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Abschalten - Der wahre Luxus

Worauf wartet man eigentlich noch?

Von Angelika Petrich-Hornetz

Eine doch erstaunlich junge Studie einer Londoner Werbeagentur will herausgefunden haben, dass die Verbraucher in den nächsten 25 Jahren viel mehr Macht hätten, sie würden anspruchsvoller und fordernder werden und demnächst hätten vor allem die Kunden in Asien, Afrika und Südamerika das Sagen.
Bis auf Letzteres sind das alles Wiederholungen, die Verbraucher und Konsumenten bereits seit mindestens fünfzig Jahren hören und trotzdem werden sie, und damit wir alle, seit mindestens ebenso vielen Jahren mit Gütern und Geräten überschwemmt und vollgestopft, die kaum ein Verbraucher je angefordert hätte. Verbraucher haben eher den Eindruck, dass sie es vor allem mit Produkten zu tun haben, die nach wie vor von einem Trupp F&E-Abteilungen hinter verschlossenen Türen entwickelt werden, also ohne jede Verbraucherbeteiligung. So präsentierte zum Beispiel die Consumer Electronics in Los Angeles Anfang des Jahres wieder eine ganze Menge Dinge, die eben nicht jeder braucht, aber im Zuge des "Internets der Dinge" für sehr viel Aufmerksamkeit sorgten, eine Aufmerksamkeit, die nicht immer etwas mit daraus folgendem Umsatz zu tun hat.

Da wurde zum Beispiel "Mother" präsentiert, deren Entwickler vom französischen Unternehmen Sense mit der Namensgebung durchaus Humor bewiesen haben, schließlich überwacht das weiße, harmlos bis niedlich aussehende, sogar mit Augen und einem lächelndem Mund versehene, schneeweiße, rundliche Ding anhand von Sensoren den Haushalt - und damit auch dessen Haushaltsangehörige, inklusive der Kinder. Der Computerzeitschriften-Verlag Heise nannte "Mother" ein Beispiel für die "Überstrapaziertheit des Internets der Dinge", aber immerhin "formschön". So lässt sich mit Hilfe des Kunststoffknuddels u.a. so Wichtiges herausfinden, wie lange die Katze außer Haus ist, oder eben die Kinder. Es lässt sich außerdem die korrekte Dauer des Zähneputzens messen oder es werden automatische Warnungen abgeben, z.B., wenn die Temperatur im Kühlschrank absinkt.

Ein anderes Spielfeld sind die so genannten "Smart Wearables", Miniaturausgaben tragbarer Geräte, die so gut wie nichts wiegen und ähnlich wie "Mother" zahlreiche Daten ihrer Nutzer sammeln, auswerten und dadurch den Alltag erleichtern sollen. Laut Prognosen werden Wearables zu einem zweistelligen Milliardenmarkt anwachsen. Manch einer wartet schon seit Jahren darauf, die lästig verlegten Smartphones und schmuddelig werdenden Tablets endlich am Handgelenk tragen zu können, wie die alltägliche Armbanduhr.
Seit längerem bekannt sind Sportmessgeräte, die Blutdruck, Atem- oder Schrittfrequenz überprüfen: Inzwischen gibt es auch Ohrstöpsel, die das können, mit und ohne Sprachsteuerung. Auch die Modeindustrie arbeitet schon seit Jahrzehnten an der Verknüpfung von Textilien und nützlicher Elektronik und bringt immer ausgefeiltere Prototypen hervor. Die Wearables-Hersteller nennen die aktuelle Gegenwart übrigens die "Übergangsphase", die weg von sperrigen Geräten mit ihren monströsen Bildschirmen führt - hin zu den Nutzer fortan "umhüllenden Anwendungen".

