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Wirtschaftswetter       2003 bis 2004 - ein Jahr Wirtschaftswetter

Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser,
in den Wirtschaftswetter-News aus dem Dezember 2004. Die Nachrichten aus dem Vormonat finden Sie ganz unten auf jeweils einer Extraseite und die Nachrichten aus 2003 im Archiv.

News - Nachrichten - November 2004

Die Nachrichten von der US-Wahl 2004 bis zum OSZE-Vorbericht der Wahlbeobachter finden Sie komplettiert um ein Nachwort hier: US-Wahl-Nacht 2004 am laufenden Band

2004-11-30 ... Christine Licci in den Vorstand der Hypo-Vereinsbank berufen. Die ehmalige Deutschland-Chefin der amerikanischen Citi-Group beflügelte die HVB-Atkie, die mit einem Kurssprung reagierte. Licci wurde am Montag vom Aufsichtsrat für die deutsche Privatkundensparte der Hypo-Vereinsbank berufen und wird die Geschäfte Mitte Januar übernehmen. Mit ihr wurde Johann Berger für das Firmkunden- und Immobiliengeschäft berufen. Beide werden ein Sparprogramm durchsetzen und das schleppende Deutschland-Geschäft beleben müssen.

... Doppel-Pack. Die Hollywood-Schauspielerin Julia Roberts brachte am Sonntag ein Zwilingspärchen zur Welt. Laut Medienberichten wurden sie Hazel Patrica und Phinaeus Walter genannt.

... Die Kundin wird Online-Königin. Nach Ergebnissen der neuen W3W-STudie von Fittkau & Maaß suchen vor allem Frauen im Internet nach Geschenken. 61,2 Prozent gaben an, im Internet nach Geschenken Ausschau zu halten. Nur 54,1 Prozent Männer tun dies nach eigenen Angaben ebenso. 61 Prozent der Online-Kunden sind grundsätzlich zufrieden mit dem Einkauf, 16 Prozent wünschen sich mehr Sicherheit bei der Bezahlung. Befragt wurden im Oktober/November 110.000 deutschsprachige Internet-Nutzer.

... Rogowski geht, Thurmann kommt. Jürgen R. Thurmann, gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann und persönlich haftender Gesellschafter der Heitkamp und Thurmann KG wurde gestern während der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zum neuen BDI-Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Michael Rogowski an, dessen Amtszeit Endes des Jahres endet.
Quellen: Börsenreport, Tiroler Tageszeitung, sz-online, die Welt, Fittkau & Maaß, pressetext.com
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2004-11-29 ... Studentenzahlen gehen zurück Wie das statistische Bundesamt heute mitteilte, waren im gerade begonnen Wintersemester 2004/2005 3 Prozent weniger Studenten eingeschrieben als im Vorjahr. Der starke Rückgang gehe überwiegend auf die Länder Nordrhein-Westfalen (minus 16 Prozent), Hessen (minus 14 Prozent) zurück, die zum Sommersemester 2004 Studiengebühren eingeführt hatten. 70 Prozent aller Studierenden studieren an Universitäten und vergleichbaren Hochschulen. Der Frauenanteil beträgt 47,9 Prozent, ein neuer Höchstwert. Im Studienjahr 2004 gab es 6 Prozent weniger Erstsemester (Sommer- und Wintersemester) als 2003. Unter den Erstsemestern betrug der Frauenanteil 48,8 Prozent. Die Studienanfängerquote lag 2004 bei 37,7 Prozent der Bevölkerung, im Vorjahr noch 38,9 Prozent. Ergebnisse für einzelne Studiengänge: Ein Minus von 12 Prozent für das Fach Informatik, minus 17 Prozent Elektrotechnik und 8 Prozent weniger für Machinenbau. Der bisherige Aufwärtstrend, der in der Informatik bereits seit 2000 wieder abnimmt, kehrte sich damit auch erstmals bei Elektrontechnik und Maschinenbau um. Der Frauenanteil in einzelnen Bereichen: 27 Prozent Bauingenieurswesen, 9 Prozent Elektrotechnik, 16 Prozent Maschinenbau/Verfahrenstechnik und 18 Prozent Informatik.
Quelle: Statistisches Bundesamt
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2004-11-26 ... Silberstreifen mit Achillesferse Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement gab sich am Donnerstag in der Haushaltsdebatte optimistisch. Es gebe Anzeichen für ein Anziehen der Binnennachfrage, wobei der Privatkonsum immer noch auf der Stelle trete und damit eine Achillesferse im Konjunkturaufschwung bleibe. Dazu trage auch das Schlechtreden der Oppostion bei, so Clement. Die so Gescholtenen warfen Clement im Gegenzug eine falsche Arbeitsmarkt- und Wirtschafspolitik vor. Zur Forderung von Peter Bofinger, Würzburger Wirtschaftweiser, der eine Lohnerhöhung von 3 Prozent vorschlägt, um den Privatkonsum anzkurbeln, wollte sich Clement gegenüber n-tv nicht äußern und auch weiterhin aus Tarifverhandlungen heraushalten. Die Situation der Unternehmen habe sich wirklich verbessert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit sei so gut wie seit Jahrzehnten nicht, ließ Clement wissen. In seinem jetzt erschienen Buch "Wir sind besser, als wir glauben" diagnostizierte Wirtschaftsprofessor Bofinger dem "Patienten Deutschland" einen zu niedrigen Blutdruck, der mit noch mehr blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werde und sprach sich für eine Lohnerhöhung und gegen die allgemeine Sparhaltung aus.

