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Transplantation - ein schwieriger Prozess

von Angelika Petrich-Hornetz

Ende Juni wurde Anklage gegen den ehemaligen Leiter der Transplantationschirurgie des Göttinger Uni-Klinikums erhoben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Patienten mit Spenderorganen durch Manipulationen von Patientendaten bevorzugt versorgt zu haben, zum Nachteil von anderen, denen es gesundheitlich wesentlich schlechter ging. Möglicherweise seien einige von ihnen deshalb sogar verstorben und damit sei der Tod dieser Patienten "billigend in Kauf genommen" worden, so die Anklage, in der es damit u.a. um versuchten Totschlag in mehreren Fällen geht.

Der Skandal hatte sich auf Regensburg ausgeweitet, weitere Fälle in München und Leipzig kamen hinzu, wodurch die Transplantationsmedizin schließlich in Verruf geriet: In Deutschland ist die Zahl der Organspender seitdem deutlich gesunken, Krankenkassen verzichteten sogar zunächst darauf, ihre für 2012 eigentlich geplanten verstärkten Informationsangebote zur Organspende an ihre Mitglieder zu versenden und der Bundestag einigte sich auf eine Verschärfung der Regeln im Transplantationsgesetz.

Der Arzt, der seit etwa einem halben Jahr in Untersuchungshaft sitzt, weist die Vorwürfe zurück, die nun in einem Gerichtsprozess geklärt werden müssen. Einiges davon sind sehr spezielle Vorgänge, die kaum Auswirkungen außerhalb des Klinikgeschehens zeigen werden. Aber es gibt auch Allgemeinplätze in diesem Fall, die dringend geklärt werden müssen, zum Beispiel der, ob ein direkter Zusammenhang zwischen Regelverstößen, möglicherweise auch Kunstfehlern bei der Organzuteilung und versuchtem Totschlag hergestellt werden kann.

Für die Allgemeinheit von besonderem Interesse dürfte dagegen sein, welche Rolle Organspender und Organempfänger, über die offensichtliche hinaus, in der Transplantationsmedizin spielen, d.h. welche Rechte und Ansprüche sie in dem bestehenden System haben und an dieses stellen können. Die Klärung dieser wichtigen Frage hätte auch weitreichendere Folgen, als nur eine bessere Kontrolle von Ärzten, Kliniken und Vergaberichtlinien.

Die Meta-Frage, die bei diesem Prozess unausgesprochen (und höchstwahrscheinlich auch unbeantwortet) im Gerichtssaal stehen wird, ist keine geringere als die, ob es grundsätzlich einen Anspruch auf fremde Organe geben kann und ob und wie Ärzte und andere Personen im Transplantationsgeschehen dazu verpflichtet sind oder werden können, solche Ansprüche zu erfüllen.

In Deutschland werden Organe nach Hirntod anonym gespendet, d.h. sie werden von einer unbekannten Allgemeinheit einer ebensolchen unbekannten Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, einer Gruppe schwerstkranker Menschen, die ohne diese Organe sterben müssen und deren Namen auf nach bestimmten Kriterien geführten Wartelisten stehen, die der Spender nicht kennt, genauso umgekehrt.

Anders ist es bei Lebendspenden, zum Beispiel üblich bei Nieren, Teilen der Leber oder bei Stammzellenspenden, bei der sich Spender und Empfänger kennen oder kennenlernen können, sofern dies beide Seiten wünschen.
Da es sich in allen Fällen um Spenden handelt, ist damit ein Anspruch auf das Organ oder die Stammzellen eines anderen Menschen grundsätzlich ausgeschlossen. Umgekehrt besteht auch kein Recht, das es dem Spender erlaubt, seine Organe an bestimmte Empfänger zu vererben oder gar zu verkaufen. Wäre das der Fall, hätten die jeweiligen Erben und Käufer Eigentumsrechte erworben und damit einen Anspruch.
Vielleicht wäre aber das Vererben eines Organs tatsächlich eine Möglichkeit, einen Anspruch herzustellen, der gegenwärtig gar nicht existiert, um über diesen Umweg durch Manipulationen potenziell geschädigten Organempfängern den Klageweg zu ermöglichen, der infolgedessen vielleicht sogar zu mehr Transparenz im ganzen Transplantationsssystem führte.

