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Nur die Härtesten kommen durch

Neue Familiengesundheitspolitik mit Eiszeitappeal ohne Alltagsbezug

von Angelika Petrich-Hornetz

Im dunkelsten Winter aller (gemessenen) Zeiten und damit zwischen Schneeschipppen, Noroviren und Grippewelle rätselte Deutschland wieder einmal über seine eigene Familienpolitik und den sich fortsetzenden Kinderschwund. Warum wünschen sich junge Männer und Frauen in Umfragen Kinder, häufig sogar mehrere, und dann bekommen sie nachher gar keins oder nur noch eins - in einem der reichsten Länder der Erde?

Es gibt viele theoretische Ansätze, die das Graben-Phänomen zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu erklären versuchen. Politik und Medienlandschaft fokussieren sich dabei immer wieder gern auf die so genannten "Familienleistungen", darin in den Köpfen enthalten auch immer noch lediglich zu viel bezahlte Steuern. Dabei gibt es gleich einen ganzen Berg von Gründen für die ausbleibende, lachende Kinderschar, die im vergreisenden Staat Deutschland inzwischen immer sichtbarer vermisst wird.

Eines der vielen, nicht unwichtigen Details dieser Summe schaffte es, obwohl überall und jeden Tag allgegenwärtig, eher selten in die Presse. Dabei konnten in diesem langen Winter die Betroffenen - die Familien und Kinder und auch deren Kinderärzte lauthals darüber klagen: Praxen und Kliniken waren in diesem Winter voll, voller und am vollsten. Die Krankenkassen bestätigen inzwischen langwierige und komplizierte Infektverläufe, Krankschreibungen von zwei bis drei Wochen wären in diesem Winter keine Seltenheit, heißt es. Selbst in den vergangenen Sommern ebbten die Infektionswellen kaum ab, die Wartezimmer füllten sich in schönster Regelmäßigkeit, gerade so, als würde es eine "Erkältungssaison" gar nicht mehr geben.

Und das ist auch tatsächlich so, wird allerdings wenig öffentlich: Nicht nur die Wirtschaft ist global, sondern auch das Infektionsgeschehen. Einheimische, "alte Keime", wie z.B. Tuberkulose tummeln sich weiter munter in der Bevölkerung, während neue Erreger in diesem Treiben erfolgreich überraschende Akzente setzen, flankiert von steigenden Resistenzen gegen die landläufigen Medikamente.

Lediglich Infektionen größeren Ausmaßes, wie der Brechdurchfall durch gefrorene Erdbeeren in der Kindergarten- und Schulverpflegung vom Oktober 2012, von dem rund elftausend Kinder, Jugendliche, Betreuer und Eltern in Berlin und den ostdeutschen Bundesländern betroffen waren oder die heftige EHEC-Epidemie im Sommer 2011, mit einigen schweren Krankheitsverläufen, werden zumindest zeitweise zu einem Medienthema. Dann verschwinden sie wieder brav aus der Öffentlichkeit - als unangenehme Erinnerung abgehakt, die man am liebsten nur vergessen möchte. Sie fristen danach wieder das ihnen zugedachte Nischendasein als Randerscheinung des Lebens - in den Laboren, Archiven und Aktenschränken von Ärzten und Forschern.

Doch die 'bisher größte, durch Lebensmittel bedingte Krankheitswelle in Deutschland', wie der "Erdbeer-Durchfall" von den untersuchenden Instituten bezeichnet worden war, wird weder die letzte sein und noch die größte bleiben. Sind wir darauf eingerichtet?

Es spricht zunächst vieles dafür, dass diese oder jene Epidemie trotz größerer und vielfältiger Belastungen unterschiedlichster Erreger in Grenzen gehalten werden kann, wir leben schließlich im Informationszeitalter. Dennoch gibt es Entwicklungen und Tendenzen, die dieser schnelleren und zuverlässigeren Information entgegenarbeiten, indem Strukturen bestehen oder geschaffen werden, die es jetzt schon erschweren, relativ schnell verfügbare Informationen auch in ein ähnlich zügiges Handeln umsetzen zu können. Einer der größten Widersacher zügigen Handelns ist der chronische Personalmangel in sozialen Einrichtungen.

Zusätzlich werden weitere Barrieren aufgebaut oder notwendige eingerissen, sogar wortwörtlich, zum Beispiel schon beim Bau von Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Schulen oder auch Küchen in öffentlichen Einrichtungen: Groß, hell und offen, und damit für viele Personen zugänglich sollen sie sein. Aus Gründen des Zeitgeistes, des Wohlbefindens oder der Pädagogik mag das sinnvoll sein, aber aus der Sicht der Hygiene ist der Zugang für jeden zu jeder Zeit alles andere als der Gesundheit förderlich. Aber an so etwas Unangenehmes, wie eine Infektionen oder gar eine Epidemie - und damit an notwendige, dröge Hygienemaßnahmen - wird bei großzügigen Bau-Planungen aber oft zuallerletzt gedacht.