... Warnung vor Pandemie Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wiederholte am Donnerstag auf einer Konferenz von Gesundheitsministern in Bangkok ihre Warnung vor einer möglichen, weltweiten Grippe-Pandemie. Die Organisation befürchtet ein Übergreifen des in Asien grassierenden Vogelgrippe-Virus auf den Menschen. 30 Prozent der Weltbevölkerung könnten davon betroffen werden. Offen sei lediglich, ob das Überspringen auf den Menschen nächste Woche oder erst in ein paar Jahren geschehe, sagte Klaus Stöhr vom WHO-Influenza-Programm. Die WHO fordert eine sofortige Vorbereitung für den Ernstfall. Die Regierungen sollen die Öffentlichkeit informieren und die Krankenhäuser für den erwarteten Ansturm unterstützen. Einen Impfstoff gibt es nur gegen die normale Influenza. Ein zur Zeit in den USA in Entwicklung befindlicher Impfstoff gegen das Vogelgrippe-Virus wird frühestens im März 2005 zur Verfügung stehen.
Quellen: FAZ, n-tv, OÖ-Nachrichten, derStandard, Pforzheimer Zeitung
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2004-11-24 ... Viel zu laut sind nach einer neuen Studie des Instituts für interdisziplinäre Schulforschung der Universtiät Bremen im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin deutsche Klassenzimmer. Untersucht wurden 600 Unterrichtsstunden an fünf Schulen. Der Pegel stieg während des Unterrichts auf bis zu 75 Dezibel an - so laut wie Fluglärm, ein Staubsauger am Ohr oder einen Diesellaster direkt neben sich. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt für geistige Tätigkeit einen Grenzwert von 55 Dezibel vor. Besonders laut wurden Doppelstunden in der zweiten Hälfte. Besser und gesünder für alle, so das Institut seien 45 Minuten Unterricht und dann: Pause. Die Wissenschaftler beurteilten die Ergebnisse als vernichtend, sowohl für Schüler, die wegen der schlechten Raumaktustik durch bauliche Mängel immer lauter reden müssen, als auch für die Gesundheit der Lehrer. Lärm gilt laut diversen Untersuchungen als kardiovaskulärer Risikofaktor, d.h.: ab 75 Dezibel steigt der Blutdruck. Keiner der untersuchten Unterrichtsräume entsprach der DIN 18041 für Raumakustik. Doch es gibt Hoffnung: Schallschutzdecken konnten den Lärmpegel im Modellversuch um bis zu 8 Dezibel senken und verbesserten die Akustik.
Quellen: Yahoo, Focus, die Welt, IDW, Pressemitteilung Bremer Universität, Ärztezeitung
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2004-11-23 ... Nach Weihnachtsgeschenken frooglen Froogle, die Produksuchmaschine von Google startet nach den USA nun auch in Deutschland mit einer Beta-Version, rechzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Testen Sie mal: Froogle
Quelle: vial E-Market
