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Belegte Brote + der einfachste Salat der Welt

Im Sommerhalbjahr schmeckt's auch kalt sehr gut

von Angelika Petrich-Hornetz

Wenn die Sonne auf die Nordhalbkugel zurückkehrt, muss man nicht mehr täglich etwas Warmes essen, auch die kalte Küche hat viel Leckeres zu bieten. Neben Salaten sind das belegte Brote, zum Beispiel der berühmte englische Gurken-Sandwich, selbstverständlich diagonal geschnitten, oder man legt warme Zutaten einfach auf eine gute Scheibe Brot, statt diese, wie im Winter, mit Kartoffeln, Nudeln, dicken Soßen und anderen mächtigen Beilagen zu kombinieren. Zweiter Vorteil: Ein belegtes Brot geht schnell und man hat folglich mehr Zeit, um die schönste Zeit des Jahres zu genießen. Eine ganz wunderbare Beilage zu jeder Sorte (belegte) Brote sind übrigens Suppen aller Couleur. Die machen belegte Brote sogar winterfest und -warm. Die Angaben sind jeweils für eine Person (Prädikat: "singlehaushaltsfreundlich")

Das erste Brot: Ei mit Kaviar und roter Beete auf Toast

Sie brauchen:
eine Scheibe Toastbrot,
eine Spur Butter,
ein nach Geschmack gerührtes und gewürztes Rührei,
einen guten Teellöffel Kaviar, Sorte je nach Geschmack und Geldbeutel,
ein paar Scheiben, im Glas eingelegte rote Beete.
Toast mit roter BeeteEtwas schwarzer oder weißer Pfeffer und Salz, wenig, da schon der Kaviar salzig ist
Nach Belieben, wenn es die Kalorienzufuhr zulässt, etwas Mayo

Erst das Ei auf den sehr zart gebutterten (sonst wird's zu fettig) Toast geben, darüber (wer mag) etwas Mayo und darauf den Kaviar schichten. Danach die Rote-Beete-Scheiben großzügig über den Toast verteilen. Das Ergebnis sehen Sie im Bild. Die rote Beete ersetzt die zum Ei oft gereichten Gurken, die feine Säure des eingelegten Gemüses passt hervorragend zum Ei und die würzige Süße ist ein schöner Gegensatz zum salzigen Kaviar.
Wem die Mayo noch obendrauf zu schwer ist, der lässt sie einfach weg. In der Mayonnaise wiederholt sich das Ei, das kann dem einen zuviel werden, der andere kann nicht genug davon bekommen. Echte Kenner machen Mayonnaise selbst - oder kennen zumindest viele, unterschiedlich gewürzte Sorten.
So ein "groß" belegtes Brot ersetzt eine ganze Mahlzeit, z.B. das Mittageessen.


Bild Gurkentoast zur Spargelsuppe

Das zweite Brot: Gurkentoast mit Spargelsuppe

Jetzt ist sie fast wieder vorbei, die Spargelzeit. Was man auf dem Bild leider nicht erkennen kann: die Gurken im klassischen Gurkentoast, der ganz wunderbar zu jeder Spargelsuppe und Spargelcremsuppe passt, und beides zusammen ist eine leichte Alternative zu Spargel + Kartoffeln + Fleisch - ein ideales Sommer-Mittagessen.

Sie brauchen:
zwei Scheiben Toast
eine Spur Butter
eine Spur Frischkäse
hauchdünne Gurkenscheiben, am besten geschält
nach Bedarf etwas Salz und Pfeffer

Die erste Scheibe Toast mit der Butter einstreichen, die zweite mit dem Frischkäse, dazwischen die Gürkenscheiben verteilen. Wer mag salzt und pfeffert die Gurken, aber bitte sparsam (weil das Süppchen für genügend Würze sorgt). Zusammenklappen und schön diagonal schneiden. Der Gurkentoast schmeckt im Sommer immer, auch pur, aber als Krönung zu einer Spargelsuppe oder Spargelcremesuppe, ist er geradezu ein Gedicht.
Tipp für Gurkenhasser und Apfelfans: Tauschen Sie die Gürkenscheiben einfach mit hauchdünnen Apfelscheiben aus: Sie werden staunen!