Und so kann man auch das Gefühl ständigen Hinterherhinkens, so empfinden es jedenfalls immer mehr Verbraucher, der Behörden bei solchen Ereignissen wie den letzten Lebensmittelskandalen, nachvollziehen, weil es zeitgleich an vielen Ecken hapert. Ob Verbraucherschutzministerium oder Gesundheitsamt: Es gibt kein echtes Vorwarnsystem, wenn sich zum Beispiel Salmonellen von einer Großküche in die Kindertagesstätten der Region ausbreiten oder gar die Grenzen der Bundesländer überschreiten: In der Regel kommen Warnungen erst dann, wenn zumindest die ersten Erkrankungsfälle schon längst da sind. Mehr Kontrollen fordern dann die einen, mehr regionale Kost regelmäßig die anderen. Warnen die Behörden aber zu früh, wie zur Zeit der Schweinegrippe, müssen diese sich wiederum Panikmache vorwerfen lassen.

Deutschland investiert in die Kinderbetreuung und muss dies auch tun, das heißt immer mehr Kinder besuchen Ganztagsschulen und Ganztagskindertagesstätten, auch die Jüngsten. Dort wird gemeinsam gegessen - aus Sicht der Hygiene eine latente Infektionsquelle, gerade dann, wenn mit den Händen fröhlich im Essen gepanscht und gematscht wird - für die kindliche Entwicklung ist das sogar notwendig. So spielt neben der Architektur auch das Alter eine Rolle. Kleinere Kinder sind anfälliger, waschen sich weniger regelmäßig und weniger sorgfältig die Hände und stecken diese überall hinein. Aber auch die Größe der Gruppen spielt eine Rolle in Infektionsgeschehen: Wie schnell kann man eine vorhandene Einheit, z.B. eine Gruppe Kinder, eine ganze Tagesstätte oder gar einen größeren Caterer isolieren, wenn sich dort eine Infektion eingenistet hat, deren weitere Verbreitung man vermeiden will?

Neben Kindern, Gebäuden und Gewohnheiten sind auch Eltern und das gern dem öffentlichen Sparzwang zum Opfer fallende, erwachsene Personal in Schulen und Kindertagesstätten sprudelnde Infektionsquellen - und damit zum nächsten Detail, das in den Medien in jedem Grippewinter so erstaunlich wenig vorkommt: der Durchseuchungsgrad. Der klingt erst einmal nach "igitt!" und so wird das Thema auch behandelt: Man spricht nicht darüber, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Dass der Durchseuchungsgrad der Bevölkerung bei bestimmten Erregerarten enorm gestiegen ist, ist aber nun mal eine leidige Tatsache und trägt ebenfalls dazu bei, was viele Eltern auch so im Alltag erleben: Auf die eine Infektion ihrer lieben Kleinen folgt gleich die nächste.

Dabei beschreibt der "Durchseuchungsgrad" nur einen ganz normalen, alltäglichen Stand der Dinge, nämlich die in Prozent angegebene Verbreitung einer chronisch auftretenden Infektionskrankheit innerhalb einer begrenzten Bevölkerungsgruppe oder Region. Die Zeiten, in denen jemand noch hätte meinen können, man lebte in einer relativ keimarmen Umgebung, dürften wohl einer unbedarften Vergangenheit angehören. Zu den Personen solcher Regionen oder Bevölkerungsgruppen gehören auch diejenigen, die bereits erkrankt waren und nicht mehr erkranken und auch diejenigen, die nie erkranken, sondern ausschließlich als Überträger am Geschehen beteiligt sind. Der Durchseuchungsgrad misst inzwischen genauso mit Viren befallene Computer, und auch da gibt es inzwischen die Überträger-Rolle, ohne selbst zu "erkranken". Dass der Durchseuchungsgrad europäischer Eroberer zu Zeiten der Kolonisation diverse Urbevölkerungen anderer Erdteile an den Rand des Aussterbens brachte - oder noch schlimmer, ist dabei nur eine weitere, nicht zu vernachlässigende, aber unangenehme Tatsache, die darum ebenso gern der Verdrängung zum Opfer fällt, wie das derzeit aktuelle Geschehen. Mit dem Ende der Kolonisation ist der Vorgang nämlich nicht beendet, und nach wie vor läuft es dumm für diejenigen, die noch zu klein oder aus anderen Gründen zu empfindlich auf diese oder jene Keime reagieren, die andere, dagegen besser gewappnete Menschen verbreiten - oder anders ausgedrückt: die in ein allgemeines Infektionsgeschehen einer bestimmten Region eben noch nicht involviert worden und damit noch nicht daran gewöhnt/immun sind.