Ob allerdings alle Verbraucher von Anwendungen 24 Stunden lang am Tag umhüllt werden möchten, ist eine gute Frage. Ähnlich wird seit Längerem am selbststfahrenden Auto herum experimentiert, das wohl einst aus den Problemen mancher Leute mit dem Einparken entstanden ist. Und auch hier lautet die Frage, ob wirklich jeder, der sein Auto bekanntlich liebt, eines will, das ausgerechnet der Fahrerin/dem Fahrer das Steuer aus der Hand nimmt, was infolgedessen nicht mehr viel mit selbstbestimmter Fahrweise zu tun hätte. Als Fluchtwagen eignete sich so ein Pkw dann wohl kaum noch, nicht nur weil die Eurpäische Union an den technischen Möglichkeiten zum Ausschalten "nicht kooperativer Fahrzeuge" arbeitet, sondern weil ein ganz plötzlich individuell gewählter Weg, auch ohne Gefahr für die Allgemeinheit, dann einfach nicht mehr möglich ist. Das Auto würde sich glatt weigern, das zu tun, was der Pilot gedachte, zu tun.

Solcherart eingeschränkte Fortbewegungsmöglichkeiten ausgerechnet eines "Automobils" strahlen höchstens noch den Charme eines Klein-Busses ohne Busfahrer, aber mit vorgeplanter Route aus. So wenig Strahlkaft könnte zum Schuss ins eigene Knie werden. Das galt auch schon für die Katzenklappe: Es ist schließlich immer noch ein Unterschied, ob nur die Katze oder neuerdings auch die jugendlichen Kinder elektronisch überwacht werden, sobald sie es wagen, das digitalisierte, "sichere" Zuhause zu verlassen. Nicht nur rein theoretisch müssten in Deutschland solchermaßen ausgerüstete Eltern zumindest ihren volljährigen Kinder eine Datenschutzerklärung unterschreiben, dass sie die Daten der Kinder ausdrücklich nicht an Dritte weitergeben sowie regelmäßig löschten bzw. nur mit deren ausdrücklichem Einverständnis nutzen dürften. Gestalten diese Möglichkeiten der privaten Vorratsdatenspeicherung den Familienalltag damit wirklich einfacher und sicherer oder wird es nur noch komplizierter?

Damit stellt sich die Frage nach der informationellen Selbstbestimmung bei diversen Gebrauchsgegenständen des alltäglichen Lebens künftig immer und überall, insbesondere auch die Datensammlungen in gegenwärtigen PKW, die bereits jetzt nur die Werkstätten auswerten können und die immer mehr Begehrlichkeiten von diversen Behörden wecken werden.
Nachvollziehbar forderte der Deutsche Verkehrsgerichtstag dieses Jahr deshalb, dass den Autokäufern u.a. zunächst einmal ein juristisches Recht verschafft werden muss, Auskunft über die im käuflich erworbenen Neuwagen vorhandenen Datensammel-Einrichtungen zu erhalten. Nicht wenigen Autofahrern war und ist diese Raffinesse ihres fahrbaren Untersatzes bislang nicht einmal bekannt, geschweige denn irgendein Recht, über das man Auskunft erreichen könnte.

Die stete Umrüstung der jüngsten Vergangenheit ehemals analoger Gerätschaften in digitalisierte, sendende und empfangende Gebrauchsgegenstände schafft also immer neue Gegebenheiten und wirft damit immer neue Fragen bis hin zu ganzen Feldern neuer juristischer Spitzfindigkeiten auf. Die gesetzgeberischen und juristischen Schlachten könnten bereits im Vorfeld jedoch auch vermieden bzw. zumindest deutlich reduziert werden, damit sie nicht erst ausufern - und der Gesetzgeber hätte dann möglicherweise weniger zu tun. Staat und Justiz müssten lediglich noch einen vernünftigen Rahmen abstecken, wenn sich die europäische Wirtschaft zu etwas entschließen könnte, das nicht nur dem Verbraucher, sondern auch den Unternehmen gefällt sowie nutzt, nämlich schlicht den Markt entscheiden zu lassen: Selbstverständlich, man könnte angesichts von überbordenden Datensammlungen natürlich auch für jede einzelne, technische Neuerung ein eigenes Gesetzbuch schaffen und das müsste man wohl auch,, aber es wäre wesentlich einfacher und billiger, die Möglichkeiten von Herstellern und Technik zu nutzen und den Markt, und damit die Nachfrager entscheiden zu lassen, wie durchsichtig, erreichbar, überprüfbar und kontrollierbar sie selbst sein wollen. Dafür bedarf es dann schon genug Gesetzeswerke, einige Grundlagen, wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, sind auch schon vorhanden.

