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Hüpfen

Oder: Alle Kinder fliegen hoch!

von Emily*

Link E-Mail, Foto Kinder auf Hüpfburg Als ich September das Titelbild im Wirtschaftswetter gesehen habe, auf dem Kinder auf einer Hüpfburg herumsprangen und einige dabei ganz hoch flogen, fiel es mir wieder ein. Vor ein paar Wochen, als wir vor dem Essen ein spielten, gab es einen ganz schönen Streit. Mein Bruder meinte wirklich, die Regeln müssten geändert werden! Vielleicht kennt ihr das Spiel: Dabei müssen alle mit den Fingern auf den Tischrand trommeln. Dann wird gerufen: "Alle Vögel fliegen hoch!" und alle heben die Finger und jubeln. Dann ist der nächste dran und ruft: "Alle Kinder fliegen hoch!". Eigentlich hätte man genau dann verloren. Aber mein Bruder behauptete, 1977 wurde in eine Österreich die Hüpfburg erfunden, deshalb könnten seitdem alle Kinder fliegen. Und so hatte der doch nicht verloren - jedenfalls nach ein paar Diskussionen darüber.

Der Traum vom Fliegen

"Der Mensch träumte immer schon immer vom Fliegen", sagte mein Vater. Vielleicht kommt es also daher, dass die Menschen sich neben dem Fliegen mit Flugzeugen ständig Geräte einfallen lassen, die das schöne Gefühl, frei wie ein Vogel zu sein, nachempfinden lassen? Heute kann man ja sogar in der Luft surfen oder mit einem Fluganzug von einem Berg oder aus einem Flugzeug springen, auch wenn das ganz schön gefährlich ist. Für Kinder ist das also eher nicht geeignet. Dagegen sind Hüpfburgen wegen dem Spaß, aber genauso auch wegen ihrer Sicherheit bei Kindern - und Eltern - sehr beliebt. Hüpfburgen sind laut Wikipedia aufblasbare "Gebilde aus luftdichtem Gewebe" - in allen mögilchen Formen, Farben und Größen.

Die Hüpfburg oder Luftburg

Hüpfburgen haben zwar manchmal auch scharfe Kanten. Damit sie von vielen Kindern besucht werden, vermeidet man die jedoch tunlichst: Die hüpfenden Kinder sollen möglichst überall hin weich fallen. Erfunden wurde die Hüpfburg - mein Bruder hatte Recht - von Elisabeth Kolarik, einer Gastronomin aus Wien/Österreich. Sie suchte 1977 ein Spielgerät für ihre Tochter. Eltern erfinden ja öfter mal was, wenn sie sich die Interessen ihrer Kinder ansehen und nichts Passendes dafür finden. Leider wurde das fürs Kinderzimmer in England genähte Ding aber viel zu groß, weil die Engländer Zentimeter mit Zoll verwechselten. Es passte also nicht mehr ins Kinderzimmer, dafür aber wenigstens in den Garten.
Aus diesem eigentlich blöden Fehler, machte Frau Kolarik dann einfach das Beste - und entwarf noch viel mehr Hüpfburgen für draußen. Sie nannte sie aber nicht so, sondern "Luftburgen". Leider hat sie sich ihre Erfindung nicht als Patent schützen lassen, denn, wenn man die vielen Hüpfburgen heutzutage sieht, die auf jedem großen und kleinen Fest stehen, dann wäre sie allein damit steinreich geworden, sagte meine Mutter. Aber Frau Kolarik vermietet und verkauft ihre Burgen - und inzwischen hat sich auch herumgegesprochen, wer den großen Spaß für kleine Leute erfunden hat. Im nächsten Jahr feiert die Luft-Hüpfburg also schon den 40. Geburtstag.

Man kann auch "rausfliegen"

Manche Hüpfburgen sind gefährlicher als andere, so dass manchmal Kinder regelrecht "herausfliegen" und sich beim Aufprall auf einen harten Boden verletzen können. Deshalb gibt es jetzt auch wichtige Regeln, die alle einhalten müssen, die eine ausleihen, kaufen und aufbauen wollen. Auf unserem Foto ist die "Hüpfburg" dagegen "nur" eine riesige große Hüpfblase, die aus dem Boden schaut und auf der mindestens 50 Kinder gleichzeitig herumspringen können, ohne sich weh zu tun. So viel Platz ist da. Man kann von der Blase sanft an den Seiten heruntetrutschen, außerdem springt man an den Seiten einfach nicht so gut und hoch wie genau in der Mitte. Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht, aber man verletzt sich auf so einer großen Blase offenbar nicht so oft und schlimm wie in einigen anderen Springburgen. In der Mitte fällt man immer weich, am Rand gleitet man nur hinunter.

Was ich aber am allerbesten an der ganzen Hüpferei finde? Dass eine Erwachsene dafür gesorgt hat, das es seitdem überall auf der Welt immer mehr hüpfende Kinder gibt, die richtig Spaß haben


2016-10-01, Emily*
Text: ©E&M*, Kinderredaktion
Foto Banner: aph

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