tengelmann-Filialen an Dritte erfolgen sowie Stillschweigen vereinbart.
bmwi.de, tengelmann.de
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2016-10-24... Karriere und Partnerschaft. Zwei aktuelle Studien der Universität Hohenheim weisen einen großen Einfluss der Partnerschaft auf die eigenen Karriere- und Umzugsentscheidungen nach. Neben den eigenen Karriere-Erwartungen, die den Erfolgsdruck auf den Partner erhöhen, hängt auch eine Bereitschaft zum Standortwechsel stark von der Mobilität des Partners ab, das Geld tritt dabei in den Hintergrund. Je karriereorientierter ein Mitarbeiter, desto größer ist auch sein Druck, den er auf sein Gegenüber ausübt, ebenfalls erfolgreich zu sein, umgekehrt spürt der Partner, stärker unter Druck gesetzt zu werden, um diese Erwartungen zu erfüllen. Und das gilt gleichermaßen für Frauen und Männer, so das Ergebnis der einen Studie. Andererseits fühlen sich Männer immer noch stärker unter Druck gesetzt, beruflich erfolgreich sein zu müssen, wenn sie ihre Lebenspartnerinnen als materialistisch eingestellt einschätzen. Umgekehrt sind die Erwartungen von Frauen als Lebenspartnerin eines Mitarbeiters an diesen höher, je materialistischer sie sich selbst einschätzen. Damit sei das klasssische Rollenverständnis immer noch präsent, so das Fazit, männliche Mitarbeiter fühlen sich nach wie vor stärker in der Verantwortung, die materiellen Bedürfnisse ihrer Partnerinnen zu erfüllen, als es bei den Partnerinnen selbst oder weiblichen Mitarbeitern der Fall ist. Das steht in einem gewissen Gegensatz zum anderen Ergebnis, dass sich die Karrierewartungen von Partnern geschlechtsunabhängig gegenseitig beflügeln.
Bei der Mobilität ist die Einstellung des Partners ebenfalls entscheidend, bzw. die Wahrnehmung davon: Ist der Partner zum Standortwechsel z.B. einem Auslandsaufenthalt bereit, ist es auch der Mitarbeiter. Dabei sind für Frauen die Jobalternativen für den Partner am potenziellen, zukünftigen Wohnort entscheidend, für männliche Mitarbeiter ist das weniger ausschlaggebend. Die Forscher empfehlen Unternehmen bei Mobilitätsentscheidungen u.a., möglichst schon in der Entscheidungsphase den Lebenspartner/die Lebenspartnerin in den Prozess miteinzubeziehen. Weitere Informationen, Universität Hohenheim, PDF: Mobil und karriereorientiert: Die Erwartungen des Lebenspartners spielen mit
uni-hohenheim.de
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2016-10-20... Sozialausgaben in den OECD-Ländern . Wie die OECD heute mitteilte, liegt der Anteil der Sozialausgaben (Renten, Gesundheitsversorgung, Familienbeihilfen) vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 in den meisten OECD-Ländern bei durchschnittlich rund 21 Prozent*. Mit knapp über 30 Prozent ist der Anteil in Frankreich und Finnland am höchsten. In Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Griechenland, Italien, Norwegen und Schweden beträgt der Anteil des BIP für Sozialausgaben etwa 25 Prozent. Dagegen geben Chile, Korea, Lettland, Mexiko und die Türkei weniger als 15 Prozent für Sozialleistungen aus.
Mit durchscnittlich 8,7 Prozent des BIP in den OECD-Ländern wird der größte Anteil davon für Rentenausgaben verwendet, gefolgt von Ausgaben für die Gesundheitsversorgung (6,0 Prozent). Dagegen fällt der Anteil von 2,1 Prozent des BIP für Familienbeihilfen deutlich geringer aus, ebenso die Ausgaben für Arbeitshilfe und aktive Arbeitsmarktpolitik mit einem Anteil von 1,4 Prozent.
Den höchsten Zuwachs hatten in allen Ländern, mit Ausnahme Polen und Estland, die Ausgaben für Renten, die Ausgaben für die Gesundheitversorgung stiegen auch, allerdings deutlich weniger stark (Ausnahme: Israel, Japan und Mexiko).