Bis dahin aber, ist irgendein Anspruch auf ein Organ eines anderen Menschen ein absolutes Hirngespinst. Gäbe es solch einen Anspruch, dürften sich nicht nur Ärzte, die sich aus welchen Gründen auch immer zu zweifelhaften Methoden hinreißen lassen, sondern sogar potenzielle Organspender, und damit faktisch alle Bundesbürger ab 16 Jahren, dem Vorwurf des versuchten Totschlags aussetzen, wenn sie nicht spenden wollen.
Die meisten Menschen in Deutschland wissen, spätestens durch die jüngsten Maßnahmen des Bundesgesundheitsministerium und der Krankenkassen zur Aufklärung über Organspenden, inzwischen nur zu gut, dass andere Menschen sterben werden, wenn sie selbst, nach dem Ableben ihres Gehirns, ihre Organe nicht spenden möchten - und das auch noch ganz bewusst, denn auf eine ganz bewusste Entscheidung zielt geltendes Gesundheitsrecht sowie die Krankenkassenaufklärung ja gerade ab.

Damit kann wohl kaum noch jemand behaupten, er wüsste nicht, welche Konsequenzen das eigene Handeln, und zwar seine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende, für andere Menschen, nämlich für auf Fremdorgane angewiesenen Schwerstkranke, hätte. Aber müssen sich Menschen, die sich gegen das Spenden ihrer Organe entscheiden, deshalb etwa auch dem Vorwurf aussetzen lassen, den Tod anderer billigend in Kauf zu nehmen?

Der Punkt ist, dass man nach geltendem Recht niemanden dazu zwingen kann, seine eigenen Organe zu spenden, der dies ausdrücklich nicht wünscht. Gäbe es aber - ohne ein geregeltes Erb- oder Vertragsrecht - ein allgemeines Recht auf die Organe anderer Menschen, dann wäre damit jeder Bundesbürger mit einem Mal, spätestens nach der schriftlichen Aufklärung durch seine Krankenkasse, ein potenzieller Totschläger, der sich anhand Erklärung dieser medizinischen Möglichkeit einer Organspende bewusst verweigerte. Er machte sich automatisch mit der Erklärung, kein Organspender zu sein, schuldig, wohlgemerkt: wenn es einen solchen Ansprüch gäbe.

Unter der Hand wird das nicht selten auch so gesehen. So taucht in Diskussionen um die Organspende und Transplantationsmedizin zumindest auch immer wieder die Forderung auf, und zwar nicht nur aus Organempfängerkreisen, dass man an Menschen, die sich bewusst gegen die Organspende entscheiden, ihrerseits keine Organe vergeben sollte. Einige der Organspende-Verweigerer kommen diesem Argument zuvor, indem sie nicht nur erklären, sie wollten nicht spenden, sondern, dass sie auch auf den Organempfang zu eigenen Gunsten gleichermaßen bewusst verzichten möchten.

Dass der Gesetzgeber solche Überlegungen - eine Transplantation gibt's nur bei positiver Einstellung zur eigenen Organspende - in die Schranken persönlicher Meinungsäußerung verweist, ist ein Indiz dafür, dass zumindest gegenwärtig niemand ein Interesse daran hat, einen allgemeinen Anspruch auf fremde Organe gelten zu lassen.