Die Rückkehr des Purismus

Die frühere Bundesarbeitsministerin von der Leyen hatte vor geraumer Zeit noch die 24-Stunden-Erreichbarkeit von Arbeitnehmern angeprangert, die frühere Bundesverbraucherministerin Aigner hatte einen Radiergummi fürs Internet gefordert, wie vor ihr schon Eric Schmidt von Google, insbesondere für Jugendliche, so dass Volljährige selbst entscheiden können, welche ihrer jugendlichen Missestaten im Internet gelöscht werden oder bis in alle Ewigkeit stehen bleiben sollen.
Ernst genommen wurden alle drei Vorschläge nicht besonders, erstaunlich für eine westliche Industriegesellschaft, die andererseits ständig darüber lamentiert, dass angeblich ausschließlich ihre Kinder zu viel vor Bildschirmen hockten und langsam durchdrehten, weil sie gar nicht mehr anders könnten. Dabei gibt es einen Konsens darüber, dass Menschen, die ständig online und erreichbar sind, damit einhergehend gleichzeitig immer weniger offline und unerreichbar sind und weniger am echten Leben teilnehmen, wobei man mittlerweile trefflich darüber streiten kann, was das echte Leben überhaupt noch ist. So viel ist aber sicher: Der Wald und die Wiese sind noch nicht digitalisiert. Vielleicht kommt das ja noch. Bis dahin bleibt die Balance, das Finden eines Gleichgewichts zwischen digitalen Notwendigkeiten oder Vergnügen und analogem Echt-Leben eine schlichte Notwendigkeit, so wie es auch beim Gleichgewicht zwischen Erreichbarkeit und Unerreichbarkeit, zwischen Überwachung und Nicht-Überwachung, zwischen Berufs- und Privatleben notwendig ist, wechseln zu können.

Doch immer mehr Geräte lassen sich gar nicht mehr abschalten, was nicht nur zu exorbitanten, dazu noch unnötigen Stromverbräuchen im Stand-by-Modus führt, sondern auch der fortwährenden Datensammlung, der dauernden Überwachung und damit auch der ständigen Erreichbarkeit von Verbrauchern und Unternehmen dient.
Es existieren inzwischen Unmengen von Vorschlägen, um dem Einhalt zu gebieten, aber die beste Antwort wäre die, dass sich die europäische Wirtschaft endlich dazu aufrafft, eine Industrie anwendungsfreundlicher Produkte für Geschäfts- und Privatkunden zu entwickeln, die sich nach Bedarf nicht nur anschalten, sondern auch ausschalten lassen. Wer auch abschalten kann, kann sich gleichzeitig irgendwelchen ausufernden Überwachungsmethoden inklusive ausufernder Stromverbräuche ohne Kundennutzen ganz schlicht zumindest temporär entziehen. Dass die Stromersparnis funktioniert, zeigt u.. der alljährliche, gerade wieder stattgefundene "Earth-Day" - eine Stunde im Jahr in allen Zeitzonen das Licht aus - so etwas wäre auch einmal im Monat drin.