Für Neugeborene und kleine Kinder bedeutet ein höherer Durchseuchungsgrad, mit mehr und unterschiedlichen Keimen, ihrer unmittelbaren Umgebung schlicht, dass sich ihr Immunsystem mit einer größeren Zahl sowie einer größeren Vielfalt von Erregern auseinandersetzen muss. Damit werden Kinder individuell unterschiedlich fertig. Alle Eltern kennen das normale Geschehen: Spätestens beim Eintritt in Krippe oder Kindergarten geht es erst einmal los mit den ganzen Infekten - und mit Glück wird das ganze Theater dann auch irgendwann, ohne irgendwelche größeren Folgen abgehandelt sein. Man ist dann auch diesbezüglich endlich "aus dem Gröbsten" heraus, die handelsüblichen Infekte im Kindergartenalter sind damit überstanden, die Kette der Dauer-Erkrankungen reißt einfach ab, manchmal so abrupt, wie sie einst begonnen hatte. Vorbei ist vorbei - und man vergisst das Ganze aus verständlichen Gründen nur zu gern wieder.
Mit zunehmenden Resistenzen, einer höheren Durchseuchung mit mehreren, unterschiedlichen Keimen und mangelnder Hygiene, weil in Schulen und Kindertagesstätten u.a. andauernd am Personal gespart wird, kann das Abreißen solcher Erkrankungsketten jedoch auch akut und dauerhaft gefährdet werden.

Ein Beispiel: Die Durchseuchung der Bevölkerung in Deutschland mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV), ein Herpesvirus, in der Erkrankungsphase als Pfeifferisches Drüsenfieber oder unter anderen Bezeichnungen bekannt, betrug vor rund dreißig Jahren in Deutschland noch 30 bis 60 Prozent - je nach Region - der erwachsenen Bevölkerung. Gegenwärtig liegt dieser Wert bei 98 bis 100 Prozent. Und die meisten Menschen infizieren sich inzwischen nicht mehr, wie noch vor einer Generation, erst im Teenie- oder jugendlichen Alter mit diesem Virus, sondern bereits im Kleinkindalter.
Innerhalb von nur einer Generation hat sich der Virus damit so erfolgreich durchgesetzt, dass so gut wie alle Bundesbürger unvermeidbar, mindestens einmal in ihrem Leben mit diesem Keim in Kontakt kommen und damit ihrerseits erkranken und/oder als Überträger zum Risikofaktor für andere werden, nicht selten: ohne es zu merken, weil die Infektion bei den meisten, aber nicht bei allen, Menschen komplikationslos verläuft. Das heißt nichts geringeres, als: Während vor einer Generation noch zahlreiche Kinder und junge Menschen EBV-frei waren, sind diese Zeiten nun endgültig vorbei. Jedes Kind, das in Deutschland geboren wird, wird diesen Keim eines Tages bekommen und damit fertig werden müssen. Deutschland ist damit für diesen Keim ein sogenannter "Naturherd" (Endemiegebiet) - problematisch nur für Empfindliche und Menschen, die aus anderen Regionen stammen.

Aber dann bekommen die meisten Eltern auch - mindestens einmal im Leben - noch den leidigen Satz zu hören: Gesunden macht das nichts aus. Was ist aber, wenn die so Gesunden sich einem ganzen Cocktail oder gleich einem Eimer voller unterschiedlicher, bekannter plus bislang unbekannter Keime ausgesetzt sehen - weil auch der Durchseuchungsgrad mit diversen weiteren Erregern in der Bevölkerung ständig steigt?

Nächstes Beispiel: MRSA (Methicillin-resistent Staphylococcus aureus) - dieser lästige, und manchmal sogar tödliche, weltweit, regional aber unterschiedlich, verbreitete Keim, ein Bakterium, das - wie so viele andere auch - an und für sich (sprich: wäre er ganz allein auf der Welt) gesunden Menschen kaum etwas anhaben kann. Die meisten Menschen, die ihn im Nasen-Rachen-Raum als Dauergast durch ihr Umfeld, ihre Region oder auch die halbe Welt transportieren, bemerken ihn nicht einmal.
Problematisch wird dieser Keim erst, wenn er in Wunden gerät. Es ist noch nicht lange her, da war MRSA eigentlich "nur" ein Krankenhauskeim. Das ist er aber schon lange nicht mehr. Inzwischen wurden in mehreren Ländern sogar weitaus gefährlichere Stämme dieses Erregers in Krankenhäuser eingeschleppt als aus Kliniken ausgetragen. Bemerkt wird das Phänomen MRSA von nicht daran erkrankten Bundesbürgern zum Beispiel erst dann, wenn sie in den Niederlanden wegen eines Urlaubs-Unfalls in eine Klinik aufgenommen werden müssen: Da der Durchseuchungsgrad mit MRSA in niederländischen Kliniken bei mageren drei Prozent liegt, in Deutschland aber wesentlich höher, wird der so verunfallte Bundesbürger dort bereits aufgrund seiner Nationalität zunächst in Quarantäne gesteckt.

