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Der Hundefachwirt

Ein neuer Beruf für einen wachsenden Markt

von Angelika Petrich-Hornetz

Die Industrie – und Handelskammer Brandenburg reagiert auf den wachsenden Hundemarkt in Deutschland: Immer mehr Hundebesitzer nutzen schließlich immer vielfältigere Dienstleistungsangebote, die derzeit überall neu entstehen.
Bislang war die professionelle Betreuung von Hunden in Deutschland weder allgemein definiert noch ein geschützter Beruf mit festgelegten Qualitätskriterien. Andererseits fehlen Hundeexperten oft die notwendigen ökonomischen Kenntnisse, um ihre kleinen bis mittleren Betriebe erfolgreich aufbauen, organisieren und langfristig führen können. Zumindest für Letztere hat die IHK Brandenburg die Qualifizierung Hundefachwirtin - Hundefachwirt (IHK) entwickelt, die noch in diesem Frühjahr starten soll.

Die Qualifizierung umfasst 520 Unterrichtsstunden in Blockseminaren, montags bis freitags von 9:00 bis 16:15 Uhr oder berufsbegleitend jeweils am Freitag von 17:00 bis 20:15 Uhr und Samstag von 9:00 bis 16:15 Uhr und findet im Bildungszentrum der IHK Potsdam statt. Die meisten Unterrichtsstunden entfallen auf das Fach Biologische Grundlagen, gefolgt von Lernverhalten und Training und Marketing. Außerdem werden die Teilnehmer Unterricht in Rechnungswesen, Volks- und Betriebswirtschaft sowie Recht und Steuern erhalten. Die Lehrgangs- plus Prüfungsgebühren betragen rund viereinhalbtausend Euro. Auskunft über die Möglichkeit Weiterbildungsbafög zu erhalten, finden Interessierte zum Beispiel hier: www.meister-bafoeg.de

Teilnehmen können ausgebildete Tierpfleger, Tierarzthelfer und Pferdewirte und auch andere anerkannte Ausbildungsberufe, jedoch nur, wenn danach eine mindestens vierjährige Berufspraxis in der Hundewirtschaft nachgewiesen werden kann. Abweichend davon können im Einzelfall auch Zeugnisse und andere Unterlagen über Kenntnisse und berufliche Fähigkeiten mit Bezug zur Hundewirtschaft ausreichen, um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Hundeerzieher und Verhaltensberater sollen damit für das Management von kleinen und mittleren Betrieben fit gemacht werden. Damit richtet sich die Ausbildung ausdrücklich an die Zielgruppe vorgebildeter und berufserfahrener Teilnehmer, die ein Unternehmen in der Hundewirtschaft erfolgreich, nachhaltig und entsprechend dem Tierschutz führen möchten.

Unsere Frage, ob eine ähnliche Qualifizierung auch für die Katzenwirtschaft geplant sei, verneinte die IHK zwar freundlich, aber bestimmt, doch wer weiß schon heute so genau, welche Aus- und Weiterbildungen der ständig wachsende Heimtiermarkt künftig noch erfinden wird.

Weitere Informationen: IHK Potsdam Hundefachwirt - Hundefachwirtin


2009-01-24 Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
Fotos Themenbanner: ©Cornelia Schaible
Foto Katze ©Ines Kistenbrügger

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