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Hühnersuppe

Etwas Warmes braucht der Mensch (im Winter)

von Angelika Petrich-Hornetz

Hühnersuppe - selbstgemachte, so wusste schon unsere Großmutter, hilft gegen Schnupfen und Erkältung. Das bestätigten unlängst auch Wissenschaftler u.a. aus Nebraska/USA und aus Japan. Letztere stellten sogar eine blutdrucksenkende Wirkung von Hühnerfußsuppe fest. Aber soweit müssen Sie in Ihrer Küche gar nicht gehen: Bereits die gemeine Hühnersuppe liefert Zink, belastet den gekränkten Körper nicht mit zu vielen Nährstoffen, Cystin wirkt wiederrum entzündungshemmend. Außerdem wärmt die heiße Suppe, die zusätzlich den Verlust von Flüssigkeit, Mineralstoffen und Vitaminen bei trockener Heizungsluft im Winter sowie nach einer möglicherweisen alkoholreichen Silvesternacht wieder ausgleichen kann.

Wer nichts anderes hat, greift zu Tütensuppe. Doch wer Wert auf die gesamte gute Wirkung legt, kocht lieber selbst. Eine große Menge Hühnersuppe kann man dafür auch sehr gut portionsweise einfrieren und später löffeln. Oder die Suppe durch ein Sieb gießen und als Hühnerfond einfrieren, um diesen später als Würze oder Grundlage für Soßen und Suppen zu verwenden.

Die Wirtschaftswetter-Hühnersuppe braucht an Zutaten natürlich ein Suppenhuhn oder eine Poularde. Wer keins bekommt, darf auch ein Hähnchen nehmen. Gefrorenes Geflügel muss vorher aufgetaut werden. Das ausgiebige Waschen ist allerdings überholt, da das Kochen sämtliche Keime zuverlässiger abtötet. Also versuchen Sie gar nicht erst, ihrem Huhn alle Keime abzuwaschen, Sie sorgen damit höchstens dafür, dass diese unbeabsichtigt und unnötig in der Küche verteilt werden, aber entfernen Sie Federkiele und schneiden Sie den Bürzel zuverlässig ab. Setzen Sie einen großen Topf mit Wasser auf, in das Sie, so bald es kocht, Salz, Pfefferkörner und ein bis drei Lorbeerblätter sowie das ganze Huhn geben. Bis auf die Leber, können Sie die Innereien mit hineingeben. Lassen Sie das Huhn so eine dreiviertel bis eine Stunde lang kochen.

In der Zwischenzeit putzen Sie das Suppengemüse, das mindestens aus einer halben Sellerieknolle, Sellerieblättern, drei bis vier Mohrrüben, einer halben großen oder zwei kleineren Stangen Porree (Lauch) bestehen sollte. Wer mag, gib später noch einen Kohlrabi kleingschnitten hinzu. Eine kleingeschnittene Zwiebel schadet auch nicht, aber nur eine - schließlich soll es keine Zwiebelsuppe werden. Achten Sie besonders darauf, dass Sie den Porree sehr gut waschen. Das ist einfach, wenn Sie die Stangen nicht nur quer, sondern auch der Länge nach halbieren, um eventuelle Erdreste zu entfernen. Auch die Sellerieblätter müssen sorgfältig gewaschen und anschließend klein geschnitten werden.

Sobald das Gemüse gewaschen und kleingeschnitten ist, geben Sie es zum Huhn in den Topf und lassen alles eine weitere dreiviertel bis eine Stunde lang köcheln. Danach heben Sie das Huhn heraus und lösen das Fleisch von den Knochen. Gelingt dies ohne Probleme, ist es der richtige Zeitpunkt. Zerkleinern Sie die größeren Fleischstücke und geben Sie alles bis auf die Knochen wieder in den köchelnden Suppentopf. Sie nun mit Paprika, Liebstöckel, eventuell noch etwas Pfeffer und Salz, und wer mag auch etwas Ingwer, Curry oder Chili (Achtung, schmeckt nicht jedem in der Hühnersuppe). Das alles lassen sie dann noch einmal eine halbe bis dreiviertel Stunde lang kochen, und dann ist die Hühersuppe fertig. Anschließend können Sie noch etwas feingehackte Petersilie hinzugeben - oder, wer Petersilie nicht mag, ersatzweise mit Estragon abschmecken, der einer Hühnersuppe eine interessante, feinwürzige Note gibt.

Zeichnung SuppenterrineFühlt man sich sehr schlapp oder ist erkältet, reicht die pure Suppe als Mahlzeit meistens vollkommen aus. Andernfalls schmecken - extra gekochte - Nudeln oder Reis oder auch ein frisches Vollkorn- oder knuspriges Weißbrot mit Butter sehr gut dazu. Und wer keine Hühnersuppe mehr sehen kann, dem darf man gewöhnlich dazu gratulieren, wieder gesund zu sein. Spätestens beim nächsten Schnupfen stellt sich dann die Sehnsucht nach dem Duft einer frisch gekochten Hühnersuppe wieder ganz von allein ein. Bis dahin hilft auch vorbeugend löffeln. Ob Suppen, heiße Zitrone oder guter Tee: Kommen Sie gut durch den Winter.


2011-01-01 Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
Foto Themenbanner: ©aph
Illustrationen: ©Angelika Petrich-Hornetz

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