Bild Matjes-Gurke-Apfel

Das dritte Brot: Matjes mit Gurke und Apfel

Der Sommer 2014 ist angezählt. Schnell noch ein paar frische-knackige Scheiben aufgelegt. In diesem Fall handelt es sich bei der Unterlage um ein Roggenbrötchen, das auf den Toaster angeröstet wurde. Es sieht ziemlich voll aus, auf dem Brötchen, aber nachdem alles geschnippelt ist, geht es sehr schnell mit dem Belegen.

Sie brauchen:
eine Getreide-Unterlage: gerösteten Toast, Roggenbrötchen o.ä.
einen halben, frischen + zarten Matjes
eine Spur Butter
hauchdünne Gurkenscheiben
hauchdünne Apfelscheiben, möglichst ungeschält
ein paar hauchdünn geschnittene Zwiebelringe o. - halbringe
nach Bedarf etwas Salz und Pfeffer

Die Unterlage toasten. Die Apfel- und Gurkenscheiben darauf geben. Den in mundgerechte Stücke geschnittenen Matjes daruf verteilen und darauf die Zwiebeln, etwas Salz und Pfeffer. Wer es mag oder bei diesem Quasi-Heringssalat-auf-Brot vermissen sollte, gibt noch einen Klecks saure Sahne oder Mayo obendrauf.

 

Bild, Brot Forza Italia

Das vierte Brot: Forza Italia!


Grün-Weiß-Rot sind die Farben Italiens. Das klassische Tomatenbrot muss ganz genauso aussehen. Wir haben auch hier keinen Toast oder klassisches Weißbrot, sondern in diesem Fall ein saftig-frisches und trotzem festes Roggenbrot gewählt. Bei viel Flüssigkeit im Belag ist ein knackiges Untendrunter ein leckerer Gegensatz.

 

Sie brauchen:
eine o. mehrere Scheiben saftiges, aber festes Roggenbrot (o. krachend-knackigen Toast, Baguette o.ä.)
aromatische Tomaten
frische Basilikumblätter
etwas Butter
nach Bedarf etwas Salz und schwarzer Pfeffer

Die Scheibe Brot mit Butter bestreichen. Wer mag, legt jetzt noch ein paar Scheiben Mozzarella darauf, aber auch nur mit Butter ist so ein Tomatenbrot eine frische, leckere Mahlzeit. Die gewaschenen Tomaten in Scheiben schneiden. Den Basilikum sehr gut waschen, bzw. "baden und duschen" (erst in Wasser schwenken, abgießen und die Blätter kräftig abbrausen). Tomatenscheiben und Basilikum abwechselnd und schön (das Auge isst mit) auf dem Brot arrangieren, danach, nach Geschmack, etwas salzen und pfeffern.

 

Bild Knusprig mit Avocado

Das fünfte Brot: Knusprig mit Avocado

Sie brauchen:
eine Avocado
zwei kleine oder eine mittelgroße Tomaten
eine wirklich kleine Zwiebel, Perlzwiebel o. Schalotte
evtl. eine sehr kleine oder halbe, geviertelte Knoblauzehe
Zitronensaft
Salz und Pfeffer
evtl. eine Messerspitze Meerettich u./o. einen guten TL Crème Fraîche oder Joghurt