Ob das so bleiben wird? Die gegenwärtigen Organspendeskandale und die kommenden Gerichtsprozesse werden jedenfalls nicht alle ethischen und rechtlichen Probleme der Transplantationsmedizin lösen, von denen sich proportional zum medizinischen Fortschritt immer neue ergeben. Das könnte durchaus ein ganz neues Gesetzbuch entstehen lassen, welches Fragen wie die nach der Qualität verpflanzter und erhaltender Organe, die Aufklärung von Patienten über die möglichen Folgen einer Transplantation etc. klären müsste.

Neben der nicht unumstrittenen Hirntoddiagnostik stellt nach wie vor das der knappen Spenderorgane das größte Probleme dar -und die seit den Skandalen weiter sinkenden Organspenderzahlen. Würden sich diese erhöhen lassen, wenn das ganze Verfahren für potenzielle Spender wieder transparenter, durchsichtiger, oder auch nur schlicht etwas weniger anonym, sondern menschlicher und persönlicher zuginge - zum Beispiel, wenn Spender wenigstens ungefähr wüssten, an wen die eigenen Organe vergeben werden? Möglicherweise erfährt die Stammzellenspende vielleicht gerade auch durch die dort vorherrschende menschliche und persönliche Note des ganzen Vorgangs eine immer größere Beliebtheit.

Je weiter sich die Skandale in den betroffenen Kliniken ausbreiteten, desto weniger wussten potenzielle Organspender, wie und an wen die eigenen Organe einst vergeben werden, und die Gerüchteküche um die Transplantationsmedizin kochte daraus resultierend sehr hoch. Kein unbedarfter Bürger konnte noch von sich behaupten, er wüsste ganz genau, dass es eben nicht stimmt, dass unter den Tischen Geld floss, um einen besseren Platz auf Wartelisten zu ergattern oder dass schwere, aber finanzkräftigen Alkoholikern Lebern transplantiert wurden - obwohl das ein Ausschlusskriterium ist - und danach fröhlich weitersoffen.
Die schlimmsten dieser Art darf man nicht wörtlich nehmen, aber dem existenten illegalen Organhandel sei Dank, ist so einiges in diesem Bereich schon seltsam genug. Diese Ungereimtheiten sind handfeste Gründe dafür, dass potenzielle Spender seit dem Geschehen in diversen deutschen Transplantationszentren die Befürchtung hegten, mit ihren Organen würde ein schwunghafter Handel in geradezu mafiösen Strukturen betrieben, in denen aus für sie nicht mehr durchschaubaren und damit auch nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nur wenige Nutznießer ihrer Organe nach ganz eigenmächtigen Regeln vorgehen können.

Folglich fühlt sich der potenzielle "Post-Skandal-Spender" gegenwärtig auch nicht mehr wie ein umfassend informierter Spender, der nach seinem Hirntod noch ein bisschen Gutes an der Allgemeinheit tun möchte, sondern zu Recht schlichtweg über den Tisch gezogen.
Das große Versprechen, dass man potenziellen Spendern gegeben hatte, nämlich,, mit ihren Organen Schwerstkranken zu helfen, und zwar ohne Ansehen der Person und streng nach transparenten, medizinischen Regeln, wurde nicht eingehalten, so lautete schließlich die Botschaft aus dem Organspende-Skandal an potenzielle Spender, die zwar selbstlos handeln mögen, sich aber gleichzeitig auch nicht für dumm verkaufen lassen. Ob dieses verspielte Vertrauen jemals wieder hergestellt werden kann, kann zur Zeit niemand sagen.

