Wirtschaftswetter Online-Zeitschrift        Wirtschaftswetter-Schwerpunktthema - Tombola 2020


Teurer Reisen

Mobilität und Reisen sind jetzt umständlicher, aufwendiger und damit teurer - aber nicht unmöglich

von Angelika Petrich-Hornetz

Die anhaltende Corona-Pandemie treibt viele Branchen weltweit an ihre Grenzen. Eine davon ist der Tourismus. Und die Touristen? Auch sie reagieren in der Reise-Saison mit unterschiedlichen Konzepten. Die einen fahren und fliegen gleich wieder los, sobald eine Reisewarnung aufgehoben wird. Die anderen trauen sich maximal noch ins Nachbarland, am liebsten mit dem eigenen Auto. Oder man bleibt tunlichst im Inland, um im Notfall noch zügig nach Hause zu kommen. Und nicht wenige bleiben gleich ganz daheim. Um die Vorsichtigen wieder auf die Schiene, das Schiff und in die Luft zu bringen, lassen sich die Unternehmen einiges an - teuren - Sicherheitsmaßnahmen einfallen. Wir hörten uns um.

In die Luft

Der Passagier-Luftverkehr leidet besonders unter der Corona-Krise. Nach einem fast kompletten Stillstand von März bis April läuft der Flugreiseverkehr erst seit Juni 2020 wieder an, schrittweise. langsam und durch täglich wechselnde Reisewarnungen, neue Regelungen und viele Rückschlägen gepflastert. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) spricht hier von einem Rückgang bei Verbindungen von und nach Deutschland von -66 Prozent im ersten Halbjahr 2020, weltweit waren es -53 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr finden zwischen Juli und August weltweit lediglich rund 40 Prozent der Passagierflüge statt, in Deutschland sind es sogar nur 33 Prozent, davon 27 Prozent Inlandsflüge, 37 Prozent Europaflüge und 21 Prozent Interkontinentalflüge. Die International Air Transport Association (IATA) rechnet für Deutschland für das gesamte Jahr 2020 mit einem Passagierrückgang um -63 Prozent oder -113 Millionen Passagieren. Weitere Zahlen bestätigen, der Einbruch bei Passagierflügen ist in Deutschland einer der höchsten.

Die Branche hat also ein großes Interesse daran, dass sich Flugreisende wieder sicher fühlen. So verlangt die Lufthansa aktuell von Fluggästen, die, meist aus gesundheitlichien Gründen, keine Maske tragen müssen ab 1. September 2020, zusätzlich zu einem ärztlichen Attest einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vor Reiseantritt vorzulegen..
Verpflichtende Test-Verfahren schlägt die Fluggesellschaft auch für künftige USA-Reisende vor, damit zumindest einige Flugverbindungen in die stark von Corona betroffenen Vereinigten Staaten wieder aufgenommen werden können. Neben dem Tourismus ist hier auch der Geschäftreiseverkehr zum Erliegen gekommen, das betrifft Managerinnen und Manager, aber u.a. auch dringend gebrauchte Monteurinnen und Monteure - und zieht damit in weiteren Branchen Kreise. Ein Lufthansa-Sprecher betont uns gegenüber, dass der Konzern sämtliche Verfahren sowie die während der gesamten Reisekette geltenden Hygienemaßnahmen durchgehend überprüft und fortlaufend anpasst - das ist u.a. wegen ständiger Änderungen von Einreise- und Qurantänebestimmungen notwendig.