Welche Produkte von privaten und Unternehmens-Kunden wirklich gefragt sind, sollte schon der Nachfragermarkt entscheiden, das kann dieser aber nur, wenn es überhaupt entsprechende Angebote gibt - und die fehlen bislang. Es dürfte auf der Herstellerseite aber auch. nicht ohne technischen Reiz sein, vielleicht auch herausfordernd werden, aber sicher nicht unmöglich sein, neue Ausschaltfunktionen und neue Abschaltprogramme zu entwickeln, die den jeweiligen Anwender in die Lage versetzen, temporär unerwünschte Funktionen in Telefonen, Autos und Haushaltsgeräten sowie ganzen Maschinenparks und Firmennetzwerken abzuschalten. Ein mittelständischer Maschinenpark, der bei einem Hackerangriff mit einem Klick auf "internes Notfallnetzwerk" umgestellt werden kann, ist sicher immer nur so gut wie seine Widersacher, aber es wäre eine Möglichkeit für einer ganze Reihe von Produkten und Anwendungen, die dem jeweiligen Anwender wieder mehr selbstbestimmtes Handeln ermöglichte, das unabdingbar für jede gut funktionierende Wirtschaft ist. Ganz sicher wünschen sich nicht nur irgendwelche Nachtdienst-Mitarbeiter genauso wie andere ein funktionierendes Handy schon lange einen Ausknopf für die Haustürklingel und das Festnetztelefon. Der Bedarf an abschaltbaren Anwendungen hat schon ganz andere Bereiche und Ausmaße angenommen, die weit über eine lediglich nur lästige Dauererreichbarkeit hinausgehen.

Der Reiz der diesjährigen Retro-Autoschauen, des Pariser Salons "Retro Mobile" und der "Techno Classica" in Essen liegt längst nicht mehr nur in der Ästhetik formschöner Alt-Automobile, sondern inzwischen auch mindestens ebenso im wortwörtlich ungestörten Fahrvergnügen. Kein geringerer als VW-Chef Martin Winterkorn sprach sich vor Kurzem zwar auch für Sicherheitstechnologie aus, aber genauso vehement verwahrte er sich gegen eine Dauerüberwachung des Autos - und damit des Autofahrers. digitalisierten Ausrüstung ihres Vehikels sehr zu schätzen wissen, werden, zu anderen als Arbeitszeiten sicher Interesse daran haben, ihre hochgerüsteten Wagen zumindest zeitweise auf analog zu schalten, und dabei höchstens noch die Diebstahlsicherung und den Airbag für den Notfall eingeschaltet zu lassen. Und für manche Zeitgenossen wäre es auch schlicht nur beruhigend zu wissen, dass das überhaupt noch geht. Dass genau solche feinen Details entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Produkts werden können, weiß jede gut geführte Marketingabteilung.

Probieren geht in diesem Fall über Studieren, Abschalten ist so machbar wie Anschalten - und sollte entsprechend umgesetzt werden. Wenn es nicht in Europa gemacht wird, wird es woanders erfunden. Für Europa wäre die Eröffnung eines neuen Wettbewerbs anwenderfreundlicherer Produkte außerdem die eleganteste Antwort auf die angelsächsische Überwachungsorgie, die schließlich alle Hände voll damit zu tun hat, über ihre gesammelten Daten überhaupt noch Herr zu werden, während sich "die Anderen" in Datenpausen ebensolche leisten können.Und dass noch kein nennenswerter Markt für entsprechende Angebote vorhanden ist, sagt nichts über die stetig wachsende, latente Nachfrage aus. Denn die Nachfrage von Puristen wird chronisch unterschätzt, sie werden gegenwärtig nicht oder nur sehr schlecht bedient. Der Markt für Puristen verlangt geradezu danach, eröffnet zu werden. Die europäische Wirtschaft sollte es sich nicht nehmen lassen, ihnen weltweit entgegen zu kommen und damit eine so innovative wie passende und marktgerechte Antwort auf die Überwachungsindustrien ideenloser Volkswirtschaften zu geben.

In einer Branche hat sich das Konzept Purismus kürzlich durchgesetzt: Ausgerechnet die sich in Dauer-Krise befindende Branche der Print-Magazine machte es vor und brachte 2009 einen regelrechten Purismus-Vorreiter hervor, nämlich das Magazin "Landlust", das inzwischen Marktführer in seinem Segment ist. Ein Magazin-Konzept, das sich konsequent der Einfachheit und der Ästhetik abseits jeder Digitalisierung verschrieben hat, gab es vorher gar nicht. Schauen Sie sich jetzt in den Zeitschriftenregalen um, die bersten inzwischen vor lauter ähnlich gemachten Blättern, so gut kommt dieses Konzept inzwischen an. Dieser Erfolg hatte übrigens die Branchen-Experten seinerzeit sehr überrascht.