Die Zwiebel - und, wer mag, eine Knoblauchzehe - sehr fein hacken und - wenn vorhanden im Mörser, sonst in einer Schüssel, einem tiefen Teller - anschließend zerdrücken, dazu etwas Salz hinzufügen, dann geht es einfacher. Die reife Avocado halbieren, den Kern herauslösen, das Fruchfleisch mit einem Löffel herausschaben und anschließend in einem tiefen Teller mit einer Gabel zerdrücken. Die Tomaten in eine tiefe Schüssel geben, mit gekochtem, noch heißem Wasser übergießen, anschließend die Hautabziehen und fein würfeln. Die Tomaten und Zwiebeln (und Knoblauch) zur Avocado geben und alles verühren bzw. mit der Gabel dabei weiter zerdrücken, die Créme mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag gibt nun noch einen TL Joghurt oder Crème Fraîche dazu oder auch eine Messerspitze Meerettich (speziell, mag nicht jeder!).
Als Unterlage haben wir ein in der Pfanne, mit einem Esslöffel Oilvenöl gebratenes, dünnes Graubrot ausgewählt - als knusprigen Gegensatz zum weichen Brotaufstrich.
Tipp: Für eine Avocadocrème braucht es etwas Übung. Eine wirklich gute Avocadocrème ist erst dann richtig, wenn man keine einzige, einzelne Zutat mehr herausschmecken kann, also weder salzig, zitronig, tomatig, avocadig, zwiebelig etc., sondern, wenn sich alle Zutaten zu einem einzigen, wunderbaren, frischen Gesamtgeschmackserlebnis verbinden. Also: nicht aufgeben - probieren geht über studieren!

 

Der einfachste Salat der Welt - auf dem Foto mit Reis, gerösteten Zwiebeln und Krabben

Der einfachste Salat der Welt

Was passt dazu?.
Was passt nun zu all diesen Broten? Da uns die Meteorologen für den September 2014 tatsächlich noch ein paar schöne Sommertage mit langen lauen Abenden (keine einstelligen Nacht-Temperaturen!) versprochen haben, verschieben wir die Suppen in den Herbst - und planen zu allen Broten einen spätsommerlichen Grillabend mit sämtlichem Grillgut. Zu jedem Grillabend gehört aber, trotz aller mit reichlich mit frischen Zutaten belegten Brote, immer auch eine ansehnliche Schüssel Salat.
Hier kommt das Rezept für den einfachsten Salat der Welt:


Sie brauchen:
einen grünen Salat, z.B. Ruccola, Blattsalat o.ä.
eine halbe oder sehr kleine Zwiebel
einen guten, Weißwein- oder Apfelessig oder Condimento bianco
ein Becher purer Joghurt, evtl. 2-3 Esslöffel Kondensmilch
Salz, Pfeffer, brauner Zucker
Schnittlauch oder Dill

Die Zwiebel sehr fein hacken, zwei bis drei Esslöffel Essig dazugeben, Salz, Pfeffer und eine gute Prise braunen Zucker hinzugeben, mit einer Gabel verrühren. Nun den Joghurt mit der Essig-Zwiebelmischung verrühren, bis die Salatsauce eine schöne Konsistenz hat. Schnittlauch und Dill sorgfälitg waschen, abtropfen lassen und fein hacken, in die Sauce geben und verrühren, noch einmal abschmecken. Wem die Sauce ausschließlich mit dem puren Joghurt etwas zu säuerlich ist, der gibt jetzt noch zwei, drei EL Kondensmilch hinzu.
Den Salat sorgfältig waschen, abtropfen lassen, ungenießbare Blätter und Teile entfernen, je nach Größe halbieren oder vierteln und auf einem Brett mit einem scharfen Messer in feine Streifen schneiden. Den Salat zur Soße geben und mit einem Salatbesteck oder Löffel und Gabel gut vermischen.
Tipp: "Salat To Go" - zwei, drei EL Salat sehr gut abtropfen lassen, zwei gehackte Walnusskerne und ein paar Käsewürfel (z.b. mittelalten Gouda, Emmentaler) dazugeben, vermischen. Ein Brötchen aushöhlen, die Salat-Walnuss-Käsewürfel-Mischung mit Hilfe eines Teelöffels in das Brötchen stopfen, eine Serviette drum herum - losgehen und hineinbeißen.

Guten Appetit!, Fortsetzung folgt.


2014-08-29, Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
Fotos: ©aph
Foto Banner: ©aph

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