Die privaten Aufwendungen zur sozialen Sicherung hatten in Deutschland einen Anteil von 3,3 Prozent des BIP, in Österreich lagen sie bei 2,0 Prozent, in der Schweiz bei 6,8 Prozent - und in den USA bei 11,4 Prozent. Addiert man die öffentlichen und privaten Sozialausgaben, inklusive Berücksichtung steuerlicher Begünstigungen haben Frankreich mit über 31 Prozent und die USA mit fast 30 Prozent die höchsten Nettosozialausgaben gemessen am BIP. Deutschland liegt mit einem Anteil von fast 25 Prozent Nettosozialausgaben am BIP im oberen Mittelfeld (UK 25 Prozent, Österreich 24 Prozent, Schweiz 22 Prozent). Weitere Informationen: Anteil der Sozialausgaben am BIP weiter auf hohem Niveau
* Alle angegeben Prozentzahlen= ungefähre, gerundete Angaben
oecd.org
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2016-10-19... Rund 230.000 Minderjährige regelmäßig in Familienangehörigen-Pflege tätig. Wie das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) am Montag (17.10.) aus einer neuen repräsentativen Umfrage mitteilte sind bundesweit rund 230.000 oder 5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen regelmäßig im Einsatz bei der Pflege von Angehörigen. In Deutschland gibt es etwa 1,9 Millionen Pflegebedürftige (insgesamt 2,6 Millionen) mit Bezug von Leistungen aus der Pflegeversicherung, die zu Hause versorgt werden, zwei Drittel davon ausschließlich von Familienangehörigen. Dabei leisten auch rund 230.000 minderjährige Kinder und Jugendliche regelmäßig Pflegearbeit in beträchtlichem Umfang sowie i.d.R. unbeachtet von der Öffentlichkeit. Es fehle an gezielten Informations- und Unterstützungsangeboten für junge Pflegende, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der ZQP-Stiftung Dr. Ralf Suhr zum Ergebnis der Umfrage, auch die Schulen hätten das Problem oft nicht auf dem Radar. Außerdem forderte Suhr eindringlich, die Pflegeaufgaben von Jugendlichen müssen altersangemessen sein. Lediglich 34 Prozent der betroffenen Minderjährigen gibt an, Hilfe durch einen Pflegedienst und 36 Prozent Unterstützung durch Beratung in Anspruch nehmen zu wollen, 24 Prozent gaben an, sie würden sich gern an ein Sorgentelefon wenden.
Mehrmals die Woche helfen 90 Prozent der pflegenden Jugendlichen in der Angehörigen-Pflege, 33 Prozent täglich. Bei Einkäufen unterstützen 58 Prozent der Minderjährigen ihre Angehörigen, 50 Prozent begleiten bei der Freizeitgestaltung. Bei der Zubereitung von Mahlzeiten sind 34 Prozent der Minderjährigen im Einsatz, beim Aufstehen und Gehen sind es 33 Prozent und 27 Prozent helfen bei der Nahrungsaufnahme. Bei der Medikamenteneinnahme ihrer zu pflegenden Angehörigen unterstützen 16 Prozent der pflegenden Minderjährigen und bei der Körperpflege sind es 7 Prozent.
Von den pflegenden Jugendlichen geben 51 Prozent an, durch die Pflegesituation belastet zu sein. An erster Stelle stehen dabei die Sorgen um den Angehörigen, außerdem der Mangel an Freizeit (12 Prozent), die körperliche Anstrengung (10 Prozent und niemanden zum Reden zu haben (9 Prozent) . 93 Prozent der Jugendlichen sehen es andererseits positiv helfen zu können und 74 Prozent begrüßen den stärkeren Zusammenhalt der Familie durch die Pflegesituation. Weitere Informationen, zqp.de: Fünf Prozent der Jugendlichen in Deutschland pflegen Angehörige

Zur Analyse zqp.de, PDF: ZQP-Analyse "Erfahrungen von Jugendlichen mit Pflegebedürftigkeit in der Familie"
zqp.de
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2016-10-17... 1,5 Kinder pro Frau. Wie das Statistische Bundesamt heute morgen meldete, hat die zusammengefasste Geburtenziffer in Deutschland im Jahr 2015 1,50 Kinder je Frau erreicht. Zuletzt wurde ein ähnlicher Wert im Gebiet des heutigen Deutschlands im Jahr 1982 mit 1,51 Kindern je Frau ermittelt. Damit wurden im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2014 (1,47 Kinder je Frau) +27 Babys pro 1000 Frauen mehr geboren. Seit 2012 setzt sich damit eine positive Entwicklung fort.
Dennoch ließ der Zuwachs im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 nach, das noch einen Zuwachs von +56 Babys pro 1000 Frauen verzeichnete. Bei den Frauen deutscher Staatsangehörigkeit steigerte sich die Geburtenziffer nur gefingfügig von 1,42 (2014) auf 1,43 (2015) je Frau. Bei den Frauen ausländischer Staatsangehörigkeit stieg die Geburtenziffer von 1,86 (2014) auf 1,95 (2015) und trug damit maßgeblich zum Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer in Deutschland bei.
