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Aus dem Archiv: Die US-Wahlnacht 2004

Die US-Präsidentschaftswahlen 2008

2008-11-06 22:45 MEZ Letzte Zahlen und Worte. Die letzten Zahlen zu den US-Präsidentschaftswahlen: Laut New York Times steht es jetzt 53 Prozent der Wählerstimmen, 364 Wahlmänner und 29 Staaten für den Demokraten und gewählten US-Präsidenten Barack Obama und 46 Prozent der Wählerstimmen, 162 Wahlmänner und 21 Staaten für den guten Verlierer und Republikaner John McCain. Unklar ist am Donnerstag noch Montana. Auf dem Laufenden bleiben Sie hier: NYT - Election Results President. North Carolina ging am heutigen Donnerstag an Obama, der am selben Tag sein Team vorstellte, das die Übernahme der Amtsgeschäfte vorbereiten soll, die der 44. Präsident der Vereinigten Staaten am 20. Januar 2009 mit dem Amtseid übernehmen wird. Außerdem wurde Obama heute in die Geheimnisse der Geheimdienste eingewiesen - und verfügt, so heißt es, sodann über die gleichen Kenntnisse wie der noch amtierende Präsident Georg W. Bush, der auf einen ruhigen Lebensabend in Texas hofft. Glücklicherweise können Barack Obama auch nach der Einweisung über Nuklear-Lager, Spione, Terror-Camps und dergleichen gar nicht die Haare zu Berge stehen, und wir hoffen, dass es stets so bleiben wird. Die Zeitungsbranche machte übrigens das Geschäft ihres Lebens, die Ausgaben vom Tag nach der Wahl, mit dem strahlenden Sieger auf den Titelseiten sind vergriffen, bzw. sie werden inzwischen zu astronomischen Preisen gehandelt. Aus Deutschland mit seiner Hauptstadt Berlin gibt es nur einen zur Wahlnacht (MEZ) passenden Gruß an den neuen Präsidenten: Wir sind alle Amerikaner. Zumindest waren wir das alle, in dieser einen Nacht (MEZ), die so gut wie alle einhellig als historisch bezeichneten. Einen Gruß an unsere Leserinnen und Leser: In vier Jahren sehen wir uns an dieser Stelle wieder - sowie einen US-Präsidenten, der ein Jahr zuvor seinen 50. Geburstag im Weißen Haus gefeiert hat und sich anschließend sicher wieder einen spannenden Wahlkampf liefern wird, mit einem Gegner aus der republikanischen Partei, die sich bis dahin wohl neu erfinden muss. Wie ein großes Fragezeichen liegen die roten, republikanischen Staaten auf der US-Wahllandkarte - und selbst der Fragezeichen-Tüpfel - Florida - wurde demokratisch-blau.


2008-11-05 15:11 MEZ Wahl-Kommentar: Arbeitspapier statt Blumen aus Europa für das neue Land des Lächelns. Die positiven Reaktionen im Ausland über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen erwecken den Anschein, dass man überall schon immer für Obama war. In der Regel werden wohl viele tatsächlich glücklich, weil schlicht froh darüber sein, dass sie die Bush-Regierung los werden, und das machte sich erstaunlicherweise erst nach dem Sieg Obamas bemerkbar. Die ganze Welt scheint einen Tag nach der Wahl wie von schwerem Packeis befreit. Nun lasten jedoch große Hoffnungen - und damit großer Druck auf den neuen, gewählten US-Präsidenten, die dieser bei den leeren Kassen, die ihm die Bush-Regierung hinterlassen hat, wohl kaum alle erfüllen kann. Während die Verwandtschaft in Kenia lediglich zur Amtseinführung anreisen möchte, und das Land selbst sich wirtschaftliche Hilfe wünscht, schickt die Europäische Union, wie ein deutscher TV-Sender am Mittwoch berichtete, gleich mit den Glückwünschen einen sechseitigen Brief,in dem die EU überpünktlich erläutert, wie sie sich die künftige Zusammenarbeit mit den USA vorstellt. Gleichzeitig erwarten die EU-Politiker jedoch, dass die nächste US-Regierung nicht sofort, sondern möglichst langsam und einfühlsam ihre Forderungen an Europa formuliert. Nur Stunden nach einer langen Wahlnacht hätten es die Glückwünsche und ein Gläschen Champagner aus Europa sicher auch getan: Wenn sich der neue, amerikanische Präsident diese unzähligen Wünsche und Hoffnungen aus aller Welt überhaupt anhören soll, muss er nach dem Wahlmarathon höchstwahrscheinlich - ganz Mensch - erst einmal ein Stündchen schlafen. Und wenigstens das werden ihm die EU-Politiker doch wohl noch gönnen. Ansonsten lächeln die Menschen rund um den Globus nach der US-Wahl um die Wette: Amerikaner, Nichtamerikaner, Politiker, Kommentatoren, Ökonomen, Wähler, Erwachsene, Kinder. Hat man so eine staats-, volks- und altersübergreifende Begeisterung für Politik irgendwo schon einmal gesehen? Die ganze Welt lächelt so sehr, als wäre gerade glatt ein Weltkrieg zu Ende gegangen. Vielleicht ist es auch nur der, den Amerika jahrelang gegen sich selbst geführt hat? Und dass sich über dessen Ende gleich alle freuen, bedeutet etwas.
Kommentar: Angelika Petrich-Hornetz