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2004-11-20 ... Mieten in Großstädten steigen immer weiter 25 bis 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt müssen Mieter inzwischen in Großstädten berappen, so eine Untersuchung der Immobilien-Bank, Interhyp-AG. 1,8 Millionen Mieterhöhungen pro Jahr verschicken die bundesdeutschen Vermieter. Seit Ende der 90er Jahre stiegen allein in Frankfurt und München die Mieten um vier Prozent pro Jahr. Wer es sich leisten kann, sollte darum in den Hochpreisregionen lieber kaufen als mieten, denn Mieten über 1000 Euro sind keine Seltenheit und die Zinsen für Immobilien niedrig. Den Großstädten empfiehlt die Studie eines weiteren Immobilien-Finanzierers, der DG Hyp, besonders die Nachfrager für Ein- und Zweifamilienhäuser an sich zu ziehen. Diese Doppelverdiener mit Kindern seien attraktive Haushalte, die Verantwortung übernehmen. Sie stabiliseren die Sozialstruktur und bringen eine Stadt nach vorn. "Wenn die erst einmal wegziehen, kommen sie erst als Rentner wieder", so Volkswirtschafts-Professor Hübl von der Uni Hannover, der zusammen mit dem Pestel-Institut den Immobilienmarkt in Hamburg für dies DG-Hyp-Studie untersuchte.
Quellen: Interhyp Pressemeldung, DG Hyp, Hamburger Abendblatt
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2004-11-18 ... Familienfreundlichkeit zahlt sich aus Eine vom Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben Studie kommt zu dem Ergebnis, das sowohl Großunternehmen als auch KMUs von familienfreundlicher Personalpolitik ökonomisch profitieren. So belegt die Studie Familienfreunde Maßnahmen im Handwerk, dass Fehlzeiten und Fluktuationsraten in familienfreundlichen Betrieben niederiger sind. Die Mitarbeiter seien stärker motiviert und leistungsfähiger und dies schlug sich am Jahrsende in der Bilanz mit Einsparungen von 10.000 bis 100.0000 Euro nieder. Als familienfreundliche Maßnahmen waren in der Studie definiert: flexible Arbeitszeiten inklusive Teilzeitarbeit, Pausenregelung, Gleitzeit und Arbeitskonten. Die Berücksichtung familärer Zeitbedarfe, vor allem die Urlaubsregelung, Tele- und Heimarbeit sowie unterstützende Maßnahmen bei Elternzeit und Wiedereinstieg.
Quellen: ProFirma, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
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2004-11-17 ... Rückzug kleinerer Unternehmen = schlechtes Innovationsklima in Deutschland. Angesichts der Verrentungswelle von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren drohe Deutschland eine massiver Einbruch der technologischen Leistungsfähigekeit, so das Credo einen Berichts der Bundesregierung. Zwar stiegen die Studentenzahlen wieder leicht an, doch das reiche selbst dann nicht, um lediglich den Status Quo zu halten. Vor allem der Rückzug von kleinen und mittleren Unternehmen der Branche bereite ernsthafte Probleme, denn genau die seien z.B. in den USA diejenigen, die Spitzentechnologie in der Informations- und Kommunikationsbranche, der Biotechnologie und Pharmazie vorantreiben. Die vom Bundesforschungsministerium in Auftrag gegebene Studie empfiehlt deshalb dringend über Steuervergünstungen für solche Unternehmen nachzudenken. Frankreich, Großbritannien und Japan seien hier Vorbilder für die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung.
Quelle: Heise
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2004-11-16 ... Condoleezza Rice wird die neue US-Außenministerin. Am Dienstag Abend bestätigte Präsident Bush ihre Ernennung.