Während 2015 in 13 Bundesländern die Geburtenziffer zulegte, blieb sie in Berlin unverändert und verringerte sich Brandenburg und Niedersachsen geringfügig. In den ostdeutschen Bundesländern fiel die Geburtenziffer 2015 mit 1,56 Kindern je Frau deutlich höher aus als im Westen mit 1,50. Im Jahr 2015 war Sachsen mit einer Geburtenziffer von 1,59 Geburten je Frau das Bundesland mit der höchsten zusammengefassten Geburtenziffer im Jahr 2015, gefolgt von Thüringen (1,56), Mecklenburg-Vorpommern (1,55) sowie Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit je 1,54 Kindern je Frau. Das Saarland hatte mit 1,38 Kindern je Frau die niedrigste Geburtenziffer im selben Jahr, gefolgt von Hamburg (1,45), Berlin (1,46), Bayern (1,48) und Hessen (1,50).
Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt des Kindes lag im Jahr 2015 bei 31 Jahren, knapp einen Monat höher als im Vorjahr 2014. Das durchschnittliche Alter der Erstgebärenden lag im selben Jahr bei durchschnittlich 29 Jahren und 7 Monaten, beim ihrem zweiten bzw. dritten Kind waren die Mütter durchschnittlich 32 bzw. 33 Jahre alt.
Die endgültige durchschnittliche Kinderzahl für den Frauen-Jahrgang 1966 wurde ebenfalls ermittelt und beträgt 1,53 Kinder je Frau.
Weitere Informationen, destatis.de: Geburtenziffer 2015: Erstmals seit 33 Jahren bei 1,50 Kindern je Frau
destatis.de
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2016-10-13... How does it feel? Bob Dylan mit Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Es hat dieses Jahr etwas gedauert, heute Mittag wurde der Literaturnobelpreisträger nun bekannt gegeben - und es ist wieder eine gelungene Überraschung: Songpoet Bob Dylan ist der Literatur-Nobel-Preisträger 2016. Die höchste Auszeichnung der Literatur erhält Dylan dafür, dass er "neue poetische Ausdrucksformen innerhalb der großen amerikanischen Song-Tradition erschaffen hat". Weitere Informationen, nobelprize.org: The Nobel Prize in Literatur 2016

Und: Eine Einschätzung und Würdigung der Amerikanistin Christine Gerhardt und des Kulturwissenschafters Pascal Fischer, Universität Bamberg: Literaturnobelpreis für Bob Dylan

... Verbraucherpreise im September 2016 +0,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt heute Morgen mitteilte, fielen die Verbraucherpreise im September 2016 um +0,7 Prozent höher aus als im Vorjahres-September 2015. Es ist damit die höchste Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - seit Mai 2015 (ebenfalls +0,7 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat August 2016 kletterte der Verbraucherpreisindex im September 2016 indes nur um +0,1 Prozent. Mäßigend wirkte sich auf die Gesamteuerung wie zuvor die Preisentwicklung bei Energie aus, mit -3,6 Prozent gegenüber September 2015. Binnen Jahresfrist wurde der Rückgang der Energiepreise allerdings etwas abgebremst (Juli -7,0 Prozent, August -5,9 Prozent). Im Gegensatz zu Kraftstoffen, Heizöl und Fernwärme verteuerte sich der Strom gegenüber dem Vorjahr im September 2016 um +0,7 Prozent. Ohne die mäßigenden Energiepreise hätte die Inflationsrate im September 2016 bei +1,2 Prozent gelegen.
Bei Nahrungsmitteln (ingesamt +0,4 Prozent) verteuerten sich im September 2016 vor allem Speisefette und -öle um +6,5 Prozent, darunter Butter um gleich +12 Prozent und Olivenöl mit +9,4 Prozent. Teurer wurden auch Obst (+3,5 Prozent) sowie Fleisch und Fisch mit +3,1 Prozent. Günstiger für die Verbraucher entwickelten sich die Preise dagegen für Molkereiprodukte (-6,0 Prozent), darunter Quark (-17,8 Prozent), H-Milch mit -11,7 Prozent, und Schnittkäse (-6,9 Prozent). Billiger wurden zudem Geräte der Unterhaltungselektronik (-2,9 Prozent) und Bekleidungsartikel (-1,0 Prozent). Neben den Nahrungsmitteln teurer wurden dagegen Schmuck und Uhren (+2,9 Prozent), außerdem Tabakwaren (+3,3 Prozent) und Zeitungen und Zeitschriften (+3,9 Prozent).
Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Vorjahresvergleich um ingesamt +1,3 Prozent. Private Haushalte bringen etwa ein Fünftel ihrer Konsumausgaben für Dienstleistungen auf. Teurer wurden hier u.a. soziale Einrichtungen (+4,2 Prozent) sowie Versicherungsleistungen (+3,2 Prozent), außerdem Kulturdienstleistungen (+2,0 Prozent).
Mit dem Ende der Sommerferien im September zeigten sich saisonal bedingt gegenüber dem Vormonat August besonders deutliche Preis-Rückgänge bei Pauschalreisen (-12,0 Prozent).