2008-11-05 08:40 MEZ +++ Mehr Männer für Obama +++ . Nach einigen aktuellen Zahlen diverser Medien hat Obama derzeit 348 Wahlmänner und 52 Prozent der Wähler auf seiner Seite. In allen Altersgruppen mit einer Ausnahme wurde Obama laut CNN - Umfrage nach der Wahl, d.h. die Befragten geben Auskunft, wie sie tatsächlich gewählt haben - deutlicher Favorit, so erwartungsgemäß bei den ganz jungen Wählern zwischen 18 und 29 Jahren mit 66 Prozent, bei den 30- bis 44-Jährigen mit 53 Prozent und bei den 45- bis 64-Jährigen (die mit 37 Prozent die größte Wählergruppe bildeten) immerhin noch mit knappen 50 Prozent vor McCain, der 49 Prozent Zustimmung bekam. Lediglich bei den 65-Jährigen und Älteren lag McCain mit 53 Prozent deutlich vorn, Obama erreichte hier 45 Prozent der Wähler.

Interessant ist auch das Wahlverhalten der amerikanischen Männer: Dass die Frauen mit 56 Prozent diesmal zwar hoch jedoch auch grundsätzlich meistens lieber den Demokraten wählen (43 Prozent für McCain), hat in den USA bereits Tradition und ist daher vorhersehbar. Auch schon bei den Präsidentschaftswahlen 2004 stimmten immerhin deutliche 51 Prozent der Frauen für den Demokraten John Kerry und nur 48 Prozent für Bush. Doch im Gegensatz zu 2004 wählten diesmal 49 Prozent der Männer den Demokraten und nur 48 Prozent den Republikaner. Das war 2004 noch ganz anders: Da wählten satte 55 Prozent männliche Wähler noch George W. Bush und nur 44 Prozent Männer den Demokraten Kerry.

Weiße Männer mit 57 Prozent und weiße Frauen mit 53 Prozent entschieden sich jedoch auch 2008 vorwiegend für den republikanischen Kandidaten, doch 2004 waren es noch 62 Prozent der weißen Männer und 55 Prozent der weißen Frauen, die den Republikaner George W. Bush wählten. Während sich 2004 also nur 37 Prozent der weißen Männer für den demokratischen Kandidaten (John Kerry) begeistern konnten, waren es 2008 im Fall von Obama immerhin schon 41 Prozent, und bei den Frauen gabs mit 46 Prozent ebenfalls ein Plus (2004: 44 Prozent). Abgeräumt hat Obama allerdings sehr deutlich bei den weißen, jungen Leuten zwischen 18 und 29 Jahren mit satten 54 Prozent. Und: Obama war nicht nur bei Wählern mit geringem bis mittlerem Einkommen, sondern auch bei den US-Bürgern mit den höchsten Einkommen, von 200.000 US-Dollar und mehr im Jahr mit 52 Prozent der absolute Favorit. Lediglich die Einkommen zwischen 50.000 und 70.000 sowie die zwischen 100.000 bis 200.000 gingen mit (knappen 1 bis 3 Prozent) Mehrheiten an McCain. 2004 war das noch ganz anders: sämtliche Einkommen ab 50.000 US-Dollar gingen mit deutlichen Mehrheiten von minimal 55 Prozent bis maximal 63 Prozent (ab 200.000 US-Dollar aufwärts) an George W. Bush.
aph


