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Wirtschaftswetter    Wirtschaftswetter-Schwerpunktthema - Haus-Party

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Editorial im Frühjahr 2021


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

wir könnten wiederholen: Na? Wie geht es Ihnen, die oder der Sie es lebendig bis hierher geschafft haben.

Das Jahr 2020 vermisst wohl kaum jemand, wir wünschen Ihnen trotzdem ein besseres als das vorangegange, und auch das neue startet eher verhalten. Der Lockdown, so heißt es, werde wahrscheinlich noch etwas fortgesetzt, angesicht der unsicheren Datenlage auch kein Wunder.
Auch wir tröpfeln hier eher nur langsam wieder herein, als dass wir etwa forsch und voller Vorfreude zu neuen, großen Taten schreiten würden.

Nach monatelanger Kontaktabstinenz kommt man sich schon fast so vor, wie in einem Kloster - nur leider ohne Chorgesang. Das Schweigelübde wird ab- und zu zwar durch sporadische "Masken-und-Abstands-Gespräche" oder ausgiebige Telefonate unterbrochen, aber selbst die hartnäckigsten Anhänger des Cocoonings bekommen langsam einen Kabinenkoller.

Was soll's? Es gibt Schlimmeres. Ein konsequenter Rückzug hat in diesen dunklen Wintertagen nicht nur den Vorteil, das Ansteckungsrisiko zu senken, sondern manchmal sogar fast etwas Meditatives. Außerdem passt er wenigstens zur Jahreszeit. Schließlich sollte es eigentlich wenigstens einmal im Jahr ein Herunterfahren des Tempos, der Großprojekte, des alltäglichen Irrsinns und des Galopps durch die ganze Woche geben. Nur leider, fiel diese Vorweihnachtszeit 2020, dank der Pandemie, lediglich noch hektischer, anstrengender, aufwendiger, kräftezerrender und nerviger aus, als sie es eh schon sein kann, vor allem für diejenigen, die sich trotz allem oder gerade deswegen um viele und vieles kümmern mussten.

Immerhin, das erste Jahr ist geschafft, hurra, wir sind noch da. Und bald wird es Frühling. Das sind schon ganz andere Aussichten.

Bis dahin feiern wir sie einfach weiter, unsere klitzekleine, ganz bescheidene "Haus-Party" mit uns allein, dem Telefon oder lernen unsere Familie und die Hand voll Freunde, die diese Bezeichnung verdienen, endlich einmal unter genau den Umständen kennen, in denen man sie wirklich am meisten braucht. Warten Sie ab, irgendwann werden Sie sich an viele, kleine, glückliche Mini-Momente in diesen finsteren Zeiten erinnern und milde zurückblicken, und sei es auch nur, es endlich überstanden zu haben.

Bleiben Sie bis dahin gesund, halten Sie durch, kümmern Sie sich so gut um sich, wie es nur irgend geht und schenken Sie den anderen ein Lächeln - mit den Augen!

Ihre Angelika Petrich-Hornetz

Lübeck, am 3. Januar 2021

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