Weitere Informationen, destatis.de: Verbraucherpreise September 2016: +0,7 Prozent gegenüber September 2015
nobelprize.org, destatis.de
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2016-10-12... Hohe Kosten und Verlust der Unabhängigkeit - Warum die Deutschen keine Familien mehr gründen. Die Stiftung für Zukunftsfragen der Britisch American Tobacco (BAT) stellte heute in Hamburg einen neue, auf einer repräsentativen Umfrage basierende Studie vor - zur Bereitschaft der Deutschen, Kinder zu bekommen. In Deutschland bekommen 100 Frauen 147 Kinder, womit wir innerhalb Europas auf Platz 17 landen, deutlich hinter Frankreich, Schweden und Großbritannien. Noch weniger Kinder als in Deutschland bekommen Frauen in den katholischen Ländern Italien, Spanien und Polen. Hierzulande geben gegenwärtig mit 63 Prozent fast zwei Drittel der Umfragteilnehmer an, "Kinder kosten (zu viel) Geld", 2011 waren es noch 58 Prozent. Laut Statistischen Bundesamt liegen die durchschnittlichen Kosten für Kinder bei über 600 Euro pro Monat und rund 130.000 Euro bis zum 18. Lebensjahr.
61 Prozent der Befragten wollen lieber "frei und unabhängig" sein (2011: 60 Prozent). Teilten diese Ansicht in der Vergangenheit vor allem Männer, schließen sich laut der aktuellen Studie inzwischen immer mehr Frauen der Einstellung an, sich nicht persönlich einschränken zu wollen. 55 Prozent finden 2016 die "Karriere wichtiger als Familiengründung" (2011: 51 Prozent). Außerdem sehen 51 Prozent die "Karriere schlecht mit Familie vereinbar" (2011: 48 Prozent). Genau wie 2011 fürchten auch 2016 46 Prozent eine unsichere Zukunft für die eigenen Kinder (Frauen 50 Prozent, Männer 43 Prozent), indes fehlt 40 Prozent lediglich "der richtige Partner" (2011: 39 Prozent) - darunter mehr Frauen als Männer - und 25 Prozent haben "Angst vor Scheidung und Alleinerziehung" (2011: 20 Prozent). Schließlich denken 23 Prozent dass "Kinder kein erfüllender Lebensinhalt" sind (2011: 21 Prozent).
Weitere Informationen, stifungfuerzukunftsfragen.de: Kinder = Kein Geld, keine Freiheit, keine Karriere? Warum die Deutschen keine Kinder bekommen
stiftungfuerzukunftsfragen.org
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2016-10-10... Wirtschaftswissenschaften 2016: Hart und Holmström ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften, dem "Nobel-Preis für Wirtschaft"* werden 2016 Oliver Hart und Bengt Holmström für ihre Beiträge zur Vertragstheorie ausgezeichnet. Die beiden Ökonomen entwickelten Theorien zum Verständnis von Verträgen, die weitreichende Erkenntnisse zur optimalen Vertragsgestaltung unterschiedlichster Art liefern. Die anfängliche Entdeckungen von Hart und Holmström führten darüberhinaus die Vertragstheorie als ergiebiges Feld der Grundlagenforschung ein. Der *"Wirtschafts-Nobelpreis" wird im Gegensatz zu den Nobelpreisen für Medizin, Physik, Chemie, Frieden und Literatur nicht von der Nobel-Stiftung, sondern von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Schwedischen Reichsbank im Gedenken an Nobel verliehen. Die Vergabe des Literatur-Nobelpreises wurde übrigens verschoben - am kommenden Donnerstag, 13.10. soll es soweit sein. Weitere Informationen, nobelprize.org: The Prize in Economic Sciences 2016
nobelprize.org
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2016-10-09... Kritik am Lohngerechtigkeitsgesetz. Das Lohngerechtigkeitsgesetz auf das sich der Koalitionsausschuss am Donnerstag geeignet hatte, erntet viel Kritik von allen Seiten. So kommentierte der Deutsche Juristinnenbund (djb) die Einigung mit einem Aufruf an die Tarifparteien und Betriebsräte, nun aktiv zu werden, damit das Gesetz überhaupt zu einem Abbau on Entgeltlücken zwischen Frauen und Männern beitragen kann. In Betrieben mit unter 200 Beschäftigten gibt es z.B. gar keinen individuellen Auskunftsanspruch. Von der Pflicht zur Prüfung der Entgeltbestandteile für Betriebe ab 500 Beschäftigte ist nur noch eine Aufforderung übriggeblieben, die in der Vergangenheit regelmäßig verhallten. Wie die Berichtspflicht zu Maßnahmen zur Gleichstellung für Kapitalgesellschaften ab 500 Mitarbeitern aussehen wird, hängt dagegen von der Ausformulierung des Gesetzes ab, so die Juristinnen. Desweiteren: Ob die Betriebsräte aktiv werden, sei noch fraglich, zumindest in der Vergangenheit machten viele Betriebsräte viel zu wenig Gebrauch von denen ihnen bereits zur Verfügung stehenden Instrumenten für mehr Engeltgerechtigkeit. Trotz einer deutlich gewachsenen Aufmerksamkeit der Tarifparteien gegenüber Entgeltunterschieden können diese auch Bestandteil von Tarifverträgen sein oder nicht-diskriminierende Tarifverträge scheitern an ihrer Umsetzung, das neue Gesetz sei da wenig hilfreich, kritisiert der djb. Weitere Informationen, djb.de: Einigung auf Lohngerechtigkeitsgesetz - djb bedauert Verzicht auf wirksame Instrumente - nun sind Tarifparteien und Betriebsräte gefordert.