In Deutschland soll der Anteil der multiresistenten Variante von Staphylococcus aureus in den Kliniken inzwischen bei 25 Prozent bis 50 Prozent liegen. Mit solchen rasant steigenden Raten etabliert sich diverse Stämme dieses Erregers auch außerhalb von Krankenhäusern immer erfolgreicher: In Gemeinschafts-Einrichtungen findet er geradezu ideale Bedingungen, viele Menschen auf engem Raum. Der Leidensdruck ist dort am Anfang zunächst einmal quanitiativ gering, am Ende stehen Isolation, Schutzkleidung und Hygieneregeln, die jeden Alltag immens belasten u.a. in Gefängnissen, in Alten- und Pflegeheimen, in Sportstätten und in Kindertagesstätten sowie Schulen. Die darum zu Recht gefürchteten Antibiotika-Resistenzen - siehe auch Besiedlung von Tiermastbetrieben - haben maßgeblich zur Karriere dieses Keims in jüngster Vergangenheit beigetragen.
Mit der nicht-resistenten Variante, die ebenfalls ansteckend, aber immerhin noch besser behandelbar ist, waren laut Robert Koch Institut (RKI) im Jahr 1999 bereits 20 Prozent der Bevölkerung ständig und 60 Prozent zeitweise kolonisiert. Neuere Zahlen dürften dort und auch bei ähnlichen Instituten zu bekommen sein.

Anderes Beispiel, Chlamydien, - der Durchseuchungsgrad der Bevölkerung mit Chlamydophila pneumoniae liegt unter jüngeren Menschen bei geschätzten 50 Prozent, bei ab 60-Jährigen mit 80 Prozent noch deutlich höher. Auch die Zahl der Gruppe-B-Streptokokken(GBS)-Träger und -Überträger, besonders in der erwachsenen Bevölkerung wird langsam zum Problem einer älter werdenden Bevölkerung. Eine Streptokokken-Art, die früher vor allem bei Neugeborenen Erkrankungen auslöste - dort inzwischen rückläufig -, wurde in verschiedenen Industrienationen in jüngster Vergangenheit immer häufiger bei älteren Erwachsenen gefunden. In den USA liegt die Kolonisationsrate mit GBS bei 20 bis 35 Prozent - der gesunden Bevölkerung. Noch weniger geläufig als Streptokokken ist die durchschnittliche Durchseuchung der Bevölkerung mit der Katzenkrankheit Toxoplasmose, die in Deutschland bei geschätzten 50 Prozent liegt, ebenfalls mit steigender Tendenz im Alter, bei ab 50-Jährigen liegt der Durchseuchungsgrad laut RKI bei knapp 70 Prozent. Noch ein letztes Beispiel, weitere würden den Rahmen dieses Artikels sprengen, ist der Magenkeim Helicobacter pylori, dessen Durchseuchungsgrad in Europa, Nordamerika und Australien bei 20 bis 50 Prozent liegt, in Südamerika, Afrika und Asien bei 70 bis 90 Prozent.

Zu solchen bekannten, und damit "alten", gesellen sich gegenwärtig immer neue Erreger, in zahlreichen Varianten hinzu, das macht das ganze Infektionsgeschehen noch komplizierter. Die "Alten" verhalten sich auch nicht gerade harmlos. Die Tuberkulose zeigt sich z.B. bisher unausrottbar, bei Erwachsenen blieben die Erkrankungszahlen in Deutschland in den vergangenen Jahren konstant, bei Kindern stieg die Zahl jedoch neuerdings etwas an, und es gibt inzwischen auch resistente Stämme. D.h. auch diesbezüglich bleibt die Entwicklung nicht stehen, genauso wenig bei der Verbreitung von den "Neuen": Erst vor wenigen Jahren wurde über das Auftreten des Dengue-Fiebers in Südeuropa berichtet, ein Virus, der bis dato vor allem in Süd- und Mittelamerika, Afrika, und Südostasien wütete - die schweren Erkrankungsfälle treffen dort vor allem Kinder. In Deutschland war Dengue vor seinem Auftreten in Europa lediglich als Reisekrankheit bekannt.
Sich verändernde Ausbreitungsgebiete, steigende Resistenzen - das gilt auch für zahllose andere Erreger, die nicht im Einzelnen, sondern vor allem in ihrer Gesamtheit die Menschen und damit auch Kinder quantitativ und qualitativ zunehmend belasten.

