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Sauerkraut

Kraut pur - Lecker im Herbst

von Angelika Petrich-Hornetz

Wer für Sauerkraut nichts übrig hat, hat in der Regel schlechte Erfahrungen gemacht. Das ist kein Wunder, weil die regionalen Unterschiede bei der Zubereitung so zahlreich sind wie die Anzahl der Haushalte. Versuchen Sie einmal Folgendes.

Sauerkraut - ist einfach gesund


Sauerkraut, der milchsäurevergärte Kohl, gilt nicht umsonst als gesund, denn ist vollgestopft mit Vitaminen und Mineralstoffen, enthält im rohen Zustand Milchsäurebakterien, ist außerdem fettfrei und hat lächerlich wenige Kalorien. Lediglich Histam-Allergiker sollten etwas vorsichtig sein, alle anderen können Unmengen davon vertilgen. Früher war es im Herbst und Winter ein wichtiger Vitamin-C-Lieferant, als der es inzwischen auch wiederentdeckt wurde.

Sauerkraut auf die einfache Art

Kürzlich hatte ich das Glück, richtig gutes Sauerkraut zu bekommen. Es war pur, nur mit Salzlake hergestellt worden, kein Essig, kein Wein nix. Es schmeckte bereits roh ganz vorzüglich. D.h.: Achten Sie beim Einkauf auf die Qualität der Ware. Lieber weniger Kraut einkaufen und verspeisen, aber richtig gutes, dann bleibt auch nichts auf dem Teller liegen.

Man nehme:
richtig, gutes Sauerkraut
Etwas Fett - z.B. bei einer kleinen Menge einen halben bis ganzen Teelöffel Butter
eine kleine Zwiebel (bei größeren Mengen, nehmen Sie von allem entsprechend mehr)
ein paar Wachholderbeeren
Schwarzen Pfeffer
Und: Das war's! Ein richtig gutes Sauerkraut schmeckt auch ohne die übliche Salzerei und viel Zusatz von weiteren Gewürzen oder Fett ganz hervorragend.

Zubereitung
In einen ausreichend großen Topf die Butter (Fett) geben, den Herd anschalten und auf kleiner Flamme warm - nicht zu heiß, damit Butter oder Öl nicht verbrennen - werden lassen. Darin die gewürfelte Zwiebel geben und dünsten, bis sie glasig ist. Nehmen Sie lieber weniger Zwiebel als zu viel. Die richtige Menge gibt dem Kraut etwas Pfiff, aber man darf die Zwiebel auf gar keinen Fall herausschmecken.

Nehmen Sie vor dem Kochen eine kleine Menge rohes Kraut ab und stellen Sie es beiseite. Dieses rohe Kraut rühren Sie ihrem gekochten Kraut später unter. Ähnlich wie bei der Zwiebel darf es nicht zu viel sein, sondern gerade soviel, dass es nicht (!) herausschmeckt.

Wenn die Zwiebeln glasig sind, das Kraut hinzugeben und kräftig durchrühren. Anschließend Wasser auffüllen, das Kraut muss gut bedeckt sein. Je nach der Menge des Krauts, die Sie verwenden, dürfen etwa ein bis zwei Zentimer Wasser überstehen. Nun die Wacholderbeeren (auch hier gilt: nicht zu viele!) und schwarzen Pfeffer hinzugeben, noch einmal umrühren und dann - nicht zu heiß - aufkochen lassen. Dann auf kleiner Flamme ca. eine halbe Stunde garen (kochen bzw. dünsten), und zwar mit geschlossenem Topfdeckel.

Wenn das Kraut gar ist, ist es i.d.R. nicht mehr nötig, gar nicht mehr oder nur wenig noch vorhandenes Wasser abzugießen. Sollte Ihnen Ihr Kraut doch noch etwas zu wässrig erscheinen, nehmen Sie einfach einen Schaumlöffel (der mit den Löchern...) zum Auffüllen des Gemüses auf den Teller. Vorher rühren Sie aber noch einmal kräftig Ihre zuvor beseite gestellte, kleine Portion rohes Kraut gut unter und schmecken noch einmal ab, ob Sie genug gepfeffert haben. Ein richtig gutes Kraut schmeckt nun auch richtig lecker, nämlich nach Kraut, und das ohne große Aufwand oder viele komplizierte Zutaten.

Sauerkraut eignet sich zu allem Möglichen als Beilage, nicht nur zu Kartoffeln und Fleisch, sondern durchaus auch als, sozusagen, angenehm warme und bekömmliche Krautsalat-Variante, zu Fisch mit Nudeln oder Reis, gefüllten Paprika, frischem Vollkornbrot, Schafs- und Ziegekäse, einem überbackenen Camembert plus einem Gurkensalat und vielem mehr.

Guten Appetit!


2019-10-01, Angelika Petrich-Hornetz
Text: ©Angelika Petrich, Wirtschaftswetter

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