Aktuell besteht u.a. die Möglichkeit für vorsichtig Fliegende, einen freien Nachbarplatz zu buchen. Am Boden gelten Abstandsregeln (Markierungen, geschultes Personal, das hierhin unterstützt) und Hygienemaßnahmen - u.a. Trennscheiben aus Plexiglas oder Glas, Handesinfektions-Spender , kurzfrequente Flächendesinfektion (inklusive Gepäckwagen) - und eine strikte Maskenpflicht vor dem Einsteigen (Ausnahme s.o.. Anm. d. Red.) bis zum Aussteigen aus dem Flugzeug. In München stehen den Flugreisenden Automaten zur Verfügung, aus denen "Corona-Ausrüstung" (Masken, Desinfektionsmittel, etc.) gekauft werden kann. Der Bordservice und damit die Interaktion zwischen Mitarbeitern und Passagieren wurde unter Berücksichtigung der Flugdauer auf ein sinnvolles, notwendiges Minimum reduziert. Jeder Passagier erhält ein Desinfektionstuch, Mehrwegmaterial wurde entfernt, vor dem Abflug können weiterhin eJournals für die Reise heruntergeladen werden. Die Maschinen der Lufthansa Group Airlines sind mit Filtern ausgestattet, die die Kabinenluft regelmäßig von Staub, Bakterien und Viren säubern. Auf den Flughäfen Frankfurt und München bietet das Unternehmen für Flugreisen ins Ausland oder nach Deutschland kurzfristige Corona-Tests durch Partnerunternehmen an, auch, um das Risiko einer sonst notwendigen Quarantäne zu verringern. In Frankfurt kann auch das Gepäck kontaktlos aufgebeben werden, Sichwort: "Kontaktlos Reisen".

Auf die Schiene

Die Schiene ist nicht weniger betroffen, auch wenn die Angebote im Sommer wieder hochgefahren wurden. Allein die Deutsche Bahn AG berichtete von einem Umsatzverlust im ersten Halbjahr von rund - 12 Prozent auf 19,4 Mrd. Euro, hinzu kamen weitere Betriebsverluste, u.a. wegen einer Sonderabschreibung und weiterer Sondereffekte macht das zusammen einen Verlust von -3,7 Milliarden Euro aus, ein seit Gründung bisher einmaliger Vorgang. Der Umsatz von 44,4 Mrd. Euro im Jahr 2019 ist damit erst einmal Geschichte. Die Passagierzahlen brachen im ersten Halbjahr 2020 um -37 Prozent ein.

Auch hier ist das Interesse entsprechend groß, dass Bahnfahren wieder als sicheres Reisen empfunden wird. Die Deutsche Bahn setzt neben den üblichen Hygiene- und Abstandsregeln dabei vor allem auf eine Entzerrung über den Buchungsprozess, mit dem Ziel gleichmäßiger Auslastung, womit eine jeweils ausreichende Anzahl von Sitzplätzen mit und ohne Reservierungen orchestriert werden muss.
Wie uns ein Bahnprecher der mitteilte, steht den Fahrgästen inzwischen wieder ein deutlich größes Angebot zur Verfügung. Die touristischen ICE- und IC-Linien - u.a. mit den Zielen Rügen, Ostfriesische Inseln, Tirol - wurden wieder in Betrieb genommen und besonders nachgefragte ICE-Städte-Verbindungen verstärkt. Die Verbindungen ins Ausland wurden sogar ausgeweitet - u.a. Berlin-Prag-Wien-Graz. Durch die steigenden Kapazitäten schafft die DB jetzt mehr Platz für Abstand in ihren Zügen, so der DB-Sprecher weiter. Mit Stand 2019 verfügte der Fernverkehr über 243.446 Sitzplätze, die Kapazitäten werden fortlaufend erhöht - allein in den vergangenen zwölf Monaten um rund + 15.000 Sitzplätze, bis Ende des Jahres 2020 sollen +13.000 hinzukommen. Zusätzlich werden wieder Züge mit doppelter Anzahl an Sitzplätzen (Doppeltraktion) eingesetzt.

