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Wirtschaftswetter-Tipps

Liebe Wirtschaftswetter-Leserinnen und -Leser,

willkommen im Frühjahr 2020 und in den IN und Outs + unsere Lese-, Hör- und Seh - Empfehlungen zum Schwerpunkt "Haus-Party", und vielen weiteren Themen, mit etwas Verspätung .

Schauen Sie wieder öfter herein, die Liste wächst munter weiter, dieses Mal bis zum 30. Juni 2021.

IN + OUT Wirtschaftswetter Ins + Outs

IN : In unser dank Corona-Pandemie fortgesetzten Haus-Party tun sich trotz noch eingschränkter Beweglichkeit immer neue Trends auf, mit einer besonderen, direkten Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft. U.a. ist neben vielen anderen Naturmaterialien auf einmal Bernstein, von der Medzin wiederentdeckt worden, dessen Inhaltsstoffe und Wirkungen nun immer genauer erforscht werden. In Ägypten haben Archäologen gerade eine uralte Stadt ausgegraben und die Paläontologen finden immer neue Details zur Menschheitsgechichte, womit der Erkenntnisgewinn exponentiell wächst. Desweiteren etabliert sich, wenn auch noch viel zu selten, der Gentleman langsam wieder in der Öffentlichkeit, ohne den allein schon der immer anstrengender werdende Corona-Alltag wohl auch noch unterträglicher werden würde, als dieser eh schon ist. Türen aufhalten und sich gegenüber anderen anständig benehmen - hat im direkten und übertragenen Sinn in jeder Beziehung das gewisse Etwas in rabiaten Zeiten, was nichts viel anderes heißt, als einen Unterschied zu machen. Auf der anderen Seite ist man weiter gezwungen, ständig zu improvisieren - unter täglich neuen Bedingungen. Weiterhin erfreuen sich mehr oder weniger gelungen Heimtiere einer anhaltenden Beliebtheit bei einsamen Menschen - außerdem Drohnen und neu auch Zimmerpflanzen. Man weiß sich also zu helfen.


OUT : In der Umkehrung hat der auf diese oder andere Art bewaffnete und technisch hochgerüstete Rüpel zwar längst ausgedient, schießt aber dank fortgesetzter struktureller Bevorteilung durch eine in veralteten Strukturen festhängenden Weltwirtschaft aktuell nach allen Seiten - und bedient sich dabei immer ungenierter der Korruption. Die nachgesagte Wirkung unlauterer Methoden ist zwar längst widerlegt und damit eigentlich mega-out, aber das letzte aufbäumende Gefecht steht uns noch bevor, mit dem ernstzunehmenden Potential, dass die Menschheitsgeschichte eines nicht zu fernen Tages Geschichte sein wird. Wundert es da noch jemanden, dass die Welt trotz aller vereinzelten Bemühungen in nicht recyclebarem Plastik und so fortgesetzter wie brutal durchgesetzter mangelnder Beteiligung von Frauen aktuell geradezu erstickt? Es gibt zudem Parteien, die meinen, ohne Zuwanderungen und Familiennachzug von Migranten stünde Deutschland angeblich besser da - womit u.a. nebenbei nicht weniger als wieder Kinder und Menschen zweiter Klasse etabliert würden. Und wie diese Leute ohne Nachwuchs von allen Eltern und damit inländischen, ausländischen, hier wie dort Geborenen, hierzulande künftig ihre eigenen Renten, Diäten und Pensionen bezahlen möchten, die bereits in den kommenden 10 Jahren in einer erhebliche Schieflage geraten werden, darauf haben auch solche Herrenclubs ganz selbstverständlich keine Antwort, sondern verhaften lieber in einer vermeintlich "besseren" Vergangenheit, die ohne Frauen noch nie eine bessere war.

 

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Bücher:

Arbeitswelt 21. Die Hauptsache ist immer und zuallererst, etwas Anständiges zu lernen und darauf aufbauend ein Arbeitsleben, in einem unbefristeten Job. Trost finden die aber nun - mit und ohne Corona-Krise - in Vielzahl joblos Gewordenen des 21. Jahrhunderts in dem Buch "Die Hauptsache" von Hilary Leichter, Jahrgang 1985, die ihre Protagonistin durch 23 unterschiedliche Jobs begleitet - und davon sind die meisten schlicht grotesk. So findet sich die Hauptfigur tatsächlich eines Tages auf einem Piratenschiff mit Personalabteilung wieder, aber auch diesmal dauert es wieder nicht lange. Die Autorin verarbeitet in ihrem Debüt-Roman ihre eigene, vorübergehend ähnlich sich ereignende "Karriere" aufeinander folgender, zeitlich befristeter Beschäftigungen (in der Realität, nach eigenen Aussagen waren es 50 Jobs), denn bei der "Hauptsache" handelt es sich keinewegs darum, eine Arbeit zu finden, sondern, und das ist die eigentliche Hauptsache, um die damit stets verbundene, theoretisch mögliche, aber in der Praxis stets vergeblich angetrebte Entfristung, egal, wie sehr sie sich auch anstrengt.
Ständig kommt aber etwas dazwischen. Selbst auf dem Piratenschiff kehrt irgendwann die Original-Piratin einfach zurück an Bord auf ihren angestammten Arbeitsplatz, für den die Ersatzmitarbeiterin einmal mehr lediglich befristet einspringen durfte, und zwar kurz bevor diese ihre eigene Persönlichkeit beinahe vollständig zu verlieren droht. Hilary Leichter macht daraus keinen Bericht, sondern einen Roman. Sie mischt darin in traumwandlerischer Sicherheit Realität mit Fiktion und schafft ein feines Werk, das bei aller Tragik in einer gleichwohl stocktrockenen Operation die Lage des Humankapitals im 21. Jahrhundert seziert und die in diesem Widerspruch liegende Komik erfasst und offenlegt. So ist die Geschichte mit unvermeidlichen Absurditäten gefüllt, deren Komplexität der Roman sich nicht entzieht. Dadurch wird die eigentlich kafaeske Lage der Heldin nicht zur reinen Realsatire oder Dystophie, sondern mit Humor entschärft erträglich - und für die Leser zum Vergnügen, die erfahren, dass Verweifeln weder notwendig noch möglich ist.
2020 im Original und im Februar 2021 erstmals in der Übersetzung von Gregor Runge auf Deutsch erschienen.

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Die Hauptsache
von Hilary Leichter
253 Seiten
ISBN 978-3-7160-2795-0
Erchiennen im Februar 2021 bei Arche Literatur-Verlag, Zürich, Schweiz


Doch auserwählt - das neue Buch von Juliane Beer. Der Klassiker: Zwei verlieben sich, aber die Familien bleiben unvereinbar. Da ist die Familie von James, dessen Eltern in den 1960er Jahren aus dem Exil in Bolivien zurückkehren, weil sein Vater meint, man könne jetzt wieder in Deutschland leben. Da ist die bornierte Familie von Renate, deren Mutter und ihr zweiter Ehemann sich krampfhaft an Vorurteilen und Vorstellungen von gestern festhalten. Eine Geschichte über zwei Familien, die sich nichts zu sagen hätten - wären da nicht die Kinder. Die einzige Gemeinsamkeit: Man bleibt - über drei Generationen - von Krieg und Nazideutschland tief geprägt. Die Enkel erfahren erst spät davon, die am Ende das Haus verlassen. Eine Geschichte u.a. darüber, wie alles, auch Erichs - der Vater von James - einst opitimistisch klingender Imperativ ("Kein Lamento!") irgendwann in Endfremdung, Verhärtung und Schweigen erstarrt.

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Doch auserwählt
von Juliane Beer
236 Seiten
ISBN: 978-3-96837-001-9
Erschienen im März 2021 bei Marta Press
Link zum Verlag mit Leseprobe: Doch auserwählt - Marta Press

Musik im Frühling 2021

Über Musik kann man aktuell viel sagen, im zweiten Corona-Jahr und dritten Corona-Halbjahr - und so wenige live hören. Sehr schade, aber vielleicht erübrigt sich auch das eines Tages, wenn die Konzerthallen wieder aus allein Nähten platzen?
Bis dahin bleibt nur das konservierten Hören oder eingeschränkte Mini-Konzerte, immerhin etwas. Was auffällt, ist die immens wachsende Sehnsucht nach neuen Songs - oder alten, so interessanterweise ausgerechnet nach Seemannsliedern. "The Wellerman" gibt es inzwischen in unzähligen Versionen. Vielleicht kommen sich einige Leute inzwischen so klein und verloren wie auf einem Meer vor und die Frage lautet, wer als nächstes über Bord geht. Auch junge und alte Rockbands verkaufen sich inzwischen wieder sehr gut. Wir haben uns einiges angehört, aber sind noch unschlüssig, ob das aktuell Veröffentlichte schon für eine "Corona Anthem" reicht, wenigstens die Gegenwart halbwegs in Musik gießt oder zu kommentieren versteht, wie es einst, s.u., Billie Holiday mit "Strange Fruit" vermochte. Das Verlangen des Publikums nach einem großen Sound-Spektakel, einer richtign Jammer-Arie, auf die Pauke zu hauen, verzweifelt ins Mikro zu kreischen oder Trompeten endlich wieder die Wände wackeln zu lassen, scheint ein Comeback zu erleben - und wir sind sehr gespannt, welche Sounds daraus hervorgehen werden. Eins dürfte dabei sicher sein: Ob klassich oder Unterhaltung, es sollte laut sein.