2008-11-05 08:10 MEZ +++ Komfortable Mehrheiten für einen langen, harten Weg +++ . Den Amerikanern ist am Tag des deutlichen Wahlsiegs für die Demokraten wahrscheinlich noch nicht klar, welches harte Stück Arbeit vor ihnen und vor ihrem neuen Präsidenten liegt. Heute wird erst einmal gefeiert. Auch Indiana, das die ganze Nacht auf der Kippe stand, geht an den Demokraten und neuen US-Präsidenten Barack Obama, ebenso Florida. In einigen Bundesstaaten erreichte Obama so deutliche Mehrheiten, die man in Deutschland bislang höchstens aus Bayern für die CSU kannte. Doch der District Columbia toppte wahrscheinlich alles: 93 Prozent stimmten hier für Obama. Und sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat zeichnen sich ebenfalls mit 56 zu 40 und 246 zu 162 komfortable Mehrheiten für die Demokraten ab. Der US-Dollar legte gegenüber dem Euro zu.
aph


2008-11-05 06:10 MEZ +++ Deutlicher Wahlsieg für den Demokraten Barack Obama +++. Der künftige demokratische US-Präsident Barack Obama gewinnt mit 338 Wahlmännern und 51 Prozent der Wählerstimmen vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain, der bis jetzt nur 48 Prozent und 156 Wahlmännerstimmen erreichen konnte. Obama wird nach dieser Prognose noch Colorado, Iowa, New Mexico, Nevada, Kalifornien, Oregon und den Bundesstaat Washington gewinnen. McCain punktet dagegen in Arkansas, Arizona, Louisana, Texas, Kansas, South Dakota, North Dakota, Utah, Idaho - und Alaska. In Montana liegt Obama derzeit vorn (Update, 2008-11-06: siehe oben, letzter ungeklärter Bundesstaat), in Missouri McCain, in Indiana Obama sowie in North Carolina auch. Obama trat inzwischen vor tausenden jubelnden Fans in seiner Heimatstadt Chicago auf, dankte den Wählern, seinen Unterstützern, den Kommentatoren weltweit - und seiner künftigen First Lady, Michelle Obama. Das künftige Präsidentenpaar und das künftige Vizepräsidentenpaar Joe und Jill Biden: ein Bild für die Götter. Sehr respektvoll und freundlich gratulierte indes der unterlegene John McCain seinem Präsidenten wie er Obama wortwörtlich nannte, doch er konnte nicht verhindern, dass viele seine Anhänger buhten. Das interessiert jedoch niemanden mehr: Die Welt tanzt und feiert auf vielen Wahlpartys - und auf den Straßen, was es in der Größenordnung bislang noch nicht gegeben hat. Nicht nur in Washington sind die Straßen auch lange nach der Wahl rappelvoll. Einige dort ziehen zum Weißen Haus, rütteln am Tor und skandieren: "Get out!". George W. Bush dürfte damit trotz Geburtstagsfeier seiner Frau Laura am Wahltag die schwärzesten Stunden seines Lebens empfunden haben: So offen zeigte die amerikanische Öffentlichkeit selten, dass sie nur noch froh ist, ihren alten Präsidenten endlich loszuwerden.
aph


2008-11-05 05:00 MEZ +++ Barack Obama wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika! +++ . Vor Californien stellt sich höchstens noch die Frage, wie hoch dieser Sieg einer beispiellosen, historischen US-Präsidentschaftswahl ausfallen wird: weniger oder mehr als 300? Ohio wird Obama kurz vor 04:00 Uhr zugerechnet, er hat inzwischen 199 Wahlmänner, McCain nur 78. Das Rennen ist um 04:45 Uhr knapp entschieden mit zu dem Zeitpunkt 50 Prozent Wählerstimmen für Obama, doch deutlichen 207 zu nur 135 Wahlmännern für McCain. Kurz darauf gehen North Dakota und Kansas an McCain, erwartungsgemäß. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus gehört ebenfalls den Demokraten, berichten amerikanische TV-Sender. Um 04:50 Uhr ist es ganz klar: Obama wird auch Virginia entern - traditionell republikanisch - noch mal 13 Wahlmänner - und damit für McCain nicht mehr einzuholen sein. Um 5:00 Uhr prognostiziert CNN für den Demokraten: 297 Wahlmänner für Obama, lediglich 139 für McCain - ein deutlicher Sieg. In den USA bricht Jubel aus. Wir sagen: Yes, they can!. Eine Wahl, die sehr entschieden gewonnen wurde.
aph, cor

Yes - they can!