Diese Beispiele vergegenwärtigen, dass Kinder heute mit einer Vielzahl unterschiedlicher Erreger und in diesem Spektrum auch mit einer höheren Durchseuchung ihrer Umgebung konfrontiert werden. Zusätzlich zu diesen sich ständig verändernden, alten, oder gegen übliche Medikamente resistend gewordene Keime werden sie auch noch mit immer neuen und vielfältigeren Arten und Unterarten von Erregern in Kontakt kommen. Das bedeutet Stress fürs Immunsystem, das im besten Fall das Glück hat, eher hintereinander reagieren zu müssen statt auf mehrere Erreger gleichzeitig.

Was hat das alles mit Kinder-Wunsch- und -Wirklichkeit zu tun? Durchaus Einiges, denn dieses Geschehen findet im Alltag statt und beeinflusst diesen zunehmend: Fand man noch vor einem Dutzend Jahren an der Eingangstür eines Kindergartens manchmal noch ein einzelnes Hinweisschild: "Achtung, wir haben Scharlach!" oder die Kinder bekamen von ihrer Lehrerin einen Infozettel über Läuse mit nach Hause, wenn in der Grundschule oder Klasse ein Fall aufgetaucht ist - und konnten Mütter und Väter deshalb noch rechtzeitig mit ihren Schützlingen auf dem Absatz kehrt machen und das Weite suchen - oder mussten die Haare ihrer Kinder mit der Lupe absuchen, wird es heute mit solchen Hinweisen und entsprechendenenen Reaktionen immer schwieriger: Eltern sind mehr denn je auf Kinderbetreuung angewiesen und die Einrichtungen wissen schon gar nicht mehr, was sie alles an ihre Tür schreiben sollten: "Achtung, beim Betreten unserer Tagesstätte könnte sich ihr Kind möglicherweise mit Influenza A,, Hantaviren, MRSA, Läusen Scharlach, Hepatitis oder Noroviren anstecken!" ??? Was für Außenstehende abstrus klingt, ist seit mehreren Jahren knallharte Realität, auf die kommunale Gesundheitsämter gewöhnlich mit Handlungsrichtlinien reagieren, die mehr oder weniger umsetzbar sind.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, (die bereits im Vergleich zum Tempo, wie schnell sich Keime verändern können, immer etwas vorsintflutlich erscheinen müssen), wie auch Bescheinigungen über Infektfreiheit, die betreuende Einrichtungen vermehrt von Kinderärzten fordern, wird man nicht alles ausschließen können und kann auch niemand bei den üblichen Personalschlüsseln erwarten, dass auch nur ansatzweise ein professionelles, den unterschiedlichen Einrichtungen angemessenes Infektionsmanagement bewältigt werden könnte. Doch damit bleiben (nicht nur) Eltern dann leider auch so uninformiert, wie man nur sein kann, und es ist eine Binsenweisheit, dass Information in jeder Infektionswelle die halbe Miete ist. Außerdem behindert mangelnde Information auch Hygienemaßnahmen, die vielleicht ganz schlicht sind und einmal wichtig werden könnten, wenn zum Beispiel während einer schweren Grippewelle noch weitere aggressive Krankheitserreger auftauchen.

Zumindest zeitweise kann man der Presse durchaus entnehmen, wie eine Infektionswelle nach der anderen immer schneller durch die Unternehmen und Gemeinschaftseinrichtungen jagt. Eltern ohne entsprechende Informationen können an so etwas durchaus verzweifeln oder anfangen, an sich selbst zu zweifeln - und damit plötzlich auch an ihrer Ernährung, dem Grad oder der Art ihrer sportlichen Betätigung, der Reinheit der Biowolle ihres zuletzt gekauften T-Shirts, ihrem Gesundheitverhalten oder überhaupt an ihrem Verhalten im Speziellen und im Allgemeinen - deren Arbeitgeber und Kollegen übrigens ganz ähnlich. Genau darum wäre es nicht nur freundlich, sondern sogar geradezu kinderfreundlichst, oder einfacher gesagt: wichtig für die Gesundheit aller, wenn es in diesem schönen, reichen Lande möglich wäre, Eltern zumindest rudimentär zu informieren und durch etwas mehr sachliche Information schon einmal dahingehend zu entlasten, dass weder ihre Ernährung, noch der Reinigungsrhythmus im lokalen Sportverein oder die Feinstoffbelastung ihres Wohnviertels daran die Hauptschuld tragen, wenn die lieben Kleinen schon wieder damit beschäftigt sind, sich und ihre Abwehrkräfte mühsam durchs aggressive, globalisierte Infektionsgeschehen einer immer durchseuchteren erwachsenen Umwelt zu bugsieren. Punkt. Und alles andere kommt erst danach.

