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CeBIT II

Die Top-Ten der Technik-Stars

Unter dem Motto Connected Worlds – vernetzte Welten - treffen sich vom 2. bis 6. März in Hannover die IT-Freaks. Auf der CeBIT 2010 wird gezeigt, wie die verschiedenen Techniken zusammenwachsen und wie sich die Welt über das Internet vernetzt, egal ob im Wirtschaftsleben oder in den eigenen vier Wänden. Manche Überraschung auf der Computer-Leitmesse ist buchstäblich nicht fassbar, so wie die mit knapp 4200 Ständen immer kleiner werdende Zahl an Ausstellern...

von Annegret Handel-Kempf

Design mit Diven-Sound

Design-Fans werden beim ASUS NX90 Notebook zu DJs: Anstelle von zwei Plattentellern bedienen die Nutzer die beiden links und rechts der Tastatur gelagerten Touchpads simultan auf Fingerzeig. Gewöhnungsbedürftig, aber auch ein bisschen sportlich, denn das parallele Bedienen massiert die Schultermuskulatur gleichmäßig. Dennoch ist das NX90 wohnzimmertauglich, mit seinem vom Bang & Olufsen Chef Designer David Lewis entwickelten Outfit, das dessen Handschrift nicht verleugnet. Die schwarze Handballenauflage, die auf den ersten Blick als Touchpad eingestuft wird, ist erstaunlich groß, korrespondiert aber hübsch mit dem polierten Aluminium-Gehäuse. Besonders stolz ist der Hersteller auf das Bang & Olufsen ICEpower® Audio System, zumal das Thema Sound bei Notebooks lange stiefmütterlich behandelt worden ist.
Der Klang des NX90 kann erstmals in Europa direkt bei der CeBIT in Ohrenschein genommen werden, nachdem es irgendwo auf dem Weg von der CES in den USA stecken geblieben war. Die Anordnung der ungewöhnlich großen Lautsprecher zu beiden Seiten des Bildschirms erinnert ein wenig an einen Flachbildfernseher. Anders als ein TV-Gerät kann das Notebook an jede Stelle des Raums mitgenommen werden. Nach dem Motto: „Das Konzert kommt zum User“, womit ASUS die Individualität der mobilen PC-Nutzer stärken will.

Cloud statt Computer

Aus einem intelligenten Display und sonst nichts besteht der All-in-one-PC Fujitsu Zero Client, der eigentlich gar kein Rechner, sondern ein sparsames und schnelles Eingangstor in die PC-lose Zukunft der Cloud-Computing-Netzwerkwelt ist.
Festplatte, Betriebssystem, Anwendungen, Lüfter und einen leistungsstarken Prozessor sucht man bei diesem Front-End-Bildschirm vergeblich. Gibt man ihm Strom und Internetzugang, holt sich der Terminal Daten, Speicher, Leistung und Programme komplett aus dem Netz, egal ob es sich um die IT-Infrastruktur eines (firmeneigenen) Netzwerks oder um die allgemeine Cloud handelt.
In der Cloud selbst scheint alles wolkig zu sein, weil man nicht mehr sehen kann, wo die Daten herkommen. Grundlage des Arbeitens mit der Cloud ist jedoch, dass alle IT-Prozesse global, standardisiert und perfekt abgestimmt laufen.
Eine lokale Datensicherung wird beim konfigurations-freien Zero Client ebenfalls überflüssig, da der Terminal mit einem virtuellen Desktop verbunden ist. Arbeitsplätze lassen sich schnell einrichten und reparieren, da keine Daten ausgetauscht werden müssen, sondern nur ein Bildschirm ans Netzwerk angesteckt wird.

Tastatur mit Tuchfühlung

Dem Wunsch nach immer schlankeren und kleineren PCs sind bisher häufig die Tastaturen zum Opfer gefallen, was nicht unbedingt komfortabel ist. Beim EeeKeyboard PC von ASUS ist der Bildschirm zur Nebensache geworden: Er liegt, etwa 13 Zentimeter klein, am Rande einer Tastatur, die den kompletten Home Entertainment PC beinhaltet. Natürlich ist er nicht nur zum Anschauen da, sondern reagiert, wie so viele der modernen Kleinmonitore, auf Berührung, ist ein so genanntes Multi-Touch Display. Das passt zur „intuitiv zu bedienenden Touch-Software“, das heißt, man muss nicht in einer endlos langen Internet-Bedienungsanleitung nachschauen, wie man hinlangen muss, um mit dem Unterhaltungs-PC spielen oder chatten zu können.
Einst lehnte sich aus dem Fenster, wer schnell ein wenig ratschen wollte. Heute berührt man sein Tastatur-Touchpad, saust damit zum Webchat und unterhält sich auf die Couch gelümmelt im Internet. Weiter geht es über den Media Player zur Fotoschau oder zum Privat-Konzert.
Doch so eine unscheinbare Tastatur der CeBIT-2010-Ära kann noch mehr: Ohne Kabelsalat werden Aufnahmen, die reich an Bildpunkten sind, via Ultrabreitband-Technologie auf High Definition (HD-)fähige Fernseher oder große Monitore übertragen.
Noch ist der EeeKeyboard PC nicht zu haben, kann aber in Hannover schon einmal betastet werden.