Das wirft noch eine weitere grundsätzliche Frage auf: Wie viel Selbstlosigkeit wird im Transplantationsvefahren ganz normalen, menschlichen Spendern und Empfängern eigentlich abverlangt, die in diesem Prozess von Organvergabe und -empfang bislang nur über magere Auswahlmöglichkeiten verfügen, was von ihnen wem gespendet wird und was sie annehmen möchten?
Kann man von ganz normalen Menschen - mit alle ihren Vorlieben und Macken - tatsächlich allen Ernstes verlangen, dass sie vorbehaltlos die ganze Menschheit lieben? Muss das System wirklich so aufgebaut sein, dass ein potenzieller Organspender heiliger als der Papst ist und mit seiner Einverständniserklärung seine Organe gleich der ganze Welt zur Verfügung stellen muss? Verstellt sich die Transplantationsmedizin damit nicht selbst den Weg, mehr Menschen zur Spende zu motivieren und damit mehr Menschen mehr Organe zur Verfügung stellen zu können?
Wer würde es zum Beispiel wohl einer von einem alkoholkranken Mann misshandelten Frau verdenken wollen, dass sie ihre Leber lieber mit ins Grab nimmt, bevor sie diese womöglich an einen, ihrem einstigen Schläger allzu ähnlichen Mann spendete? Wer wollte einem Unfallopfer das Verständnis dafür verwehren, das festlegen möchte, dass eine Organspende an einen fahrlässigen Autoraser für es grundsätzlich nicht in Frage käme?

Ist es neben dem ganzen Klinik-Skandal vielleicht auch dieser Aspekt, der einigen Menschen die Entscheidung pro Organspende versperrt bzw. erleichtern würde, wenn sie selbst zu Lebenzeiten als handelnde Person wahrgenommen werden und zumindest mitbestimmen dürften, an wen ihre (immerhin ganz eigenen) Organe einst nach ihrem Hirntod bevorzugt vergeben werden? Warum eigentlich nicht? Genforscher gehen schon lange davon aus, dass genetische Ähnlichkeit und Sympathie zusammenhängen, was den gewöhnlichen Erblasser aber auch nicht in jedem Fall davon abhält, den eigenen Nachwuchs zu enterben.

Warum sollte man so etwas Intimes, wie die eigenen Organe nicht genauso vererben dürfen und dieses Erbe nicht mit ähnlichen, sehr persönlichen Wünschen verbinden können? Schließlich sind Organe auch etwas sehr persönliches. Es wäre zumindest ab einer gewissen Größenordnung für die Medizin relevant, nämlich dann, wenn solche Auswahlmöglichkeiten die Zahl der Organspender in dem Maße erhöhen könnten, dass die persönlichen Präferenzen sich gleichzeitig wieder relativierten, weil genügend Organe aus allen gesellschaftlichen Gruppen vorhanden wären. Und dann könnten auch Organ-Emfpänger etwas mehr Auswahlmöglichkeiten haben, als über alles und jeden dankbar sein zu müssen, was da kommt.

Vielleicht würde dann ein Motorradfahrer seine Organe lieber anderen Motorradfahrern als Pkw-Fahrern spenden. Sportler bevorzugten vielleicht die Vergabe an andere, sie überlebende Sportkameraden als ausgerechnet an Stubenhocker. Bergsteiger würden lieber der Vergabe an Bergsteiger-Kollegen als an Flachländer bevorzugen und umgekehrt. Arme Bundesbürger könnten festlegen lassen, sie möchten nach ihrem Hirntod ihre Organe ebenfalls nur an finanziell Schwächere spenden. Handwerker könnten bevorzugt Handwerkern spenden und Bankangestellte den ehemaligen Kollegen. Frauen könnten bestimmen, sie möchten ausschließlich Frauen spenden und Bayern ihre eigenen Organe lieber Bayern als Preußen einpflanzen lassen. Raucher könnten bewusst an Raucher spenden, so dass, als Nebeneffekt, ein Nichtraucher nicht mehr aus reiner Not, nämlich aus Organknappheit per Transplantation zum Lungenkranken avancieren muss.

