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Entwicklungen - Trends - Hintergründe
Editorial

Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach.
Heraklit ~ 540 bis 480 v. Chr.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer verwendete "zunächst einmal" häufig in seinen Reden. Es passte sehr gut in die unsichere Zeit der Anfänge der Bundesrepublik, in der die Einstweiligkeit jeder jetzt getroffenen Entscheidung nur allzu offensichtlich war. Wer wusste damals schon, wie es weitergehen wird? Und so wurde auch Bonn zunächst einmal zu ersten Bundeshauptstadt - und sollte es dann immerhin über vier lange Jahrzehnte bleiben.

Man begnügte sich damit, vorläufige und damit nicht endgültige, sondern voraussehbar endliche Entscheidungen zu treffen, weil sich das Leben im rasanten Tempo weiterentwickelte - womit sich die (Rahmen)-Bedingungen und mit ihnen die Entscheidungsgrundlagen zügig und immer wieder ändern konnten.

Inzwischen verhält es sich anders. Man bewegt und berechnet riesige Datenmengen und meint, anhand dieser genaue Zukunftsprognosen entwerfen und schon heute endgültige Entscheidungen für alle Ewigkeit treffen zu können. Aber die Statistiken bilden dann doch wieder nur den jeweiligen Augenblick ab, so dass selbst klitzekleine Änderungen im Jetzt zu großen Verschiebungen in der Zukunft führen können.

So manche Voraussage, und so manche darauf beruhende Enscheidung wirken dann wie unpassende Fallbeile - unabänderlich, unumstößlich, krampfhaft, niederschmetternd - eine Endgültigkeit herbeiführend, die gar nicht existiert. Dann schlägt das Leben wieder einen seiner berühmten Haken, und die ehemaligen Entscheidungen sind plötzlich veraltet, überholt, widersinnig geworden und passé. Wir müssen sie dann revidieren und uns neue einfallen lassen.
Etwas wie der alte Adenauer zunächst einmal zu beginnen, - spätere Anpassungen sowie Änderungen nicht ausgeschlossen - und immer wieder neu zu verhandeln und zu entscheiden, erscheint da gar nicht so verkehrt zu sein.

Eine Wirtschaftswetter-Sommerausgabe, in der sich ständig alles ändern kann, verspricht interessant zu werden. Schauen Sie deshalb auch in diesem Sommer öfter bei uns herein, wir veröffentlichen wieder laufend bis zum 30. September.

In diesem Sinne, Ihnen einen gelungenen Sommer mit dem Mut zur Vorläufigkeit im steten Fluß
Ihre
Angelika Petrich-Hornetz

Lübeck, im Juli 2015

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