Um an sachliche Informationen zu diesem Thema zu kommen, müssen sich die bemitleidenswerten Kreaturen, die in diesem Erreger-Terrarium Eltern werden wollen, erst einmal in die Katakomben der Medizin einarbeiten, weil weder Tageszeitungen, Publikumszeitschriften, Elternratgeber, Nachrichtenmedien noch das Bundesgesundheitsministerium je etwas von einem immer globaler werdenden Infektionsgeschehen mitbekommen zu haben scheinen, das die aufwachsende Generation künftiger Sozialbeitrags- und Steurpflichtiger derzeit durchaus hart - natürlich individuell immer etwas unterschiedlich - trifft. Und sie werden es wahrscheinlich auch nie mitbekommen, selbst wenn es die eigene Belegschaft mindestens zweimal im Quartal in die Horizontale werfen sollte: In diesem Winter war der Krankenstand in den Belegschaften zwar so hoch wie nie, proportional dazu stieg aber auch wieder nur die Fähigkeit zur großzügigen Verdrängung.
Von mehr relevanter Information oder vielleicht sogar auch noch sinnvollen Maßnahmen, um mit - und trotz solch hoher Krankenstände noch funktionstüchtig zu bleiben, ist man hierzulande immer noch meilenweit entfernt. Und das ist nicht nur schade, sondern kann für eine ganze Volkswirtschaft sogar gefährlich werden, weil Wirtschaft und Soziales auch mit hohen Krankenständen weiter funktionieren müssen. Angesichts der demografischen Entwicklung ist es erstaunlich, wie wenig daran gearbeitet wird. Vor diesem Hintergrund warnte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken in einem Interview mit dem Ärzteblatt aktuell sogar vor dem Kollaps des deutschen Gesundheitssystems und forderte mehr Geld oder die Rationierung von Leistungen in den gesetzlichen Krankenkassen.

Statt diese ernsten Probleme, die dem Gesundheitssystem in Kürze drohen, endlich in Angriff zu nehmen, beglückt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Krankenkassen und ihre Mitglieder mit einem neuen "Gesetz zur Förderung der Prävention", das am ersten Januar 2014 in Kraft treten soll: Die Kassen werden zu einer höheren Finanzierung von Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge verpflichtet, die sich das Bundesgesundheitsministerium ausgeheckt hat. In §20 werden Gesundheitsziele formuliert, die dem sehr hehren Oberziel "dass Krankheiten gar nicht erst entstehen" unterstellt sind, sie lauten sinngemäß (siehe unten, Link zum Papier) : Diabetes, Brustkrebs, Tabakkonsum, Aufwachsen (Kinder bis 10 Jahre), "gesundheitliche Kompetenz" von Patienten, Depressionen, Gesundheit im Alter (Ältere). Auffallend ist, dass in diesem Gesetz zwei Altergruppen im Fokus stehen und präventiv versorgt werden sollen: Kinder und Ältere.
Ein Faktor für Diabetes ist z.B. die Fettleibigkeit. Sicher, das ist ein Problem, ohne Zweifel, in den Industrienationen sogar ein ganz großes und birgt immer ein Risiko für schwere Erkrankungen. Aber auch die Fettleibigkeit als solche ist sehr vielschichtig und ob man einem Fettleibigen zu Leibe rücken kann, indem man ihm die Fettleibigkeit attestiert und zu einem Turnkurs verpflichtet, der nach acht Wochen wieder zu Ende ist, sollte erst diskutiert, statt unreflektiert finanziert werden. Ob auch bislang Gesunde mit Gymnastikkursen einzudecken ein probates Mittel zur Vorbeugung gegen Grippe ist oder 11.000 Erkrankte vermeiden kann, die ohne es zu wissen belastete Nahrungsmittel gegessen haben und damit auch die damit einhergehenden immensen Krankenkassen-Kosten für solche sich wiederholende Ereignisse einsparen, ist eine gute Frage, die vor jeder Art von Präventions-Aktionismus beantwortet werden sollte.