2008-11-05 03:20 MEZ +++ Bald 200 Wahlmänner für Obama +++ . Laut Prognosen der US-Medien hat Barack Obama auch Michigan Wisconsin, Minesota, Rhode Island und New York gewonnen, John McCain gewann derweil Alabama, Georgia, Nevada und Wyoming. Obama hat nach diesen Prognosen 174 Wahlmänner, McCain 69. Die New York Times ist etwas vorsichtiger und hat derzeit 83 Wahlmänner für den Demokraten und 8 für den Republikaner gezählt. Während sich die Wahlbewegung Richtung Westen verschiebt, legen wir eine kurze, europäische Pause ein.
aph


2008-11-05 02:49 MEZ +++ Über 100 Wahlmänner für Obama +++ . Der Demokrat Barack Obama wird nach Hochrechnungen auch Pennsylvania für sich gewinnen und hat dann mit den bisherigen Staaten inklusive New Hampshire 102 Wahlmänner. Die Südstaaten mit einem sich abzeichnenden Vorsprung für John McCain dürften dem republikanischen Staaten noch einige mehr zu den bisher prognostizierten 34 Wahlmännern einbringen.
aph


2008-11-05 02:10 MEZ +++ von Illinois bis Oklahoma +++ . Laut CNN gehen auch South-Carolina, Tennesee und Oklahoma an John McCain. Illinois, Masschusetts, Main, Connecticut, New Jersey, Maryland, und Delaware an Barack Obama. Obama hat damit bislang 77 Wahlmänner und McCain 34 Wahlmänner. Von den Stimmen entfallen 52 Prozent auf Obama und 47 Prozent auf McCain. In Kürze werden 10 Millionen Wählerstimmen gezählt sein.
aph


2008-11-05 01:18 MEZ +++ Erste Prognosen +++ . Die Prognosen fangen endlich an zu purzeln: Danach geht Vermont mit 3 Wahlmännern an Obama und Kentucky mit 8 Wahlmännern an McCain. In Indiana wird das Ergebnis indes sehr knapp, deshalb noch kein Ergebnis. Etwa zwei Millionen Wählerstimmen sind jetzt gezählt. Bei 300 Millionen Amerkanern kann es also noch eine Weile dauern, bis es eine Prognose geben kann. Neben dem Präsidenten wählen die US-Bürger auch den Kongress und einen Teil des Senats. In Virginia - traditionell republikanisch - gewann laut Hochrechnung der Demokrat Mark Warner einen Sitz im Senat. In Indiana gewann der Republikaner Mitch Daniels einen Senatsitz. Derzeit liegen die Demokraten bei den Wahlen in beiden Häusern vorn.
aph


2008-11-05 00:40 MEZ +++ Indiana und Kentucky +++ . Noch gibt es keine haltbaren Prognosen, derzeit soll nach den ersten Prozenten Stimmenauszählung jedoch Obama in Indiana und McCain in Kentucky vorn liegen. Auch in New Hampshire liegt Obama demnach vorn.
aph


2008-11-04 23:50 MEZ +++ Erstwähler für Obama +++ . Aus den neuesten CNN-Umfragen geht hervor, dass 72 Prozent der Erstwähler pro Obama eingestellt seien und 62 Prozent gaben an, das Thema Wirtschaft sei wahlentscheident. In wenigen Minuten schließen die ersten Wahllokale. In Ohio soll die Wahlbeteiligung bei sensationellen 80 Prozent liegen, die voraussichtlich in allen Staaten sehr hoch ausfallen wird. Derweil sammelt CNN Anrufe von Wählern, die Schwierigkeiten bei der Wahl melden, weil sie von Wahllisten verschwanden, Wahlmaschinen nicht funktionierten oder Wahllokale zu spät öffneten.
aph