Die aktuellen Buchungszahlen (Stand: 33. KW, August 2020) für die Fernverkehrszüge liegen bei rund 50 Prozent des Vorjahresniveaus, im Lockdown lagen die Buchungen bei 90 Prozent unter Vorjahr (= 10 Prozent des Vorjahresniveaus. Anm. d.Red.). Außerdem werden inzwischen wieder mehr Reisen und und Fahrten im Voraus gebucht, d.h. die Fahrgäste beginnen langsam wieder mit einer langfristigeren Reise-Planung. Die Auslastung der ICE- und IC-Züge beträgt im Durchschnitt aktuell rund 20 bis 30 Prozent.
Die DB hat für Reisende in der Coronakrise eine Auslastungsanzeige - per bahn.de und DB Navigator App - neu eingeführt, so dass vorsichtige Fahrgäste einen Fernverkehrszug mit Vorabbuchungen von über 50 Prozent meiden - und entsprechend informiert auf einen anderen Zug ausweichen können. Zusätzlich wird die Zahl der Reservierungen begrenzt und bei einer voraussichtlich sehr hohen Auslastung setzt die DB den Ticketverkauf sogar ganz aus. Gleichzeitig bleibt die spontane Reise, somit die Möglichkeit, spontan in jeden Zug einzusteigen, bestehen. An diesem offenen System hält man fest, äußert der Bahn-Sprecher, so dass immer eine ausreichende Zahl freier Plätze ohne Reservierung vorgehalten wird, außerdem werden die Fahrgäste grundsätzlich über den ganzen Zug verteilt.

Das private Eisenverkehrsunternehmen RDC Deutschland sprang ebenfalls mit dem "Alpen-Sylt Nachtexpress" wortwörtlich auf den Zug einer schnellen Fernverbindung plus mehr Abstand für die Fahrgäste zu ihrer Sicherheit auf. Der Zug durchquert zwei Mal wöchentlich von Salzburg nach Sylt und umgekehrt ganz Deutschland - mit Zwischenhalten, u.a. in St. Peter-Ording, Husum, Hamburg, Frankfurt a.M., München, Tegernsee, Chiemsee. Mittelbarer Hintergrund war Corona, Anlass das durch den Corona-Lockdown erfolgte Ende von Flixtrain, für den RDC den Betrieb bereitgestellt hatte, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Mit einer extrem kurzen Vorlaufzeit startete der gewagte Unternehmen am 4. Juli 2020 - mitten im Sommer der anhaltenden Corona-Krise. Die Gäste buchen jeweils ein eigenes privates Abteil als One-Way oder Hin- und Zurück, je nach Personenzahl in drei unterschiedlichen Preismodellen, inklusive Bettzeug und Cateringservice. Bis zum 8. November 2020 rollen die Sylt-Salzburg-Nachtzüge nun in die Verlängerung, ein Winterprogramm ist in Vorbereitung, so die Sprecherin weiter, mit der bisherigen Auslastung ist man hochzufrieden.

Und zur See

Dramatisch war auch die Entwicklung bei den Kreuzfahrern, die seit dem Jahrtausendwechsel bis zur Corona-Krise immerhin nichts weniger als den Megatrend im Tourismus abbildeten. "Raus auf's Meer" war nie einfacher als in der jüngsten Vergangenheit. Doch mit dem Lockdown lagen auch die Schiffe von jetzt auf gleich gemauso auf dem - in diesem Fall wortwörlichen - Trockenen, so wie die Flieger und Züge bei den Kollegen von Luft und Schiene.

Nur schrittweise kommt nun auch im Spätsommer auf dem Meer wieder Leben in die großen und kleineren Pötte. Ein Sprecher von Aida Cruises sichert den Gästen an Bord aller Aida-Schiffe neben den seit langem bestehenden, bewährten Standards ein mit nationalen, internationalen Behörden und ausgewiesenen Gesundheitsexperten gemeinsam entwickeltes umfassendes Konzept zum Neustart zu, inklusive deutlich erhöhter Hygienestandards und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Covid-19 - das Konzept wurde vom renommierten Fresenius-Institut (SGS Institut Fresenius) gesprüft.