Mit der vorliegenden Gesetzentwurf bedient der Bundesgesundheitsminister lediglich vergleichsweise kostengünstige Nebenschauplätze und publikumswirksame Klischees, die mit gezielter und damit sinnvoller Prävention, inbesondere für die beiden hervorgehobenen Altersgruppen Kindheit/Jugend und Alter wenig zu tun haben. Doch vielleicht ist die dahinter steckende Idee die, dass man sich damit u.a. die wachsende Durchseuchung der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland immerhin noch ein bisschen gemütlich herrichten und damit schön reden kann. In dem Gesetzesentwurf werden jedenfalls die großen und wichtigen (Kinder-)Gesundheitsthemen, komplett ausgespart. Stattdessen wird u.a. auf das gesundheitsrelevante Verhalten von Kindern gezielt, die per Gesetz bis zum Alter von zehn Jahren in den Genuss von noch mehr Vorsorgeuntersuchungen kommen und deren psychische Gesundheit dabei wieder einmal ein dankbares Feld ist, das daher nur allzu gern "in Angriff" genommen wird.
Zitat Nr. 9, §26: "Das vorrangige Ziel der Untersuchungen ist die Früherkennung von wesentlichen und wirksam behandelbaren Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Dabei ist den aktuellen Erkenntnissen Rechnung zu tragen, dass im Kindesalter chronische, lebensstilbedingte und psychische Erkrankungen an Bedeutung gewinnen. Zudem manifestiert sich eine Reihe relevanter Krankheiten auch in der Altergruppe der 6- bis 10-Jährigen.", Zitatende.. Im übernächsten Absatz heißt es weiter, Zitat: "Bereits nach den geltenden Kinder-Richtlinien haben sich ärztliche Maßnahmen unter anderem auf Entwicklungs- und Verhaltensstörungen (z.B. kognitiver Entwicklungsrückstand, Störungen der emotionalen oder sozialen Entwicklung) zu richten. Deshalb wird klargestellt, dass sich die Frühgerkennungsuntersuchungen auch auf Krankheiten beziehen, die die psychosoziale (d.h. kognitive, emotionale und soziale) Entwicklung in nicht geringfügigem Maße gefährden: dabei gelten die Kriterien nach §25, Absatz 3 (vgl. §26 Absatz 2). Damit findet auch das in den letzten Jahren veränderte Krankheitsspektrum bei Kindern im Gesetz Berücksichtigung", Zitatende.
Die Prävention zum Thema Infektionen beschränkt sich hingegen bislang auf die bescheidenen Ziele, die Motivation zum Impfen und zur richtigen Händehygiene zu steigern. Das ist trostlos.

Das Infektionsgeschehen und viele andere, ebenso wichtige Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden (von Kindern) haben, werden somit beflissentlich verschwiegen, obwohl in dem Papier zu Kindern immerhin das Ziel, Zitat "§20, Absatz 1, Punkt 4: "gesund aufwachsen: Lebenskomptenz, Bewegung, Ernährung fördern", Zitatende, festgeschrieben wurde. Allein zur wenig neuen Erkenntnis, dass Tabakkonsum für die Jugend schädlich sei, bräuchte es jedenfalls kein neues Gesetz. Das gleichzeitige Ignorieren von wichtigen Einflussfaktoren auf die Kindergesundheit aber, lässt wohl auf wenig Erfolg versprechende Ergebnisse des Präventionsgesetzes schließen - und hat höchstens noch dazu beigetragen, dass der Paritätische Gesamtverband dem Papier "altbackene Gesundheitsaufklärung" attestierte.
Der lückenhaften Darstellung von Kindesgesundheit entsprechend, sollen mit der Ausweitung von Früherkennungsuntersuchungen auf das gesamte Grundschulalter nicht näher definierte Verzögerungen und Defizite bei Kindern spätestens bis zum 10. Lebensjahr "aufgeholt" bzw. abgetellt werden. Zu dieser gesetzlichen Kinder-Optimierung-Kampagne sollen neben den Krankenkassen, Kinderärzte, Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen verpflichtet werden. Damit wird ab Januar 2014 bundesweit ein Konzept zementiert, das Kindheit als Krankheit definiert, die diagnostiziert und therapiert werden muss.
Die Betroffenen dieses Präventions-Gesetzes - u.a. Ältere, Kinder und ihre Eltern, - insbesondere, Zitat: " ...mit Migrationshintergrund oder niedrigem Bildungsniveau...", Zitatende, - werden damit zu passiven Empfängern von höchst zweifelhaften Methoden, mit denen u.a. ein individuelles gesundheitliches Risikoprofil ermittelt werden soll, das auch bei Erwachsenen lediglich auf ein paar magere Themen beschränkt wird, Zitat: "Adipositas, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholkonsum, starker chronischer psychosozialer Stress", Zitatende.

Warum werden die großen Themen der Gesundheit und Kindergesundheit, wie u.a. Infektionen, die auch den Alltag, das Familien- und Berufsleben, damit auch Wirtschaft und Gesellschaft beeinflussen sowie belasten, ausgerechnet in der Prävention komplett ausgespart? Was verspricht man sich davon?
Hofft man vielleicht darauf, dass ein strategisch, durch Sport, gesunde Ernährung und penetrante Dauer-Begutachtung gestähltes, erfolgreiches und karrierebewusstes Kind etwa viel besser mit Denguefieber oder Hanta-Viren fertig werde, als ein kränkelndes Frühgeborenes, das von Anfang an in den Krankenkassen nichts als teure Scherereien verursacht?
Was wird ein Präventionsverständnis, das große Gesundheitsthemen ausspart und sich auf nur wenige Nebenschauplätze beschränkt, in den Köpfen von den dazu verpflichteten Laien-Medizinern in Grundschulen und Kindertagesstätten anrichten? Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich Eltern z.B. von Frühgeborenen oder Migrantenkindern bald dem latenten Verdacht ausgesetzt sehen, sie hätten sich nur schlicht falsch ernährt, geraucht, Alkohol getrunken, litten unter Bewegungsmangel oder seien ungebildet. Dieses Präventionsgesetz suggeriert damit, Medizin sei ganz einfach - ein Holzweg.

