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Vogelgrippe

Aktuelles aus dem Infektionsschutz:

"Vogelgrippe"= H5N1-Virus-Infektionen

von Dr. Elisabeth Kärcher


Weltweit - auch in Deutschland - muss überall damit gerechnet werden, dass freilebende Vögel - insbesondere Wasservögel - sich infizieren und sterben.

Darum sind einige Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll:

1. Das Virus wird durch Einfrieren nicht getötet, aber prompt durch Erhitzen. Daher sollten Geflügelprodukte, vor allem von Wildvögeln, komplett durchgegart werden -Beispiele:
· Torten nicht mit rohen Enteneiern herstellen.
. Bei der Bestellung in Restaurants "medium" oder "blutig" zubereitetes Geflügelfleisch meiden.
· Keine ungegarten Lebensmittel und keine unbehandelten Federn aus oder ins Ausland mitbringen oder sich schicken lassen.

2. Das Virus ist empfindlich und wird schon durch Waschen mit Seife beschädigt. Daher ist eine saubere Arbeitsweise in der Küche wichtig: Hände regelmäßig waschen, vor allem nach der Zubereitung ungegarten Fleisches, Arbeitsflächen sauber halten, Schneidebretter gründlich nach der Zubereitung reinigen, Kühlschränke sauber halten, Tücher und Putzlappen regelmäßig wechseln und heiß waschen.

3. Durch engen Kontakt mit kranken und verendeten Vögeln können sich Menschen und Haustiere mit dem Virus anstecken. Das bedeutet:
· Kein in der Natur tot herumliegendes Tier anfassen. Haustiere davon fern halten.
· Wenn Kinder dabei "erwischt" werden, dass sie mit toten Vögeln und Federn gespielt oder mit kranken Vögeln geschmust haben, Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen.
· Polizei, Feuerwehr oder das Veterinäramt informieren, wenn verendete Vögel gefunden werden.
· Werden Vögel als Haustiere gehalten, besteht die Pflicht, diese nicht frei herumlaufen zu lassen.
· Märkte und Basare weltweit meiden, auf denen lebende Vögel gehandelt werden.
· Krankheitszeichen bei Vögeln sind blau angelaufene Kämme, torkeliges und sinnloses Verhalten (z.B. permanentes Im-Kreis-Schwimmen). Diese Tiere auf keinen Fall anfassen. Sind es Haustiere, dringend Kontakt mit dem Tierarzt aufnehmen.

Je weniger Tiere sich mit dem Virus anstecken, umso besser auch für uns Menschen. Helfen Sie bitte mit, die hiesigen Geflügelbestände zu schützen.

Bürger-Fragen beantworteten u.a. die Hotlines des Bundes- und der Landesministerien.

Dr. Elisabeth Kärcher, 16.02.2006
Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin

2006-02-16 by Dr. Elisabeth Kärcher
Text: © Dr. Elisabeth Kärcher
Illu: © Angelika Petrich-Hornetz

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