Zu den neuen Standards des Neu-StartsKonzepts gehören u.a. ein digitaler Gesundheitsfragebogen vor Antritt der Reise, die routinemäßige Temperaturmessung vor dem Check-in für Fahrgäste und Crew. Für die notwendige Kontaktvermeidung sorgen ausgeklügelte Abstandsregeln und Wegleitsysteme - bei Anreise, Abreise und an Bord.
Die Kapazitäten für die Restaurants, Theater, Sport- und Wellnessbereiche u.a. wurden der Lage entsprechend sorgfältig angepasst und werden von unzähligen, zusätzlichen Hygiene-Maßnahmen flankiert, darunter die häufigere und intensivere Reinigung und Desinfektion rund um die Uhr sämtlicher Flächen in allen Kabinen und öffentlichen Bereichen.
Ebenfalls rund um die Uhr ist für die medizinische Betreung von Gästen und Crew gesorgt. Überall sind Desfinektionsspender verfügbar, die Schiffe sind laut Auskunft des Aida-Sprechers mit PCR-Test-Kits und Diagnosegeräten zur Auswertung von Covid-Verdachtsfällen ausgestattet, das medezinische Personal für die Testverfahren und Therapien entwsprechend geschult. Und für den Ernstfall wurden mit den zuständigen Behörden umfangreiche Prozesse entwickelt, um eine sichere und schnellstmögliche Versorgung, Untersuchung, medizinische Behandlung, Ausschiffung - und Heimreise eines positiv getesteten Gastes zu gewährleisten.

Einfach mal raus? Abstand, Masken - und möglichst wenig Infizierte an Bord

Einfach mal raus - einfach mal weg. In wenigen Stunden, innerhalb kürzester Zeit eine größere Strecke, vielleicht ein ganzes Land durchqueren, scheint in Zeiten von Corona unheimlich aufwendig zu sein, ist aber mit dem Schnellzug und Flieger immer noch möglich, wenn auch deutlich umständlicher. Per Schiff und Fähre geht es mittlweile ebenfalls wieder zügig übers Meer. Durchkreuzt werden die Pläne des zeitnahen Fortkommens weniger von anderen Fähren, als von den vielen Hygienemaßnahmen, von jetzt auf gleich neu aufgestellten Vorschriften, Regeln und Reisebeschränkungen, die sich im In- und Ausland scheinbar im Minutentakt ändern können. Es sind diese nicht planbaren, unangenehmen Überraschungen, die eine Pandemie leider mit sich bringt - und Reisende noch mehr verunsichern, darunter vor allem die Vorsichtigen. Vieles ist zwar, machbar, dauert aber wesentlich länger. So wird alles langsamer und wirkt auf manchen Gast irgendwie reduzierter. Grundsätzlich wird auf allen Verkehrs- und Reisewegen auf Abstand und Mund-Nasen-Schutz gesetzt, außerdem sind möglichst wenig Infizierte an Bord von Flugzeugen, Schiffen und Zügen willkommen. Und so versucht man, Infizierte mit zusätzlichen Test möglichst rechtzeitig herauszufiltern. Und für die Abstandsregeln werden bereits zwangsläufig überall die Kapazitäten erhöht, um mehr Platz zu schaffen.

Die Kombination "Schnell mit Abstand" hat theoretisch den Vorteil, dem aktuellen Schaukelwetter, das uns möglicherweise bis auf Weiteres erhalten bleiben könnte, ein Schnippchen zu schlagen. Auf solche Art zu Reisen ermöglicht innerhalb Tagesfrist Sonne gegen Regen und Wärme gegen Kälte einzutauschen. Den Gästen dabei auch noch sehr viel Platz einzuräumen, erscheint in einer Pandemie immer eine gute Idee zu sein - und damit reist es sich zusätzlich wesentlich komfortabeler.
"Schnell + sicher" klingt in einer Pandemie zunächst einmal als etwas Unerreichbares - und somit auch sehr Besonderes. Es könnte eine nicht zu unterschätzende Formel sein, um auch aus den denjenigen Kreisen wieder Reisende zu gewinnen, die wegen der Corona-Pandemie und aus Angst vor Ansteckung sehr vorsichtig geworden sind, zumal gerade die älteren Generationen unter ihnen in der jüngsten Vergangenheit als äußerst reiselustig galten. Einige Touristiker befürchten schon, durch die Pandemie könnte diese große Zielgruppe und mit ihr ein ganzes Segment langfristig verloren gehen.