2008-11-04 21:20 MEZ +++ McCain über Palin +++ . CNN übertrug eine letzte Wahlveranstaltung von John McCain in Colorado. Dort sagte er über seine Vize Sarah Palin: "She did a great job". Damit ist offensichtlich ihr Wahlkampf gemeint. Trotzdem klingt es ein wenig zu sehr danach, als habe er sie gerade öffentlich aus ihrem Job als Vize-Kandidatin verabschiedet. Bushs ehemaliger vertraute Karl Rove macht ebenfalls keine Mördergrube aus seinen Gedanken und rechnet ähnlich öffentlich (per Webseite) mit einem Sieg Obamas, melden deutsche Medien. Doch was der sagt, ist momentan zweitrangig, viel wichtiger sind andere: Im deutschen Fernsehen laufen derweil haufenweise Dokumentationen, die immer wieder Amerikaner zeigen, die dieses Jahr zum ersten Mal in ihrem Leben wählen gehen. Von so einer Wahlbeteiligung - die so viele Erstwähler mobilisiert - kann man hier in Deutschland wohl auch nächstes Jahr (Bundestagswahl!) nur träumen. Die Amerikaner sind selbst überrascht, doch nötig ist diese bislang wohl auch in den USA einmalige Mobilisierung durchaus: In Florida (allein 27 Wahlmänner) zum Beispiel liegen beide Kandidaten Kopf an Kopf in den Umfragen. Übrigens hat Florida kurzfristig wieder auf Wahlzettel umgestellt, wie das ZDF gerade berichtete - damit im Zweifel nachgezählt werden könne. Floridas Wahllokale schließen um 1:00 Uhr MEZ.
aph


2008-11-04 20:00 MEZ +++ Wann gibt es erste Prognosen? +++ Um 0.00 Uhr MEZ schließen die ersten Wahllokale in Teilen Kentuckys und in Indiana, um 6:00 Uhr MEZ die letzten in Alaska, vorher um 5.00 Uhr morgens MEZ schließen noch die Wahllokale in Kalifornien, Oregon, Washington (Bundesstaat), in Teilen Idahos sowie auf Hawaii. Die ersten Prognosen für einzelene Bundesstaaten werden daher ab 0:00 Uhr erwartet, und dann halbstündlich bis stündlich für weitere Bundesstaaten folgen. Nur bei einem sehr deutlichen Trend für einen der Kandidaten ist frühestens um 2:00 Uhr mit einer Aussage zu rechnen, wer ins Weiße Haus einzieht. Wenn der Trend nicht eindeutig ausfällt, kann es dauern. Zum Glück stehen die Europäer nicht draußen im Regen (siehe unten) vor den Wahllokalen. Die Resonanz weltweit ist übrigens riesig, rund um den Globus zieht die Wahl ein großes, internationales Publikum an. CNN schätzte vor einer halben Stunde, dass zum Beispiel 84 Prozent der Japaner und 80 Prozent der Europäer die amerikanischen Präsidentschaftswahlen über die Medien - und nicht zu vergessen auf rauschenden US-Wahlpartys (!) - zeitnah mitverfolgen.
aph


2008-11-04 19:30 MEZ +++ Nicht nur in Virginia regnet's +++. Die Schlangen vor den US-Wahllokalen werden immer länger und machen es den Wählern nicht gerade einfacher. In Virginia, North Carolina und weitere Staaten an der Ostküste hat Regen eingesetzt. Der macht das Warten noch unangenehmer und die Wahlzettel nass, die in manchen Wahllokalen liebevoll getrocknet werden müssen, bevor sie eingelesen werden können. John und Cindy McCain gaben ihre Stimmen in ihrer Heimstadt Phoenix im Bundesstaat Arizona ab. Im Weltall hatten indes bereits am Montag die US-Astronauten Greg Chamitoff und Mike Fincke ihre Stimmen per Einwahl in einen Computer abgegeben, der in Houston steht.
aph