Der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) kritisierte indes die Einführung der individuellen Auskunftsansprüche und der Entgeltprüfungsverfahren, die an der bestehenden Lücke im durchschnittlichen Bruttostundenlohn zwischen Frauen und Männern nichts änderten. Die Frauen, die auf das neue Gesetz setzten, werden enttäuscht werden, so der Verband, da es an den wirklichen Ursachen vorbeigehe: Zu wenige Frauen arbeiten in den Hochlohnbranchen der deutschen Wirtschaft und es sind zu wenige Frauen in den Führungspositionen der Unternehmen. Überproportional arbeiten Frauen dagegen in Niedriglohn-Bereichen und in Teilzeit. Es braucht mehr Frauen in den MINT-Branchen und in den Chefsesseln sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber kein Gesetz, das den Unternehmen massenhafte Diskriminierung unterstelle und für lediglich noch mehr Bürokratie sorge - Beispiel dafür sind u.a. Österreich und Schweden, so der VdU in einem Statement vom Freitag.
djb.de, vdu.de
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2016-10-07... +++ Kurzmeldungen +++ Nobelpreise Frieden, Chemie + Physik +++ Mit dem diesjährigen Friendesnnobelpreis wird der komlumbianische Präsident Juan Manuel Santos geehrt, als Verantwortlicher für das Friedensabkommen nach jahrzehntelangen Konflikten mit den Farc-Rebellen, gab das Nobelpreiskomitee heute bekannt. Kolumbiens Bevölkerung hatte jedoch in einem Referendum das Abkommen überraschend abgelehnt. Weitere Informationen, nobelprize.org: The Nobel Peace Prize for 2016 - Colombian President Juan Manuel Santos. Mit dem Nobelpreis für Chemie werden die drei Molekularforscher Jean-Pierre Sauvage, Sir J. Fraser Stoddart und Bernard L. Feringa für den Entwurf und die Umsetzung molekularer Maschinen und damit für die Entwicklung der kleinsten Maschinen der Welt, die nur wenige Nanometer groß sind, mit je einem Drittel des Nobelpreises ausgezeichnet, wie am Mittwoch bekannt wurde. Weitere Informationen, nobelprize.org: The Nobel Prize in Chemistry 2016. Den diesjährigen Physik-Nobelpreis erhalten ebenfalls drei Forscher, die Quantenphysiker David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz. Sie konnten mit Hilfe der Topologie, einem Gebiet der Mathematik, nachweisen, dass Materie so genannte exotische Zustände annehmen kann, das Ergebnis einer Grundlagenforschung, die irgendwann in der Materialforschung und Elektronik sehr nützlich werden kann. Weitere Informationen, nobelprize.org: Nobel Prize in Physics 2016 +++ Abteilung Cyber- und Informationstechnik gestartet +++ . Am Mittwoch hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Startschuss für die in ihrem Ressort angesiedelte Abteilung Cyber- und Informationstechnik (CIT) gegeben, der eine einjährige Aufbauphase vorausging. Leiter der Abteilung wird der bisherige Thyssen-Krupp-CIO Klaus Hardy Mühleck, der ebenfalls am Mittwoch in sein Amt eingeführt wurde und Erfahrung als CIO in gleich mehreren DAX-Konzernen hat. Die Abteilung hat rund 130 Mitarbeiter und ist in zwei Unterabteilungen in Berlin (Cyber-/IT-Governance) und in Bonn (IT-Services) gegliedert. Neben weiterer IT-Professionalisierung der Bundeswehr soll CIT auch die Digitalisierungsprojekte der Truppe vorantreiben. Berlin ist für die Planung und die Cyber- und Digitalpolitik sowie das IT-Innovationsmanagement - Bonn für die Realisierung zuständig. +++
nobelprize.org, bmvg.de
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2016-10-06... TUI fly setzt morgen Flugbetrieb aus. Wie die Fluggesellschaft TUI fly heute Abend meldete, wird sie den Flugbetrieb für den 7. Oktober weitestgehend aussetzen. Am Freitag werden 108 Flüge abgesagt (54 aus Deutschland und 54 Rückflüge aus den Urlaubszielen), betroffen davon sind rund 9.700 Fluggäste. Das Unternehmen erklärte, dass anhaltende, extren kurzfristige Krankenmeldungen des Cockpit- und Kabinenpersonals es unmöglich machten, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten - darüberhinaus für frühzeitigere Information und alternative Reisemöglichkeiten für die Fluggäste zu sorgen . Für die Rückflüge aus den Urlaubszielen hat die Fluggesellschaft nun wiederholt Flugzeuge anderer Airlines geschartert. Auch an den nach Freitag kommenden Tagen kann es zu weiteren Flugstreichungen kommen, warnte das Unternehmen in der aktuellen Presseaussendung. Die Fluggesellschaft bat seine Fluggäste um Entschuldigung. Reisende sollten sich unbedingt über den Status ihres Fluges auf der Unternehmenswebseite informieren, eine kostenlose Service-Hotline ist außerdem geschaltet, weitere Infos TUIfly: www.tuifly.com