Gaming-Maschine mit Gemütlichkeit

Kraft ausstrahlen und etwas hermachen, wenn man mit ihm zu einer Party geht, soll das ASUS G73Jh Notebook. Ob der neue Gaming-Star zu diesem Zweck unbedingt mit einem Design, das einem Tarnkappenbomber nachempfunden ist, auf den Kriegspfad gehen muss, sei dahin gestellt. Bequem werden es die Dauer-Spieler bei ihren harten Einsätzen dank der um fünf Grad geneigten Tastatur und der Handballenauflage auf jeden Fall haben. Die Riesenbelüftungsschlitze auf der Rückseite führen den Schall weg vom Benutzer, um seine Ohren vor Extremerlebnissen zu schützen. Ganz wirklichkeitsnah soll der Klang den Raum füllen, während die Bilder ohne Ruckler über den Schirm flitzen. Ein integrierter Extreme Turbo Mode erhöht auf Knopfdruck die Leistungsfähigkeit des sowieso recht starken Teils (Intel® Core™ i7 Prozessor, 8 GB DDR3 Arbeitsspeicher, 1 Terabyte Festplatte), ohne das System neu starten zu müssen.

Motorrad-Navi mit Meldung

Wer sich lieber real statt virtuell auf starken Maschinen austobt, wird mit dem zümo 220 von Garmin auf lange geplanten und spontanen Touren sicher geleitet. Kompakt designt, passt das für Bike-Erlebnisse extra robust gebaute Navi auch auf kleinere Motorräder. Seine Batterie hält bis zu sieben Stunden ohne Anbindung an die Stromversorgung durch. Da sich Biker rechtzeitig für die nächste Abbiegung oder Ausfahrt einordnen müssen, gibt der Fahrspurassistent früh an, wo es lang geht und nennt dabei auch alle Straßennamen. Dadurch kann der Motorradfahrer seinen Blick auf der Straße lassen.

Wegweiser mit Wartungs-Messwerten

Intelligente Navis geben nicht nur Tipps, wo man am besten fährt, sondern auch wie, um Umwelt und Geldbeutel zu schonen. EcoNavigation gibt es beispielsweise von Garmin mit dem Kabel-Zubehör EcoRoute HD, das Infos zu Fahrweise, Zustand des Autos und Verbrauch liefert. Wartungs-Messwerte überträgt das Modul per Bluetooth direkt an ein Navigationssystem der nüvi-Reihe.

Die Voice des Vertrauens

Wer im Navi-Zeitalter nicht darauf verzichten will, sich vom Ehepartner den richtigen Weg diktieren zu lassen, kann dessen Stimme mit den nötigen Ansagen aufzeichnen. Oder auch die seiner Kinder, Freunde, Schwiegermutter, kostenlos mit der Anwendung Voice Studio unter Garmin-Voicestudio. Einzige Einschränkung: Die Software versteht sich nur mit aktuellen nüvis.

3D-Technologie zum Tragen

Jedem Besucher, der glaubt, auf der CeBIT alles doppelt zu sehen, weil sich manche Net- und Notebooks ziemlich ähneln, ist noch eine dritte Dimension zu gönnen: 3D-Technologie bringt die Raumwelt des Kinos ins Wohnzimmer und auf die Knie. Letzteres, wenn man ein mobiles Film-Abspielgerät, wie das 3D-Multimedia-Notebook Acer Aspire 5740D einschaltet. Die dreidimensionale Unterhaltungswelt aus Videos, DVDs, Fotos und Spielen funktioniert mit Hilfe von Konvertierung, Software, Panel-Beschichtung, LCD, Polarisationsbrille und Surroundsound.

Darstellung in der dritten Dimension

Dreidimensionale Unterhaltung im Fernsehsessel liefert der 3D ready-Projektor Acer H5360. Durch die spezielle 3D-Brille werden auch Bildungspräsentationen mit dem Beamer, der mit NVIDIA 3D Vision-Technologie ausgestattet ist, zu einem raumergreifenden und realitätsnahem Erlebnis.

Hybrid-Empfänger für HD-Angebote

High Definition (HD), also Fernseh-Programme mit extra vielen Pixeln und deshalb besonders scharf, müssen aufs Fernsehgerät gebracht werden. Der VideoWeb 600S, ein hybrider HDTV-Satelliten-Internet-Receiver, empfängt als einer der ersten Satelliten-Receiver HD+-Programme standardmäßig. Mitgeliefert werden ein Smartcard-Leser und eine Smartcard, die die neuen HD+-Programme RTL HD, VOX HD, Pro7 HD, Sat1 HD und Kabel1 HD für ein Jahr freischaltet.
Hybrid ist der Empfänger durch seine vielen Funktionalitäten: HD+-Fähigkeit, digitaler Videorecorder mit Pause TV per Time Shift (via USB-Festplatte), Empfangsstation für alle unverschlüsselten Standard-Definition- und HD-Fernsehprogramme, sowie die neuen HD+-Sender. VideoOnDemand und Web-TV-Sender bringt der VideoWeb 600S per Livestream auf den Fernseher. Internet-Anwendungen gelangen übers VideoWeb-TV-Portal ins TV-Gerät. Beispielsweise kann auf Picasa, Twitter, Facebook und GoogleMaps zugegriffen werden. Der Receiver ist HDTV-Satelliten-Empfänger und HDTV-Computer, der durch neue, auch interaktive Anwendungen permanent aktualisiert wird. VideoWeb kann dem Unternehmen zufolge auch von allen DSL-Kunden genutzt werden. Für die Basis-Dienste müssen keine Abos abgeschlossen werden.

CeBIT 2010, Partnerland: Spanien


2010-03-02, Annegret Handel-Kempf
Text: © Annegret Handel-Kempf
Illustrationen: ©aph

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