2008-11-04 17:00 MEZ +++ Probleme mit Wahlmaschinen +++. Im Bundesstaat New Jersey hatten laut RP-Online ein paar Wahlmaschinen in einigen Wahlkreisen technische Probleme, und die Wähler mussten deshalb auf Wahlzettel aus Papier ausweichen. Im Bundesstaat Ohio gab es Ärger um nicht verlängerte Öffnzungszeiten von Wahllokalen und zusätzliche Wahlmanschinen, die erfolglos gefordert worden sein sollen. Barack und Michelle Obama gaben ihre Stimmen in ihrer Heimatstadt Chicago ab. Dort bereitet man sich auf eine große Wahlparty vor: Tausende Menschen sind auf dem Weg und hoffen darauf, dort den Sieg der Demokraten feiern zu können. Nach einer Gallup-Umfrage liegt Obama mit 53 Prozent weit vor McCain mit 42 Prozent. Ein Team europäischer Wahlbeobachter von der OSZE unter der Leitung des deutschen Bundestagesabgeordneten Patrick Meinhardt (FDP) beschwerte sich, dass sie entgegen allen Regeln in Ford Lauderdale im Bundesstaat Florida nur ein einziges Wahllokal besuchen durften, das von den US-Behörden ausgesucht worden war. Meinhardt nannte dies laut Financial Times Deutschland ein inaktzeptables Vorgehen. Bereits bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 gab es in Florida Ungereimtheiten.
aph


2008-11-04 13:00 MEZ +++ Die Ostküste wählt +++. Vor immer mehr Wahllokalen an der Ostküste, so auch in New York bilden sich lange Warteschlangen. Der kleine Ski-Ort Dixville-Notch im Bundesstaat New Hampshire an der kanadischen Grenze wählte indes bereits kurz nach Mitternacht MEZ und fällt nach 40 Jahren erstmals an die Demokraten - mit 15 zu 6 Stimmen (2004: 19 zu 7 für die Republikaner). Der Sieger der US-Präsidentschaftswahlen muss 270 Wahlmänner von ingesamt 538 für sich gewinnen.
aph


2008-11-04 08:10 MEZ +++ Erste Wahllokale öffnen, Palin freigesprochen +++ . In New Hamphire haben schon ein paar Wahllokale geöffnet, die meisten an der Ostküste öffnen jedoch erst gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit. Inzwischen sollen bereits 29 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben haben. Insgesamt zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab: Wenn alle 153 Millionen US-Bürger, die sich als Wähler haben registrieren lassen, tatsächlich ihre Stimme abgeben entspräche dies einer Beteiligung von 73,5 Prozent der Wahlberechtigten. +++ Palin freigesprochen +++ Die republikanische Vizekandidatin und Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, wurde inzwischen laut einer zweiten Untersuchung einer Personalkommission in Alaska vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen. Wie Spiegel Online berichtete, unterstehe das Gremium als Teil der Exekutive der Gouverneurin von Alaska. Eine erste parlamentarische Untersuchung im Oktober hatte Palin indes des Amtsmissbrauchs für schuldig befunden. Es ging um die Entlassung des Sicherheitschefs von Alaska, der sich geweigerte hatte, den geschiedenen Mann von Palins Schwester, einen Polizisten, zu entlassen.
aph


2008-11-03 23:11 MEZ +++ Obamas Großmutter gestorben +++ . Wie amerikanische und andere Medien unter Berufung auf Obama berichten, ist Madelyn Dunham, die Großmutter von Barack Obama im Alter von 86 Jahren auf Hawaii gestorben. Sie litt an Krebs. Obama hatte vor knapp einer Woche seinen Wahlkampf unterbrochen, um an das Krankenbett seiner Großmutter zu eilen, der er sehr nahe stand.
aph