Was ist gesundes Verhalten und was nicht, abgesehen von den Allgemeinplätzen Bewegung (aber nicht zu viel, Sportunfälle können teuer werden!), frische Luft (aber nicht zu viel, draußen lauern vielerlei Gefahren!) und saisonale Mischkost (aber nicht die keimbelastete Variante)? Galt vor nicht wenigen Jahren der Kaffeekonsum noch als kritisch, empfehlen heute Mediziner dieses Getränk Lkw-Fahrern auf lange Strecken, weil damit die Unfallzahlen drastisch reduziert werden können, wie eine australische Studie jüngst zeigte. Sollten zur Unfallprävention auf unseren Straßen jetzt auch diejenigen Lkw-Fahrer Kaffee trinken, die ihn gar nicht vertragen oder mögen?
Und was hat ein Migrationshintergrund als solcher mit Gesundheitgefährdung zu tun? Zitat (Gesetzentwurf, Seite 29, unterster Absatz): "... Hieberbei können gezielt Personen aus gesundheitlich gefährdeten Zielgruppen angesprochen und motiviert werden, wie Menschen in beruflich und familiär besonders belastenden Lebensituationen, Menschen mit Migrationshintergrund und möglichen sprachlich, sozial oder kulturell bedingten Barrieren im Hinblick auf die Inanspruchnahme von präventiven Leistungen sowie chronisch kranke Menschen, bei denen das Auftreten weiterer Erkrankungen oder zusätzlicher gesundheitlicher Belastungen vermieden werden soll. Dies ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Verminderung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen", Zitatende

Die Medizin ist und bleibt kompliziert und individuell, sie ist gleichzeitig aber auch längst viel weiter als die Gesundheitspolitik und könnte noch deutlich mehr relevante Information anbieten als bisher geschehen, um - individuell - gesünder zu leben und damit echte Prävention leisten. Nur fehlt ihren Einrichtungen genauso wie den Schulen leider dauerhaft das Personal, die Ausstattung und damit das Geld für alles, was über ihre Kernaufgaben hinausgeht, und selbst die haben in der Gegenwart oft schon mehr die Züge eines Notfallprogramms statt noch mit Regelbetrieb zu tun. Billiger ist es dann allemal, irgendwelche, einfach gestrickten Risikofaktoren auszumachen, die angeblich auch noch auf Knopfdruck aus- und abgeschaltet werden könnten, wobei die sich solcherart vor den Karren spannen lassenden Grundschulen und Kindertagesstätten immer mehr zu Therapiebuden von zweifelhaftem medizinischen Niveau verkommen.
Träumt man mit dem Beschreiten solcher Wege etwa davon, hochkomplexe Krankheitserreger eines Tages tatsächlich mit ganz neuen, resistenten Kindern bekämpfen zu können?

Es ist nur eines jener klitzekleinen, aber so ungemein wichtigen Details, in dem großen Berg von noch mehr Gründen, warum immer weniger junge Menschen ihre vorhandenen Kinderwünsche gegenwärtig auch in die Tat umsetzen: Sie sind realistisch genug, sich selbst nicht für derart perfekt zu halten, wie es die schöne neue Welt einer alternden, ignoranten Republik für sie und ihre Kinder längst vorgesehen hat: Nur ein erzgesundes, perfektes Kind wird noch die Kondition besitzen, um bald zwei bis drei Ruheständler jahrzehntelang allein ernähren zu können und das auch noch bis ins eigene Grab. Bislang wünschen Eltern ihren Kindern aber immer noch so konventionell wie redlich eher die Erfüllung ihrer eigenen Interessen und Wünsche sowie ein glückliches Leben, - übrigens fördert das die Gesundheit - , anstelle einer dauerhaft fremdbestimmten Extrembelastung bis in den Tod.
Wenn sich politische "Strategien" durchsetzen, in denen eine individuelle Lebensgestaltung nicht mehr vorgesehen ist und sich Leistung nicht mehr lohnt, wird nicht nur die Zahl der Kinder weiterhin auf niedrigem Niveau herumdümpeln, sondern auch vom Wirtschaftsstandort Deutschland bald nicht mehr viel übrig sein.

Weitere Informationen, BMG, PDF: Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Prävention


2013-04-01, Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
Foto Banner: ©aph

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