...Black Monday, Frauen gehen auf die Straße - Polens Parlament kippt geplantes Abtreibungsverbot. Trotz Dauerregens zogen am Montag in Polen zehntausende Frauen, ganz in Schwarz gekleidet auf die Straße, um gegen den von einer Bürgerinitiativeinitiierten Gesetzentwurf eines generelles Abtreibungsverbots zu protestieren, der bei Zuwiderhandlung Haftstrafen bis zu fünf Jahren für betroffene Frauen und ausführende Ärzte vorsah - mit der einzigen Ausnahme, wenn das Leben der Schwangeren "unmittelbar" bedroht sei. Das aktuelle polnische Abtreibungsgesetz lässt in wenigen weiteren Fällen einen Schwangerschaftsabbruch zu, u.a. bei Vergewaltigung und Inzest. Neben Protesten in Warschau demonstrierten Frauen u.a. auch in Kiew, Bukarest, Straßburg und in Brüssel. Weltweit und im Netz gab es Solidaritätsbekundungen mit den polnischen Frauen, u.a. mit Flashmobs und in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #czarnyprotest . Am Mittwochabend stimmte das polnische Parlament mit einer großen Mehrheit gegen das Gesetz, die regierende, nationalkonservative Partei (PIS) will nun einen eigenen Entwurf vorlegen. Weitere Informationen: #czarnyprotest und #blackprotest
twitter.com/hastag/czarnyprotest, tuifly.com
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2016-10-04... Pikantes Nervenfutter. Seit ein paar Jahren steht das körpereigene Spermidin im Verdacht, ein Jungebrunnen zu sein, so wird es auch in der Kosmetikindustrie verwendet. Jetzt erweiterten Forscher der Universitäten Berlin, Göttingen und Graz eine frühere Studie aus dem Jahr 2013* an Fruchtfliegen. In der Vorgänger-Studie ging man von einem verstärktem Effekt auf die Autophagie ("Abbau von Zellmüll" - Nobelpreis Medizin 2016 für Yoshinori Ohsumi, der die Mechanismen der A. entdeckte) aus. Auch in der neuen Studie geht es wieder um Gedächtnisdefizite im Alter, die im Versuch durch Gaben von Spermidin rückgängig gemacht oder gemindert werden konnten. Veränderungen auf der Ebene der Synapsen können einen Beitrag zur Auslösung altersbedingter Demenz leisten, die Fähigkeit zum Lernen dadurch bei manchen älteren Menschen sehr schnell, sehr stark sinken. Davor schützend wirkt Spermidin, ein Polyamin, das der menschliche Körper selbst bildet, die Effektivität der Produktion nimmt im Alter jedoch ab. Mit der Spermidin-Fütterung von Fruchtfliegen konnte im Versuch der Gedächtnisverfall unterdrückt werden, die Synapsen waren nach der Behandlung weiterhin in der Lage, Nervenzellen zu verbinden und damit neue Erinnerungen im Gehirn zu kodieren (= Lernen). Die Studie wurde am 29.09.2016 in der Fachzeitschrift PLOS Biology** veröffentlicht. Spermidin kommt in allen Körperzellen vor, neben einer hohen Konzentration in Sperma und anderen Körperflüssigkeiten auch in verschiedenen Nahrungsmitteln u.a. Weizenkeimen, Pilzen, Cashewkernen, Erbsen. Von einem unkontrolliertem, einseitigen Verzehr sollten Laien jedoch tunlichst Abstand nehmen, bevor die vielfältigen und unterschiedlichen Wirkungen im menschlichen Organismus nicht weiter erforscht und geklärt sind. Bis dahin gilt wie immer: Einseitigkeit in der Ernährung schadet eher, als das sie irgendetwas nützt. Weitere Informationen, FU Berlin, Pressemitteilung 2016: Geschmeidige Synapsen - Forschergruppe zeigt, wie Spermidin altersbedingten Gedächtnisschwund umkehrt

*Pressemitteilung FU Berlin, 2013: Verabreichung der natürlichen Substanz Spermidin stoppt Demenz

**PLOS Biology, Englisch, 2016: Spermidine Suppresses Age-Associated Memory Impairment by Preventing Adverse Increase of Presynaptic Active Zone Size and Releas
fu-berlin.de, journals.plos.org