Kings of Leon. Wenigstens schon zwei Emfephlungen haben wir vorrätig. Lady Day sang bekanntlich auch "Stormy Weather". Einen ganz anderen Song gleichen Namens veröffentlichten im März 2021 die US-Amerikaner (externe Webseite) Kings of Leon, ursprünglich aus Tennessee stammend, deren charismatischer Gesang, satter Gitarrensound, melodische Bassläufe und Schlagzeug mit Wumms etwas her machen, um einem eingängigen, großen Sound in einem flotten Rhytmus voranzustreiben und den ganzen Salat da daraußen wenigstens für ein paar Minuten vergessen lassen. "Stormy Weather" ist auf dem neuen, 8. Studio-Album der mehrfach Nominierten Grammy-Gewinner erschienen sowie auf dessen eigener Album-Website zu hören, inklusive weiterer schöner Songs, externe Seite: When You See Yourself

The Vintage Caravan sind noch ein bisschen jünger als die Kings of Leon und kommen aus Island. Sie spielen eine interessante Mischung aus verschiedenen Richtungen und so wird sie von Experten mal dem Classic, Retro- und/oder dem Blues Rock zusortiert, was der Band sicher herzlich egal sein wird. Eine satte, heulende Gitarre, ein tobendes Schlagzeug, wummender Bass und kraftvoller Solo- und Chor-Gesang. Was will man mehr? Wir sind über die Erzählung einer kompletten Geschichte in dem Video der Band zum Song "Chrystallized" zufällig gestolpert, und zwar ein richtig fiese, die am Ende zwar mit Humor besänftigt, aber nachdenklich macht, zumindest deutliche Zweifel an der Förderung der Teambildung mittels virtueller Incentive-Events sät. Der Sound dazu ist mehr als passend, das neue Album, auf dem der Song zu hören ist heißt "Momuments", ist am 16. April 2021 erschienen und bietet noch mehr,u.a. "Whisper". Was man mehr will? Natürlich: Die da - in Wacken! Mehr, externe Seite: The Vintage Caravan - Monuments

Filme - Kino + Konserve:

Welt-Frauen - Frauen-Welt?. Wenn Sie sich fragen und wissen wollen, wie es um die aktuelle Lage der Frauen weltweit geht, über deren Befinden man interssanterweise trotz aller Medienvielfalt nicht immer wirklich auf dem neuesten Stand gebracht wird, und das, obwohl es sich um nichts weniger als die Hälfte der Menschheit handelt, schauen Sie sich diesen Film an. Es berichten rund 2000 Frauen aus 50 Ländern, die Ihnen einen realistischen Überblick verschaffen. Gekoppelt an dieses ambitionierte Werk, das gern in Serie gehen könnte, ist die Unstützung der zeigenden Kinos, die 50 Prozent der Kinotickets (10 Euro) erhalten, ab 22. April 2021 im Online-Kino - für 4 Wochen. Weitere Infos, siehe externe Webseite: Woman - Dokumentarfilm

Rassismus im Fußball. Ein weiteres ambitioniertes Werk ist die Doku "Schwarze Adler" von Regisseur Torsten Körner, der rassistische Denkmuster - inklusive seinen eigenen - gekonnt hinterfragt und dazu rund ein Dutzend afrodeutsche Nationalspieler:innen, die im Trikot mit dem schwarzem Adler steckten, nach ihren Erfahrungen fragte. Der Film erschüttert wirksam, setzt den Nationalspieler:innen gleichwohl ein Denkmal: "Schwarze Adler" gibt es seit dem 19.04. über Amazon Prime und ist am 18. Juni 2021 auch im ZDF zu sehen.

Billie Holiday Beinahe täglich hatte die bereits zu Lebenzeiten legendäre Jazz-Vokalistin und Songschreiberin (u.a. "Fine and Mellow", "God Bless the Child", "Don't Explain") Billie Holiday mit rassistischen Zurücksetzungen zu tun. Selbst als sie bereits eine berühmte Sängerin war, musste sie den Hintereingang nehmen. Nach ihrem viel zu frühen Tod gesellte sich die zweifelhafte Auffassung hinzu, die aus prekären Verhältnissen stammende Holiday sei lediglich eine von Grund auf gescheiterte Drogensüchtige, und damit schließlich allein an ihren persönlichen Problemen zerbrochen. Dass es sich bei Frau Holiday indes nicht nur um eine brillante Sängerin, sondern auch um eine außergewöhnlich mutige Bürgerrechtlerin handelte, wussten bisher nur wenige, genauso, wie um jenes Detail, dass sie vom FBI verfolgt wurde. In jeder Beziehung scheint daher ihr Nickname "Lady Day" äußerst passend. Der Film, in dem nun ausgerechnet ihre fast Namensvetterin und Sängerin Andra Day die Hauptrolle preisverdächtig gut spielt, nimmt den Aktionismus des FBI in den Fokus. Filmkritiker bemängelten, Holidays künstlerisches Wirken werde damit zu wenig gewürdigt, aber das erledigt bereits die xte Generation der weltweiten Holiday-Fans ganz selbstständig, somit unbedingt ansehen, ab 23. April 2021 digital im Handel, ab 30. April digital zum Ausleihen - und ab 14. Mai als Blu-ray und DVD, externe Seite: The United States vs. Billie Holiday


18. April 2021 - to be continued

------- Wirtschaftswetter-Tipps + Werbung Ende -------

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