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Erleichterungen mit System(s)

Die Topthemen der Systems 2006

von Annegret Handel-Kempf

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Bei den Neuheiten der 25. Systems (23. – 27.10.) in der Neuen Messe München gilt: Es geht weniger um das, was aktuell ist, sondern vielmehr darum, wie und wo es eingesetzt werden kann. Das Anfreunden mit Innovationen steht für 1200 Aussteller und rund 60.000 Fachbesucher im Zentrum der führenden Business-to-Business-Messe für IT, Media und Communications (ITK).

Für viele Entscheider, vor allem aus dem süddeutschen Mittelstand, ist die Systems die wichtigste Informationsveranstaltung des Jahres, sagt Hans-Heinrich Schmidt, Direktor IBM Events und Business Shows.

Und das sind die Top-Themen der Systems 2006

Sichere Daten

Es wird immer mehr gephisht im Netz, um ganze Identitäten zu stehlen. Zombies, infizierte Maschinen, die dazu benutzt werden, um Spams, Viren und andere Malware abzuschicken, vermehren sich im Eiltempo.
Beispielsweise das Münchner Unternehmen Cipher Trust identifiziert mit CipherTrust RADAR Zombie-Maschinen und Phishing-Angriffe, bevor sie aktiv werden. Damit werden Unternehmen vor Online-Betrug, sowie den rechtlichen Folgen des böswilligen Missbrauchs ihrer Email-Netzwerke, geschützt. IronIM 2.0 bewahrt Firmen vor Bedrohungen von außen und vor dem Heraussickern vertraulicher Informationen, wenn Beschäftigte öffentliche oder firmeninterne Instant-Messaging (IM)-Systeme nutzen.

Mit Hilfe von EnCase Enterprise können Unternehmen Analysen von Live-Daten und Datenträgern von zentraler Stelle aus durchführen. EnCase ist das Werkzeug von Kriminaltechnikern und Ermittlern, wenn sie digitale Spuren sammeln und auswerten. Guidance Software zeigt die Erweiterung auf dem Stand des IT Sicherheits-Spezialisten cirosec aus Heilbronn.

Prosecco ist in wenigen Minuten startklar, sagt Forschungsbereichsleiter Michael Herfert vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT), und meint damit nicht den erfrischenden Champagner-Ersatz, sondern ein Sicherheitswerkzeug für Webanwendungen, das gut mit den angetroffenen (Betriebs-)Systemen zurechtkommt. Es soll sicherstellen, dass Dateien, Formulare und Verträge von der gewünschten Quelle stammen, beziehungsweise zu der angepeilten Adresse gelangen.

Physische und physikalische Sicherheit

Einbrechert Die Konvergenz der Netze und deren Absicherung ist für AEG Power Supply Systems aus Warstein-Belecke ein Schlüsselthema. Um die Hochverfügbarkeit der Informationen zu gewährleisten, müssen Schutzmechanismen, wie unterbrechungsfreie Stromversorgungs-(USV-)Anlagen, eingesetzt werden. Auch bei Privat-Anwendern. Neu vorgestellt wird Protect Home, mit dem vor allem PCs und multimediale Anwendungen im Heim-Bereich vor den Folgen eines plötzlichen Stromausfalls geschützt werden sollen. Zusätzlich sichert es Telefon, Fax, Modem und TV-Sat vor Überspannungen.
ACP IT Solutions präsentiert den Notfallserver Rescudo, der mehrere Systeme sichert und in wenigen Minuten arbeitsbereit ist.

Primera Technology aus Minnesota/USA zeigt mit der Kombination aus Disc Publisher XR, mit wasserfesten CDs und DVDs von Taiyo Yuden, eine Kosten sparende Lösung für die Datensicherung und Langzeitarchivierung. Insgesamt können bis zu 2,5 Terrabyte an Daten, beispielsweise in Krankenhäusern oder KFZ-Werkstätten, bewahrt werden.

Mobile Sicherheit

Der Internet-Security-Spezialist SurfControl will mit seinem Lösungs-Portfolio Web-, E-Mail- und Desktop-Bedrohungen abwehren. So sollen Netzwerke ebenso geschützt werden, wie Desktop-PCs oder mobile Clients. Hierfür wird das Internet rund um die Uhr nach Angriffen durchsucht.

Stimmige Sicherheit

Das Fraunhofer SIT zeigt, dass verschlüsselte VoIP-Telefonie übers Internetprotokoll (IP) auch mit handelsüblichen Mobiltelefonen und existierenden Netzen möglich ist.
Um VoIP abhörresistent zu machen, sichert der Betreiber des Vermittlungssystems für Internet-Telefonie, toplink, alle Gespräche, die über die virtuelle Telefonanlage tpl_pbx geführt werden, dezentral im Endgerät ab, und schließt damit Lauscher aus.