Warum sollte das nicht auch bei anderen Produkten funktionieren? Und wer dazu noch an- und abschalten kann, wann und wie er möchte, muss sich auch nicht komplett ins analoge Retro-Leben verabschieden. Doch wer sich Aus- und Abschalt-Technik nicht leisten kann oder will, für den wären günstigere Produkte ohne jeden Firlefanz und technischen Schnickschnack auch heute noch attraktiver als das vorhandene Nichts. Möglicherweise lässt sich sogar die Pkw abstinente Jugend Europas damit auch wieder auf das Autofahren ein. Die brauchen sowieso kein fahrbares Smartphone, die haben alle schon eins.

Die Wünsche nach einfach anwendbaren Produkten sind überall zu hören: Das Telefon, mit dem man nur telefonieren möchte, der Fotoapparat, der nur aufnehmen soll, die Waschmaschine, die nur waschen soll, der Fernseher, der nur senden und nicht irgendwelche Daten über die Sehgewohnheit der Zuschauer empfangen soll, das Auto, das lediglich von A nach B fahren soll, es gibt sie, Milliarden Kunden auf der Welt, die pure, einfach zu bedienende Produkte bevorzugen, die genau das tun, was sie sollen und über die der Kunde allein und selbständig entscheidet, wann das Produkt was macht oder wann was nicht. Purismus und/oder Abschaltefuntkionen machen Produkte für die Kunden nicht unhandlicher, sondern im Gegenteil, lediglich überschaubarer. Moderne Produkte und Konzepte passen sich den Bedürfnissen ihrer Nutzer an - und nicht umgekehrt. Und dazu gehört auch das Abschalten - ohne dafür erst den Helpdesk anrufen zu müssen. Eine wachsende Kundengruppe, nicht nur private, hat kein Interesse daran, ständig erreichbar und nachverfolgbar zu sein. Die Herstellung und "Wartung" von Privatsphäre und ungestörter Entwicklung wird zu einem knappen Gut - und damit zu einer handelbaren Produkt- und Dienstleistungsgruppe.

Gibt es natürlich in gewissem Maße auch schon heute, ja, doch, aber wer hat schon Zeit und Lust erst einmal, fünfzehn Seiten Handbuch zu lesen, um alle Funktionen abzustellen, die man im Alltag jetzt noch nicht braucht oder absehbar nie benötigen wird?.Wie viele Milliarden Umsatz ließen sich mit solchen faulen Kunden machen?
Nicht jeder Familienvater möchte seine Jüngsten auf den Rücksitzen mit internetfähigen Bildschirmen ausgestattet sehen und hat auch selbst kein Interesse daran, während der Fahrt mit völlig überflüssigen Zusatzinformationen überschwemmt und nicht zuletzt vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu werden.

Eines Tages werden Kunden nicht nur im Telefonladen ein "reines Telefon" fordern, sondern auch einem verdutzten Autoverkäufer entgegen schmettern, sie wollten , pur, ohne Internetanschluss, ohne Einparkhilfe (können sie selbst), ohne jede Überflüssigkeit, sie wollten mit ihrem Auto schließlich nur fahren. Der in der Herstellung immer noch existierende Verkäufer-Markt gibt dafür leider noch viel zu wenige Purismus-Modelle her.
UteKurz vor Redaktionsschluss für diesen Artikel stellte Citroen beim Genfer Autosalon seinen Klein-SUV "C4 Cactus" vor - als alltagstaugliches, sparsames Gefährt beworben, das nach eigenen Angaben, überflüssigen Firlefanz konsequent zu vermeiden sucht. Pur, ohne Onlinedienste, Einpark- und Fahrhilfen sowie Touchscreen-Monitor wollte man allerdings auch den Cactus nicht auf den Markt bringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht gibt's ja doch bald auch einen ohne diesen ganzen Schnickschnack oder man kann das alles nach Bedarf einfach abschalten - mit einem einzigen "Klick"...


2014-04-01, Angelika Petrich-Hornetz
*Der Name ist der Redaktion bekannt
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
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