... Jil Sander kehrt ihrem Unternehmen zum zweiten Mal den Rücken. Bereits 1999 hatte sie es mehrheitlich an die italienische Prada-Gruppe verkauft und sich Anfang 2000 im Streit verabschiedet. Man holte sie nach Umsatzeinbußen als Chefdesignerin zurück, und das erste Halbjahr 2004 entwickelte sich positiv. Gründe für den erneuten Rückzug wurden nicht genannt +++

... Stromausfall in der Bundesanstalt für Arbeit. Bei einem Schmorbrand in einem zentralen Rechenzentrum kam es zu Unterbrechungen im allgemeinen IT-Betrieb und zu einem Ausfall des für die Erfassung der Arbeitslosengeld-II-Anträge genutzten IT-Verfahrens für etwa zwei Stunden, teilte die Behörde am Nachmittag mit. Ein technisches Problem konnte noch nicht vollständig gelöst werden - in den nächsten Tagen soll sich das System "stabilisieren." Etwas mehr als eine Million Anträge seien bisher erfasst worden, 84 Prozent der 2,5 Millionen Anträge seien bisher ausgefüllt abgeben worden. Die Betriebszeit des Computersystems wurde um zwei Stunden auf mehr als 14 Stunden erhöht, so die Behörde weiter.
Quellen: Süddeutsche, Yahoo, Netzeitung, Manager Magazin, Bundesagentur für Arbeit
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2004-11-15 ... +++ Kurzmeldung : Der amerikanische Außenminister Colin Powell hat laut US-Medienberichten am Freitag seinen Rücktritt eingereicht. Als Nachfolger im Gespräch sind die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und der UN-Botschafter John Danforth. +++
Quellen: FTD, Tagesspiegel
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2004-11-13 ... Drastisch sinkende Geburtenzahlen . Wie das statistische Bundesamt mitteilte sanken die Schülerzahlen zu Beginn des laufenden Schuljahres um 0,6 Prozent (absolut: minus 5500) im Vergleich zum Vorjahr bei insgesamt 883.300 eingeschulten Kindern. Verglichen mit 1994 sind es schon mehr, nämlich ein Minus von 113.500 Schülern. Seit 1991, so das Bundesamt, sinken die Geburtenzahlen drastisch. Vor allem im Osten "stieg" der Schwund. Brandenburg hat seit 1991 ganze 100.000 Familien weniger. Der Kinderanteil der Brandenburger liegt nun bei 12 Prozent, Bundesdurchschnitt sind immerhin noch 15 Prozent. Eine europaweite Studie fragte indessen den Satz ab: "Ein Kind leidet, wenn die Mutter arbeitet". Erstaunliche 71 Prozent stimmten in Westdeutschland zu. Übertroffen wurden sie lediglich von Österreich mit 73 Prozent. Großbritannien und Schweden hingegen konnten nur mit 39,3 und gar 28,5 Prozent (Schweden) zustimmen. Auch in Ostdeutschland fanden nur 33,6 Prozent Gefallen an dieser These.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Lausitzer Rundschau, kath.net
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2004-11-12 ... This amazing Nowitzki stoppte im sechsten Spiel der NBA mit seinen Dallas Mavericks in Miami die ungebrochene Siegesserie der Miami Heats. Dirk Nowitzki gelang es, dem gegnerischen Superstar, Shaquille O'Neal, Respekt einzuflößen, der nur noch zugeben könnte, dass seine Mannschaft vorgeführt wurde und den 2,13 großen Blonden der Mavericks als "fantastischen Spieler" bezeichnete. Die Mavericks gewannen 113:93. Nowitzki stellte mit 41 Punkten einen Saisonrekord auf, übertraf seinen eigenen von 43 Punkten Anfang dieses Jahres aber (noch) nicht.