2008-11-03 22:40 MEZ +++ Die Spannung steigt +++ . Während wir noch überlegen, woran es eigentlich liegt, warum wir in unserem Stadteil immer so bequem wählen können, ganz egal ob es sich um eine Kommunal- oder Bundestagwahl handelt, haben in Amerika schon 23 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben - die Early Voters. Und so geht die Wahl fließend in den heißersehnten Tag x über, den 4. November, an dem alle dran sind, bzw. erst einmal - etwa ab Mittag MEZ - Schlange stehen dürfen. Bis zu sechs Stunden soll die Wartezeit am Hauptwahltag betragen, heißt es in den Medien. Für die Schlange stehenden Wähler legen sich die Kandidaten Barack Obama und John McCain allerdings mächtig ins Zeug: Es wird bis zum Anschlag gekämpft, die Präsidentschaftsanwärter reisten (bzw. sind jetzt immer noch damit beschäftig) auch am Montag durch mehrere Bundesstaaten und mehrere Zeitzonen, und wollen um jede Stimme werben. Und noch etwas ist anders: Während wir hier erst locker ein paar Stunden vor dem 4. November auf Amerika starren, tobt der Wahlkampf dort schon seit unvorstellbaren fast zwei Jahren. Frühestens in der Nacht zum Mittwoch könnte ein Ergebnis feststehen, mit Pech wird es wieder eine Hängepartie, die letzten Wahllokale schließen von uns aus gesehen nämlich erst Mittwoch früh. Hoffen wir auf früh wählende, ausharrende und entschlossene US-Wähler. Sonst sehen sämtliche Kommentatoren in Europa am Mittwoch zwangsläufig sehr alt aus.
aph


2008-11-02 20:00 MEZ ... +++ Miepmiep - wir starten! +++ . Rund 48 Stunden vor der US-Präsidentschaftswahl starten wir unseren US-Wahl-Nachrichtenticker. Umfragen zufolge liegt der demokratische Kandidat Barack Obama seit Wochen deutlich vor seinem repubilikanischen Konkurrenten John McCain. Doch wer traut schon noch Umfragen? Spätestens seit der letzten Bundestagswahl sind auch die Deutschen Wähler damit sehr, sehr vorsichtig geworden. Nicht minder die Amerikaner. Unter den Erstwählern soll Obama die Zustimmung von 60 Prozent sicher haben - eine satte Mehrheit. Doch gerade Jungwähler neigen zum Fernbleiben. Werden sie alle diesmal auch zu den Wahlurnen und -maschinen gehen, womöglicht stundenlang warten? Es wäre zumindest empfehlenswert. Indes rief NOW, eine der ältesten Frauenrechtsgruppen dazu auf, nicht zu gehen, sondern zu den Wahlurnen zu rennen. Sie hörten sich jedoch nicht danach an, als würden sie der republikanischen Vizekandidatin Sarah Palin ihre Stimme geben wollen, im Gegenteil, NOW empfiehlt Barack Obama, denn dieser würde die Rechte der Frauen definitiv besser vertreten. Das Geschlecht scheint damit bei den US-Wahlen im Jahr 2008 zumindest spürbar in Richtung Zweitrangingkeit zu rücken - und das ist neben der Nachricht, dass ein Afroamerikaner gute Chancen auf das höchste Amt in den Vereinigten Staaten hat, die zweite sehr gute Nachricht. Palin punktet allerdings bei weißen Mittelschichstfrauen, nicht nur den so genannten Hockey Moms, doch der eher unsportliche Wettlauf der Peinlichkeiten, den Palin in den letzten Wochen absolviert hat, dürfte auch dort Spuren hinterlassen haben. Weiße Frauen könnten bei dieser Wahl genauso wahlentscheidend werden wie sämtliche Erstwähler oder andere Gruppen. Die US-Wahlen 2008 fielen und fallen diesmal sehr spannend aus. Und auch, wenn es langsam langweilig zu werden droht, man sollte nie vergessen, dass auch John F. Kennedy einst seine Präsidentschaft nur mit einer hauchdünnen Mehrheit vor Richard Nixon gewann. Die dritte positive Nachricht der US-Präsidentschaftswahlen 2008 ist die, das George W. Bush endlich aus dem Weißen Haus ausziehen muss. Don't Loose Faith, rief 2004 der demokratische Kandidat John Kerry seinen Anhängern und den Amerikanern nach der für die Demokraten verlorenen Wahl zu. Die Hoffnung in Amerika hatten in den darauffolgenden noch einmal vier langen Jahren nach Bushs Wiederwahl dann allerdings nicht nur die Demokraten, sondern inzwischen auch nicht wenige Republikaner sowie mindestens die halbe Welt verloren. Wie es passieren konnte, wird noch viele Analysten, Experten und Autoren beschäftigen. Die Folgen werden nicht nur die USA noch mehrere Jahre ausbaden müssen und bleiben genauso lange brandgefährlich.
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Cornelia Schaible, Ines Kistenbrügger, Angelika Petrich-Hornetz

 

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