Zukunftsmusik in einer Gesellschaft, die zwar eine immer modernere und kreativere Medizin hat, die sich aber nicht dazu durchringen kann, dafür ähnlich kreative, individuelle und pluralistische Rahmenbedingungen zu schaffen. Deshalb räumt sie potenziellen Organspendern auch kein Mitsprachrecht ein und bietet ihnen damit keine wesentlich moderneren und vielfältigere Möglichkeiten an, als die ausschließlich durchgehend passive, altbackene Spende an eine unpersönliche Allgemeinheit. Als einzige Alternative bleibt nur die komplette Ablehnung der Organspende. Genauso wie auch der Empfänger eines Organs zur Passivität verdonnert wird und dank Organknappheit keinerlei Wünsche äußern darf, dabei ist kaum etwas persönlicher als eine Organspende. Damit sind sowohl Spender als auch Empfänger in ihren passiven Rollen bis auf Weiteres gefangen. Der Organspende-Verweigerer, der solchermaßen zu seiner radikalen Entscheidung gezwungen ist, muss sich dann auch noch den Vorwurf gefallen lassen, dass diese unbekannte Allgemeinheit einen Anspruch auf seine Organe hätte. Solch einen Anspruch gibt es nicht und den kann es in einem Rechtsstaat auch nicht geben.

Ein Vererbungsrecht kann das durch die Skandale hervorgerufene Misstrauen nicht abstellen, vielleicht erholt sich die Transplantationsmedizin in Deutschland auch nie wieder davon, aber es könnte neben mehr Transparenz im ganzen Verfahren für mehr individuelle Menschlichkeit sorgen, es könnte Spendern, Empfängern und Ärzten mehr Spielraum verschaffen und ihnen damit einige schwere Entscheidungen erleichtern, weil diese vielfältiger und auf mehrere Schultern verteilt werden. Dann wären es auch echte Entscheidungen - zwischen verschiedenen Optionen - möglich und nicht nur ein Entweder-Oder, alles oder nichts.

Kein Arzt müsste sich dann noch den eigenen Kopf darüber zermartern, ob er lieber diesem oder jenem in seiner Klinik ein Herz einpflanzen soll, wenn der Spender diese Wahl für seine eigenen Organe bereits aktiv getroffen hat, und sich der Arzt an diese Vorgabe-Rahmen halten muss. So ein Verfahren impliziert, dass es - bei gleichen medizinischen Voraussetzungen - eigentlich egal ist, wer es bekommt, weil es alle gleichermaßen verdient haben, wobei die Vorraussetzung solch eines Verfahrens grundsätzlich die bleibt, dass sich dadurch wirklich mehr Menschen zur Spende bereit erklärten. Und sicher, es klingt zunächst hart, wenn Spender ein Mitsprachrecht erhielten, doch (unter der o.g. Voraussetzung) ist es genauso hart, diese nicht-medizinischen Anteile solch einer Entscheidung auch noch dem Arzt anzulasten. Letztendlich ist eine Organspende zum einen auch nichts anderes als ein ganz persönliches Erbe, das, genau wie jedes andere Erbe auch, Anerkennung und Respekt verdient. Und selbst das wäre auch nur eine weitere, vergängliche Episode innerhalb der Transplantationsmedizin, die sich in einer rasanten Entwicklung befindet:

Die Verpflanzung menschlicher "Gebraucht-Organe" ist angezählt, die Forschung schläft nicht und die Züchtung von Organen macht Fortschritte. U.a. der Dokumentarfilm "Das Wunder von Krasnodar" über Julia Tuulik, die seit einem Unfall unter einem Loch in der Luftröhre litt und der ein Forscher-Team des schwedischen Karolinska-Instituts mit Hilfe von Nanofasern und von Stammzellen aus ihrer Hüfte eine neue Luftröhre züchtete, vermittelt auch dem Laien eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Irgendwann wird Tissue Engineering (Gewebezüchtung) so ausgefeilt ist, dass es gar keiner "Gebraucht-Organe" mehr bedarf. Dann wird auch die lebenslängliche Medikation gegen Abstoßungsreaktionen nur noch Medizingeschichte sein, weil schwerste Organschäden mit Züchtungen aus eigenen Zellen behandelt werden können. Es wird allerdings noch etwas dauern, bis das flächendeckend möglich sein wird.


2013-07-01, Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
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