... Saure Gurke von den Medienfrauen Seit 1978 veranstalten die Medienfrauen eine regelmäßige Konferenz im Herbst. Vom 5. bis zum 7. November trafen sich etwa 250 von ihnen im Sendezentrum des ZDFs in Mainz, um in Foren zu disktutieren, sich auszutauschen und die Saure Gurke für frauenfeindliche Medienbeiträge zu verleihen. Die erhielt dieses Jahr Thomas Horn. Seine Fernsehdokumentation,Alphorn und Bankgeheimnis, zeigte der Bayrische Rundfunk Anfang des Jahres. Der 45-minütige Beitrag sollte sich mit der Frage beschäftigen Wer ist der Schweizer? und dazu wurden kompetent neun Schweizer unterschiedlichster Berufsgruppen befragt - ausschließlich Männer. Die Jury erklärte, der Autor habe mit Fleiß und großer Ernsthaftigkeit eine Schweiz ohne Frauen präsentiert, und es entstehe der Eindruck, als lebte in der Schweiz nur ein Geschlecht.
Quellen: Kölnische Rundschau, Wiesbadener Kurier, Yahoo, Spiegel-Online
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2004-11-11 ... Schluss mit dem Schnickschnack kündigte der neue Mercedes Chef Eckhard Cordes an und meint damit elektroinische Spielereien, die kaum jemand nutzt und sich vor allem als Fehlerquelle hervortaten. Wer braucht schon Zündschlüssel, die Klimaeinstellung und Sitzpositionen programmieren? Das Ziel heißt jetzt Qualität und Zuverlässigkeit und das wird auch Zeit. Setzt doch Toyota an, zum größten Autobauer der Welt zu werden und Ford will mit Focus die A-Klasse verfolgen. Fünf Prozent Umsatzverlust für Garantieleistungen sind eine ernstzunehmende Wunde im Renomée. Schafft Cordes auch diesen Job, nachdem er die Nutzfahrzeugsabteilung bereits erfolgreich saniert hat, könnte er eines Tages Jürgen Schrempp nachfolgen.
Quellen: Pforzheimer Zeitung, FTD, Börse Online
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2004-11-10 ... Internet als Informationsmedium. Eine europaweite Studie, im Auftrag der European Ineractive Advertising Association (EIAA), gelangte zu dem Ergebnis, das Internet als Informationsmedium rangiere mit 20 Prozent auf dem dritten Platz - gleich nach dem Radio (30 Prozent) und dem Fernsehen (33 Prozent). Printmedien landeten auf dem vierten Platz - Zeitungen (10 Prozent) und Zeitschriften (7 Prozent). Neben der Informationsbeschaffung (für 70 Prozent der Netzuser stand dies im Vordergrund), buchen 45 Prozent ihre Tickets im Netz, 35 Prozent lesen online Zeitung, 35 Prozent chatten mit Freunden, 31 Prozent kaufen im Netz ein und ein Drittel hört Musik online. In Deutschland ist die Anzahl der Nutzer im Jahr 2003 noch einmal um fünf Prozent auf 52 Prozent gestiegen, Spitzenwert in Europa. Basis der Daten: 7000 computergestützte Interviews im September und Oktober 2004.
Quellen: E-Market, OPA
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2004-11-09 ... Kinderhilfswerk prangert Kinderarmut und schlechte Situation Alleinerziehender an Ginge es nach der gestern in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Kinderhilfswerks, dann ist Deutschland kinderunfreundlich. 37 Prozent aller Sozialhilfeempfänger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Mehr als die Hälfte davon lebt in Haushalten Alleinerziehender. Und dann sind auch noch Kinder unter sieben Jahren doppelt so häufig von Armut betroffen wie 15- bis 18-Jährige. Die Schwächsten der Gesellschaft, so moniert der Kinderreport des Hilfswerks, bekommen zu wenig Unterstützung. Ganztagsbetreuungsplätze u.a. Angebote, die vor allem für Alleinerziehende dringend erforderlich wären, damit sie berufstätig sein können, gäbe es zuwenig. Die Unterstützung der Schwächsten und der Jüngsten wird in dem Report als "völlig unzureichend" bezeichnet. Zudem sei Armut nicht nur eine Frage des Geldes, sonder des sozialen Umfelds und den damit verbundenen Chancen. Familienministerin Schmidt sieht die Probleme, wies jedoch die Zahlen zurück: Der Kinderreport rechnet mit der Einführung von Hartz IV mit bis zu 2,5 Millionen armen Kindern. Der Kinderzuschlag von 140 Euro je Kind ab Januar 2005 würde viele Kinder aus der Bedürftigkeit holen, so Renate Schmidt. Der Kinderbeauftragte der FDP-Bundestagsfraktion, Klaus Haupt, fordert ein radikales Umsteuern aller familienorientierten Leistungen, um die Chancen von Kindern zu erhöhen. Bundestagspräsident Thierse kritisierte den Report als "hysterische Kommunikation", sagte aber auch, ein kinderfreundliches Land müsse auch ein elternfreundliches Land sein.