Das Problem: So "luxuriös" - schnell und mit viel Platz zu reisen - kostet mehr Geld. Dabei wird zusätzlicher Platz von vielen Unternehmen in Touristik und Verkehr schon immer angeboten, allerdings bisher noch sehr zurückhaltend kommuniziert - oder gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt, in dem die Reisetätigkeit erst zaghaft wieder einsetzt. Vielleicht, weil man befürchtet, zu viele potentielle Reisewillige mit hohen Preisen zu verschrecken, von denen nicht wenige schließlich nicht zuletzt wegen Corona wirklich ernsthafte finanzielle Sorgen umtreiben.
Eines ist sicher: Reisen mit Abstand ist teurer. Zusätzlicher Platz kostet etwas, zusätzliches (gesundheitskompatibles, geschultes) Personal noch viel mehr, aber beides bietet in guter Kombination schlicht mehr Sicherheit auf Reisen. Und nicht jeder, der heute zu irgendeiner Risikogruppe gehört, verzichtet aktuell und bis auf Weiteres etwa freiwillig auf den Urlaub, sondern wohl eher gezwungenermaßen.

Eine neue Reisekultur?

Der Wechsel von einer körperlich robusten Reisekultur, in der möglichst für niedrige Preise sehr viele Reisende, sehr gleichzeitig unterwegs sind, die sich durch günstige Angebote auch mehrere Urlaube pro Jahr leisten, zu einer Reisekultur, in der dies alles - inklusive Gedrängel ohne Abstand - lediglich teurer, risikoreicher und mit immer weniger Service verbunden ist, wird schwierig. Vielleicht ist es einmal mehr eine Frage des Angebots, wenn in der ein oder anderen Maschine, in ein paar Zügen und Schiffen Sitze herzhaft herausgepflückt, Liegen konsquent um die Hälfte reduziert, Kabinen drastisch vergrößert und/oder Glasschiebetüren und Raumteiler - dieses Relikt aus den 1970er Jahren, als man noch auf "Privatsphäre" schwor - eingezogen würden - und das alles auch noch zu ganz offen angesagten, deutlich höheren Preisen.

So oder so sorgt die Corona-Krise im Reiseverkehr durch die notwendigen, teuren Hygienemaßnahmen bereits dafür, dass Reisen für alle erst einmal nicht mehr so günstig bleiben wird, wie es vor der Corona-Pandemie noch war. Das kann sich übrigens auch wieder ändern. Mit einem Angebot für mehr zügiges und sicheres Reisen zu höheren Preisen könnte man zumindest einige der aktuell noch sehr Vorsichtigen aus ihren Gärten und der Reise-Lethargie im trauten Heim reißen, weil nicht wenige davon sich eine Urlaubs-Reise mit mehr Sicherheitarchitektur längst wünschen und gut vorstellen können , jedenfalls besser als drei viel unsichere "Corona-Abenteur-Reisen" pro Jahr. Damit könnte man möglicherweise überbrückend auch ein paar Arbeits- und Ausbildungsplätze mehr in der Branche retten.

Und manche aus Sicherheitsgründen bisher verhinderten Urlauber können sich auch trotz steigender Preise mehrere Ferienreisen - und nicht zu vergessen, die nach wie vor beliebten Kurztrips - leisten: Mitte Juli 2020 meldete die Bundesbank ein Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland im 1. Quartal 2020 von insgesamt 6,3 Billionen Euro und ein Nettogeldvermögen von knapp 4,5 Billionen Euro - trotz -128 Mrd. Euro weniger in der Privatschatulle im Vergleich zum 4. Quartal 2019, u.a. aufgrund von Bewertungsverlusten. Rund 40 Prozent davon sind Bargeld und Einlagen, von denen sicher etwas fürs Reisebudget abgezweigt werden könnte.


2020-08-27, Update 2020-09-09, Angelika Petrich-Hornetz, Wirtschaftswetter

Text: ©Angelika Petrich
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