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2016-10-03... +++ Kurzmeldungen +++ Friedens-Referendum in Kolumbien gescheitert +++ . Entgegen allen Prognosen ist die in Kolumbien angesetzte Volksabstimmung über einen zäh verhandelten Friedensvertrag zwischen der Regierung und Farc-Rebellen gescheitert. Rund 50,2 Prozent der Kolumbianer lehnten den Vertrag ab, rund 49,8 Prozent hatten dafür gestimmt. Bundesaußenminister Steinmeier äußerte sich enttäuscht über den Ausgang des Referendums. ++++ Ungarn-Flüchlingsreferendum ungültig +++. Indes hat das in Ungarn von der rechts-konservativen Regierung des Präsidenten Orban angesetzte Referendum zur Aufnahme von Flüchtlingen die notwendige Beteiligung von 50 Prozent der Bevölkerung erst gar nicht erreicht, die Abstimmung ist damit ungültlig. Die Oppostion hatte zuvor zum Boykott der Volksabstimmung aufgerufen. Orban präsentierte sich nach dem Scheitern trotzdem als Sieger, da die lediglich 45 Prozent teilnehmenden Ungarn (Bevölkerung: rund 8 Millionen) mehrheitlich gegen die Aufnahme von Flüchltingen gestimmt hatten. Laut EU-Vereinbarung geht es dabei um die Aufnahme von gerade einmal 2300 Geflüchteten. Kritisiert wurden u.a. die Kosten für das Referendum, die im zweistelligen Millionenbereich liegen, u.a. für die monatelange, beispiellos einseitige Antiflüchlings-Kampagne der Regierung. +++ Britische Premierministerin setzt Start des EU-Austritts auf März 2017 fest +++ . Die britische Premierministerin Theresa May kündigte auf einem Parteitag in Birmingham an, den Austritt Großbritanniens aus der EU nach Artikel 50 ab Ende März 2017 starten zu wollen, ab dem Zeitpunkt würde dann auch die zweijährige Frist zum Austritt gelten, so dass das Vereinigte Königreich automatisch zwei Jahre später draußen wäre. Als erstes kündigte der zum Austrittsminister (Secretary of State for Exiting the European Union ernannte David Davis an, hierfür den 1972 European Communities Act (ECA) von 1972 aufzuheben, mit dem Großbritannien einst der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beigetreten war, dem Vorläufer der Europäischen Union. Mit dem Beitritt war EU-Recht auf nationale, britische Ebene umgesetzt wurde. Mit der Aufkündigung soll sichergestellt werden, dass nach dem Austritt wieder allein britisches Recht gelte, so Davis, gleichwohl mit der Aufkündigung ebenso zunächst europäisches in britisches Recht umgesetzt werden soll, z.B. soll es keinen Rückschritt bei Arbeitnehmerrechten geben. Damit sind unter anderen Folgen des Brexits die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Großbritannien nicht mehr gültig. Weitere Informationen, britische Regierung, Announcment, Englisch: Government announces end of European Communities Act. +++ Medizinnobelpreis für Yoshinori Ohsumi +++ . Der japanische Forscher Yoshinori Osumi wird mit dem diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Entdeckungen zum Mechanismus der Autophagozytose ausgzeichnet, dem Prozess des Abbaus und der Verwertung eigener Bestandteile einer Zelle. Weitere Infos, Nobelprize.org, Englisch: 2016 Nobel Prize in Physiologie or Medicine. +++
es.presidencia.gov.co, auswaertiges-amt.de, magyarorszag.hu, gov.uk, nobelprize.org
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2016-10-01... +++ Kurzmeldungen +++ Herbstprognose 2016 - +1,9 Prozent im laufenden Jahr +++ . In ihrer Gemeinschaftsdiagnose rechnen die von der Bundesregierung beauftragten Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW, IFO, RWI, IWH, IFW) mit einem Wirtschaftswachstum von +1,9 Prozent im laufenden Jahr, im Frühjahr waren die Institute noch von +1,6 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr 2017 prognostizieren die Institute ein Wirtschaftswachstum von +1,4 Prozent und für das Jahr 2018 von +1,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einem moderaten Aufschwung, der von einem stabilen Arbeitsmarkt und krätigem Konsum gestützt wird. Der Arbeitsmarkt trägt den privaten Verbrauch, die "außerordentlich gut dastehende" Binnenkonjunktur profitiert auch von den öffentlichen Konsumaufwendungen für die Integration von