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Wohltat Wasser - (die Kneipe) für Körper und Seele

von Angelika Petrich-Hornetz

Sie kennen es vielleicht, dieses Wohlgefühl von Kopf bis Fuß, wenn Sie frisch von Ihrem Strandurlaub wieder zu Hause eintreffen – das beruhigende Wellenrauschen noch im Ohr. Oder auch nur nach einem ausgedehnten Badetag. Es funktioniert sogar in einem schnöden Schwimmbad, vor allem, wenn Sie dort die Sauna mit anschließend kalten Wasseranwendungen genießen konnten oder auch nur ausgiebig geduscht haben: Das kühle, vor allem das bewegte Wasser, das auf der Haut landet, ob prickelnd oder sanft, bewirkt etwas.

Nicht nur Sebastian Kneipp entdeckte einst die heilende Wirkung des Wassers, doch erst Kneipp machte die Hydrotherapie mit speziellen Anweisungen für Güsse und fürs Wassertreten weltberühmt, nachdem er ein hundert Jahre altes Buch über Wassertherapie von Johann Siegmund Hahn auf der Suche nach Abhilfe für seine Lungenerkrankung entdeckt hatte. Daraufhin soll Kneipp unter anderem in der eiskalten Donau gebadet haben – und wurde gesund.

Neben Hahn (auch schon dessen Vater) und Kneipp gilt auch Vincenz Prießnitz als einer der Begründer der Wasserheilkunde im deutschsprachigen Raum. Vielen Menschen ist der Prießnitz-Umschlag ein Begriff. Dabei wird für etwa einer halbe bis zu zwei Stunden ein feuchtkalter Wickel angelegt und anschließend mit trockenen Tüchern (die letzte Lage möglichst aus Wolle) umhüllt. Mit diesem Wickel wird zunächst ein Kältegefühl und anschließend das Empfinden von Wärme herbeigeführt. Es soll den Stoffwechsel anregen und gegen viele Leiden helfen, zum Beispiel bei Schlafproblemen. Mit dem Wickel sollte man ruhen, damit sich die Wirkung entfalten kann.

Wer die Gelegenheit hat, sollte es sich nicht entgehen lassen, wenigstens einmal im Leben eine Kneipp-Kur zu erleben. Doch auch wer keine Zeit findet, sich mit Prießnitz, Kneipp und Hahn auseinander zu setzen, kann im Alltag die ein oder andere Kurz-Wasserkur einlegen, zum Beispiel barfuß am See- oder Strandufer im seichten Wasser laufen oder morgens in der Dusche den Duschkopf so hoch wie möglich hängen und das Wasser dann eiskalt auf sich niederprasseln lassen. Gerade im Sommer ist das eine Option, für die es immerhin viel weniger Überwindung als im Winter braucht. Oder lassen Sie beim Händewaschen einfach einmal bewusst das Wasser über den ganzen Arm fließen, von den Fingern bis zum Oberarm. Wer es einmal ausprobiert hat, ahnt, warum indische Brahmanen so viel Wert auf ihre Waschungen legen: Wasseranwendungen haben fast etwas Meditatives und tun gut – keine Frage.


2009-04-01 Angelika Petrich-Hornetz
Text: © Angelika Petrich-Hornetz
Fotos Themenbanner: ©aph

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