Kommentar: Inwiefern Kinder- und Elternfreundlichkeit in einem Land, in dem es immer mehr Kinderlose, gleichzeitig immer weniger Kinder gibt, noch möglich ist und sein wird - diese Frage wurde bisher von keinem an der Diskussion Beteiligten beantwortet. Die OSZE bestätigt den Kinderreport regelmäßig darin, dass es nicht nur am Geld mangelt, wenn es um Bildung geht. In Deutschland ist seit eh und je vor allem die soziale Herkunft ausschlaggebend, wie groß die Chance für ein Kind ausfällt. Die Zunahme von überschuldeten Privathaushalten ist ein Faktor, wenn Kinder mitten in Deutschland unter Mangel- und Fehlernährung aufwachsen. Ihre Chance beginnt jeden Morgen aufs Neue, z.B. mit einem gesunden Frühstück - vor dem Unterricht.
Kommentar: Angelika Petrich-Hornetz für Wirtschaftswetter
Quellen: Rheinlandpfalz.de, Neue Westfälische, Yahoo
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2004-11-08 ... Porsche verklagt die Frankfurter Wertpapierbörse Der Sportwagenhersteller Porsche will gegen den Zwang, vierteljährliche Quartalsberichte zu veröffentlichen, zu Felde ziehen. Vor drei Jahren flog Porsche aus dem MDAX (Index für mittelgroße Unternehmen) heraus, wegen der Weigerung Quartalsberichte zu veröffentichen. Chef Wendelin Wiedeking hält die Quartalsberichte für überflüssig bis schädlich. Zudem sind sie am Finanzplatz London, dem größten Europas, keine Pflicht. Die Kurzfristigkeit stehe vor allem gegen die Verfolgung langfristiger Strategien argumentiert der Porsche-Chef, denn man werde zu unnötigen Preisnachlässen gedrängt, um kurzfristige Zahlen zu verschönern. Genau das lehnt Wiedeking vehement ab - der Erfolg der langfristigen Unternehmenspolitik gab ihm bisher Recht. Den einzigen Effekt der Quartalsberichte sieht Wiedeking in einem immensen Anstieg bürokratischen Aufwands - zu mehr Transparenz für die Aktionäre führen sie hingegen nicht. Der Prozess vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt, der an diesem Montag beginnt, ist einmalig in Deutschland und die Aufmerksamkeit der Finanzwelt wird im sicher sein.
Quellen: Süddeutsche, Manager Magazin
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2004-11-07 ... Hausmann des Jahres 2004 wurde der Oberfeldwebel Jan Borkowskinach einer zweineinhalbstündigen Prüfung am Freitag in Hamburg. Nach dem Contest in verschiedenen Diszplinen (z.b. Putzen, Waschen, Kochen, Kinder betreuen) stand damit nicht nur für die Borkowski-Kinder, sondern auch für die Jury, dem Hausfrauenbund, fest, dass "Papa Borkowski" der Beste sei. Und wer jetzt meint, dass sei doch alles nebensächlich, der lasse sich belehren, dass die Putz-Zubehör Firma, Spontex, immerhin ein Preisgeld von 5000 Euro auslobte, das nun der beste Hausmann zufrieden mit nach Hause nehmen kann und das, obwohl der Sieger berufstätig ist. Job und Haushalt schließen sich eben nicht aus.
Quelle: Lübecker Nachrichten
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2004-11-05 ... Niederlande im Schock Nach dem kaltblütigen Mord an dem Regisseur Theo van Gogh am Dienstag in Amsterdam und weiteren Todesdrohungen reagieren die Niederlande mit Empörung und Verstärkung ihrer Sicherheitsmaßnahmen. Van Gogh erhielt bereits seit der Ausstrahlung seines islamkritischen Films "Submission" Morddrohungen. An seiner Leiche fand man einen fünfseitigen Brief mit einer Liste von weiteren Menschen, die umgebracht werden sollen. 20.000 Menschen hatten bereits am Mittwoch in Amsterdam für das uneingeschränkte Recht auf freie Meinungsäußerung demonstriert.
Auf dieses Recht ging auch Prinzessin Maxima in einer Rede während einer Konferenz zur Gleichberechtigung der Frau ein. «Hier geht es gegen alles, wofür wir uns in den Niederlanden und Europa einsetzen, nämlich, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu sagen», sprach sie. Schon einmal hatte ein Mord wegen Missbilligung der Meinung die Niederländer schockiert, der im Mai an Pim Fortuyn begangen wurde.
Der Personenschutz für die auf der Todesliste genannten Personen wurde umgehend verstärkt. Theo van Gogh hatte auf den ihm angebotenen Personenschutz verzichtet. Der Täter, der 26jährige Mohammed B. schweigt zwar - pflegte nach bisherigen Ermittlungen jedoch Kontakte zu radikal-islamischen Gruppen. Als nächste auf der Mord-Liste hinter van Gogh befindet sich die liberale Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali. Die gebürtige Somalierin, die einst vor ihrer Familie aus Afrika geflüchtet war, soll nun an einen sicheren Ort gebracht worden sein. Und das nicht zum ersten Mal. Weitere sind laut Medienberichten Bürgermeister, Journalisten, weitere Abgeordnete und jüdische Bürger. Die Regierung will die Mittel für Sicherheitsmaßnahmen aufstocken.
Quellen: Berner Rundschau, eBund, Yahoo