Flüssigkeits-Kontrolle

Wenn Unternehmen erst am Monatsende feststellen, dass sie nicht mehr flüssig sind, kann das fatale Folgen haben: Diamant Software aus Bielefeld hat ihr Finanzcontrolling-Modul deshalb um Funktionen für die tagesgenaue Planung, Prognose und Überwachung der Liquidität erweitert.
Auch das Modul WINLine LIAN von MESONIC aus Scheeßel ermöglicht es dem Anwender, auf Knopfdruck festzustellen, wie es um den Finanzstatus bestellt ist.

Virtuelles Aufräumen

Die steigende Informationsflut sorgt für eine wachsende Nachfrage nach Enterprise Content Management (ECM). Daher sind Technologien, die Informationsbezogene Geschäftsabläufe unterstützen, ein zentrales Thema.
Um die Eingangspost und deren digitale Verteilung kümmert sich AnyDoc Classify des Kölner Systemhauses ALOS.
Die Münchner ConSol Software GmbH präsentiert CM/Inventory, eine Datenbank, die darstellt, welche Arten von Hard- und Software zu einem Anwender gehören

Wissensfluss


Wissensfluss

Unterschiede bei den Formaten, der technischen Plattform oder dem Speicherort – da türmen sich leicht Barrieren für den Wissensfluss auf. IBM geht dagegen mit der Information-on-Demand-Strategie an. Am Lotus-Demopunkt wird ein Rollenbasierter Arbeitsplatz gezeigt, der Inhalte, Prozesse und Menschen integrieren soll.
CaseWiki der Case Softwaretechnik aus Linz vereinfacht die Zusammenarbeit und Verteilung von Wissen im Unternehmen.

Informationsdrehscheiben

Manufacturing Execution System (MES) heißt die IT-Königsdisziplin, die Fertigungsunternehmen unterstützt, wirtschaftlicher zu produzieren. Grundidee der Informationsdrehscheibe MES ist die Verknüpfung von Software des Unternehmensmanagements mit den in Echtzeit agierenden Maschinen- und Anlagensteuerungen. Lösungen demonstrieren CSB-System, proAlpha, oxaion und SAP.

Wie lassen sich neue Produkte ins virtuelle Schaufenster stellen, wo sie zu Umsätzen im Web verführen? Beispielsweise das Content Management System CMS Fiona 6.5 des Berliner Infoparks zeigt Portal- und Webprojekte.

Lernen fürs IT-Leben

Bildung boomt: Die Education Area ist so groß wie nie. Zum ersten Mal geht es auch um Erwachsenenbildung, betriebliche Weiterbildung und e-Learning-Konzepte.
Managed Learning, beziehungsweise elektronisches Lernen, wird groß geschrieben. Wir ziehen unseren eigenen Nachwuchs heran, beschreibt Frank Rudolf von der zuständigen Münchner Sparte bei Fujitsu Siemens die Arbeit derjenigen, die fürs Lernen mit Computern die IT bereitstellen. Wir sorgen dafür, dass die Technik läuft.
Für vier- bis sechsjährige Kinder gibt es mit der CD-ROM LolliPop und die Schlaumäuse, vom Cornelsen Verlag eine Software für zu Hause, die Lust auf e-Lernen und auf Sprache bei den Kleinsten wecken soll.

Navigieren via Satellit

Gewusst, wo heißt es mit der MECOMO FLEET 2007 auch für Taxiunternehmen, Spediteure, sowie Vertriebs- und Serviceflotten. Bei der Fuhrparküberwachung der Unterschleißheimer MECOMO AG werden Fahrzeuge über GPS-Module, Mobiltelefone oder Netzübergreifende Funkzellen geortet.

Kommunikative Netze

Mit der Siemens WLAN-Architektur entsteht ein unternehmensweites Netzwerk auf Basis von Internetprotokollen (IP), das die Mobilität über den gesamten Campus gewährleistet. Es umfasst Büro, Fertigung und Freiflächen.

Managed VoIP

Mit Managed VoIP wird IT-Outsourcing für die Internet-Telefonie vorgestellt. Beispielsweise die noris network AG, Nürnberg, betreibt die VoIP-Infrastruktur der Kunden.

HandheldMixturen-VoIP

Das Flagschiff von Siemens Communications ist die HiPath 8000, eine riesengroße IP-Anlage, mit der Firmen weltweit über IP vernetzt sein und telefonieren können. Sprach- und Datendienste, sowie multimediale Anwendungen, machen gemeinsame Sache. Für kleine und mittlere Unternehmen ist HiPath All-in-One gedacht.
Avaya zeigt ebenfalls eine VoIP-basierende Kommunikationslösung, die für mittelständische Firmen gedacht ist. Außerdem den Mobility Manager, mit dem das Handy zur normalen Nebenstelle wird.
Das Olchinger Systemhaus Stemmer demonstriert zusammen mit Cisco Business-Video-Systeme. Unternehmen können damit Videos über Intranet oder Internet bereitstellen.


2006-10-23 by Annegret Handel-Kempf
Text: © 2006 Annegret Handel-Kempf
Illustrationen: © aph

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