Flüchtlingen. Bei der Arbeitslosenquote gehen die Forscher von einem Verharren auf historischem Tief im nächsten Jahr auf 6,1 Prozent aus. Gleichzeitig steigt die Beschäftigung weiter kräftig - es entstehen eine halbe Millionen Arbeitsstellen. Kritisiert wird der unterdurchschnittliche Beitrag der Industrie, die in früheren Erholungsphasen ein größeres Engagement an den Tag gelegt hatte. Die seit einiger Zeit schwachen Investitionen sowie die Exporte werden im Laufe des Jahres jedoch noch etwas anziehen. Risiken für die deutsche Konjunktur gehen von den vielerorts im Aufwind befindlichen gesellschaftlichen Strömungen aus, die eine Integration der Weltwirtschaft in Frage stellen - so u.a. der von den Briten geplante Brexit. Darüber hinaus könnte auch die andernorts wachsende Skepsis gegenüber internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit durch einen wachsenen Einfluss auf die Politik sowohl für die deutsche als auch für die europäische und internationale Konjunktur negative Auswirkungen haben. Weitere Informationen, DIW-Pressemitteilung: Gemeinschaftsdiagnose im Herbst 2016: Deutsche Wirtschaft gut ausgelastet -Wirtschaftspolitik neu ausrichten

Kurzfassung per PDF: Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2016

+++ 43,6 Millionen Erwerbstätige im August +++ . Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, gab es nach vorläufigen Berechnungen im August 2016 in Deutschland rund 43,6 Millionen Erwerbstätige und damit +505.000 oder +1,2 Prozent mehr als im August 2015. Im selben Monat gab es in Deutsschland 1,8 Millionen Erwerbslose, 21.000 weniger als im Vorjahres-August. +++ Drittmittel steigen +++ . Wie das Statistische Bundesamt ebenfalls am Donnerstag mitteilte, wurden im Jahr 2014 durchschnittlich rund 256.000 Euro an Drittmitteln pro Professorin/Professor an deutschen Universitäten eingeworben - ein Anstieg von +0,4 Prozent zum Vorjahr 2013. +++ Amazon vermarktet Kunsthandwerk in Europa +++ . Am 22. September hatte Amazon in 5 Shops in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien jeweils die Plattform Handmade at Amazon mit rund 30.000 Produkten in 10 Produktkategorien gestartet, darüber sind u.a. Einzelstücke Kunsthandwerkern erhältlich, die Kunstwerke, Schmuck, Möbel und Wohnaccessoires herstellen. +++ Branchenübergreifende 5G Automotive Association (5GAA) gegründet +++ . Die Telekommunikations- und Automobil-Unternehmen Audi AG, BMW Group, Daimler AG, Ericsson, Huawei, Intel, Nokia und Qualcomm Inc. gaben am 27. September bekannt, die Gründung einer globalen, branchenübergreifenden Kooperation zwecks Entwicklung, Tests und Förderung neuer Kommunikationslösungen und deren Standardisierung für die kommenden 5G-Mobilfunknetze und die Weiterentwicklung von LTE an. Die Mobilfunknetze der nächsten Generation werden mehr Geräte miteinander verbinden, dazu zählt auch die Cellular Vehicle-to-everything-Kommunikation (C-V2X). Die 5G Automotive Association teilte mit, für weitere Partner aus den Branchen Information, Kommunikation, Automobil sowie aus den Bereichen Fahrzeug- u. Straßenverkehrswesen offen zu sein. Weitere Informationen, Volkswagen AG: Telekommunikations - und Automobilunternehmen gründen globale, branchenübergreifende 5G Automotive Association +++ Erste Sitzung der Ethik -Kommission zum automatisierten Fahren +++ . Die von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) eingesetzte Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren kam am Freitag zur ihrer Auftaktsitzung in zusammen. Das 14-köpfige Experten-Gremium aus den Fachrichtungen Ehtik, Recht und Technik unter Leitung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Prof. Dr. Dr. Udo di Fabio soll Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme entwickeln. Weitere Informationen, Pressemitteilung: Auftaktsitzung der Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren - Dobrindt: Klare Leitlinien für Algorithmen entwickeln. +++
diw.de, ifo.de, rwi-essen.de, iwh-halle.de, ifw-kiel.de, destatis.de, amazon-presse.de, volkswagenag.com, bmvi.de
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