... Feiertag doch nicht gestrichen bzw. es könnte dann einfach ein anderer werden. Nach den Protesten von allen Seiten, insbesondere von Bundespräsident Horst Köhler, lenkte die Bundesregierung ein und zog den Plan, explizit den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober zu streichen, zunächst zurück.
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2004-11-04 ... ... Ärzte ohne Grenzen ziehen sich aus dem Irak zurück Die humanitäre Organisation "Ärzte ohne Grenzen" (Médecins sans Frontières, MSF), die 1999 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, begründete ihren Rückzug mit den nicht mehr tragbaren Sicherheitsrisiken für ihre Mitarbeiter. In einer Pressemeldung sagt die Organisation: "Offenbar ist jede Person gefährdet, die mit internationalen Hilfsorganistionen in Verbindung gebracht wird." und weiter erklärt Gorik Ooms, Geschäftsführer der belgischen Sektion, die die Projekte im Irak koordinierte: "Wir bedauern zutiefst, dass wir nicht mehr in der Lage sind, dem irakischen Volk die so dringend benötigte medizinische Hilfe zu geben." Die Organisation kritisierte außerdem, dass alle Kriegsparteien im Irak wiederholt gezeigt hätten, dass sie unabhängige humantiäre Hilfe nicht respektierten. Bei Anschlägen im Irak gab es allein heute wieder 20 Tote und mehrere Verletzte.

... Feiertag gestrichen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement bestätigte die Pläne der Bundesregierung, den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober als gesetzlichen Feiertag zu streichen und auf den ersten Sonntag im Oktober zu verschieben.
Quellen: Tagesspiegel, CNN, aerzte-ohne-grenzen.de, vienna online

... Der Bundesgerichtshof (BGH) stärkte die Rechte von Verbauchern bei Internet-Auktionen Private Kunden, die Waren bei über Ebay oder andere Online-Auktionen von einem gewerblichen Unternehmen beziehen, können den Kauf nun nach dem Fernsabsatzgesetz innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Bisher galt das Auktionsrecht, welches Rücksendungen weitestgehend ausschließt.
Quelle: Financial Times Deutschland
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2004-11-02 + 03 ... Alle Nachrichten zur Wahl in den USA finden Sie hier auf einer Extra-Seite US-Wahl-Nacht 2004 am laufenden Band
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2004-11-01 ... Deutsche sind Sparstrümpfe - außer die Sandwich-Generation Wie der Sparkassen- und Giroverband Ende Oktober in Berlin mitteilte klettere im Jahr 2003 die Sparquote von 10,5 auf 10,7 Prozent (Sparsumme zu verfügbarem Einkommen). Das Netto-Geldvermögen stieg um 125 Mrd. Euro auf 3.922 Mrd. Als Hauptgrund nannte der Verband die Angst um die Altersversorung und die schwache Einkommensentwicklung und rechnet für 2004 mit einem weiteren Anstieg auf 11 Prozent. In Vermögensbarometer des Verbands in Zusammenarbeit mit Emnid blicken 31 Prozent der Bürger 2004 skeptisch in die Zukunft und rechnen mit einer Verschlechterung ihrer finanziellen Situation, zwei Prozent mehr als im Jahr 2003. Im Jahr 2001 waren es nur 18 Prozent. Die 14- bis 29-Jährigen und die 50- 59-Jährigen sparen mehr als noch vor einem Jahr. Unter den 30- bis 39-Jährigen stieg der Anteil der Nichsparer hingegen rasant von 19 auf 33 Prozent. Die sogenannte Sandwich-Generation stecke in hohem finanziellen Stress, so die Studie. "Diese Generation finanziere die umlagenfinanzierte Altersvorsorge, muss sich zugleich um die eigene Familie und Lebensplanung kümmern und zusätzlich eine private Altersvorsorge aufbauen."

... Berliner Wirtschaft profitiert Laut Medienberichten profitiert die Berliner Wirtschaft überdurchnschittlich durch die neuen EU-Länder seit ihrem Beitritt im Mai 2004. Befürchtungen, die neue Konkurrenz könne sich nachteilig auf den Berliner Wirtschaftraum auswirken, konnten nicht bestätigt werden, im Gegenteil. Die Exporte in die neuen EU-Staaten stiegen allein im ersten Halbjahr 2004 um satte 23 Prozent. Gefragt auf den Märkten Mittel- und Osteuropas seien Medizin- und Biotechnologie, Investitions- und Konsumgüter sowie unternehmensnahe Dienstleistungen.
Quellen: n-tv, Tagesspiegel, Sparkassen- und Giroverband "Vermögensbarometer 2004", Manager Magazin, Netzeitung

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