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Wirtschaftswetter Online-Zeitschrift     Wirtschaftswetter-Schwerpunktthema - in Windeseile


Wirtschaftswetter-Ressort NewsLiebe Leserinnen und Leser,

willkommen in den aktuellen Wirtschaftswetter-Nachrichten im März 2022. Die Nachrichten aus den Vormonaten und Vorjahren finden Sie ganz unten - und im:
Archiv.


News - Nachrichten - März 2022

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2022-03-27 SPD gewinnt Saarland haushoch. Die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger räumte bei der heutigen Landtagswahl im Saarland ab und holt laut Zwischenergebnis 43,8 Prozent (+14,2) für ihre Partei. Der bisherige Regierungspartner CDU verliert 12,4 Prozent Stimmen und landet bei 28,3 Prozent. Die Linke versinkt mit 2,6 Prozent (-10,3) in die Bedeutungslosigkeit und ist nicht im Landtag, in dem die AfD mit 5,6 Prozent verharrt. Die Grünen stehen derzeit bei 5,0 Prozent und könnten knapp im Landtag sein. Die FDP mit dem aktuellen Zwischenergebnis (Stand: 19:57 Uhr, 45 von 52 Wahlkreisen ausgezählt) von 4,8 Prozent könnte draußen sein. Übrige Parteien erhielten insgesamt rund 9,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt z. Zt. bei 61,0 Prozent.
Quellen: wahlergebnis.saarland.de/LTW/;
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2022-03-23 Madleine Albright verstorben. Die ehemalige UN-Botschafterin und erste weibliche Außeministerin (64th U.S. Secretary of State, 1991-2001) der Vereinigten Staaten, Politikerin der Demokratischen Partei und politische Autorin, Madeleine Albright verstarb heute, am 23. März 2022 im Alter von 84 Jahren, teilte ihre Familie mit. Albright wurde in Prag geboren und wanderte mit ihrer Familie nur wenige Tage nach der Invasion durch NS-Deutschland in die Tschechselowakei zunächst nach Großbritannien - und 1948 die USA aus. Sie prägte die Außenpolitik ihres Landes nach dem Zerfall des Ostblocks und trat unverblümt für eine weltweite Demokratisierung ein, nicht zuletzt durch ihre Erfahrungen in der Kindheit. Erst im Alter von 58 Jahren erfuhr sie von ihrer jüdischen Abstammung und dem Tod naher Angehöriger in den Konzentrationslagern. Sie schrieb mehrere Bücher, u.a. auch über ihre Erinnerungen ("Winter in Prag: Erinnerungen an meine Kindheit im Krieg"). Albright äußerter sich bis kurz vor ihrem Tod politisch, so bezeichnete sie Donald Trump als den "undemokratischsten Präsidenten der modernen amerikanischen Geschichte" und zuletzt am 23. Februar 2022 in einem Gastbeitrag in der New York Times den Einmarsch Putins in die Ukraine als "historischen Fehler".
Quellen: twitter.com, millercenter.org, nndb.com, nytimes.com;
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2022-03-21 Krieg gegen die Ukraine - Boris Romantschenko getötet. Am 18. März 2022 wurde einer der letzten Zeitzeugen, der Holocaust-Überlebende Boris Romantschenko im Alter von 96 Jahren während eines russichen Raketenangriffs auf seinen Wohblock in Charkiw, im Osten der Urkraine getötet.
Romantschenko hatte sich auch als Vize-Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora sein Leben lang gegen das Vergessen des Holocausts und der Gräuel des NS-Regimes eingesetzt und für den Frieden gekämpft, er hatte u.a. Buchenwald, Peenemüde, Dora und Bergen-Belsen überlebt. Weitere Informationen, externe Seite, buchenwald.de: Boris Romantschenko getötet.

Anlässlich der fortgesetzten Bombardierung durch das russische Militär hat sich das "Hilfsnetzwerk NS-Verfolgung in der Ukraine" gegründet, das Spenden für die dort akut bedrohten weiteren Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung sammelt, Webseite:
hilfnetzwerk-nsverfolgte.de

Wirtschaftswetter-Kommentar: So sieht also die "Entnazifizierung" der Urkaine durch Putin aus? Inzwischen setzt der Brain-Drain ein. Was übrig bleiben wird? Vielleicht sollte die russische Staatsspitze einmal darüber nachdenken, dass selbst das große Russland möglicherweise eines Tages zum Vassallenstaat seines heute noch freundlich lächelnden Nachbarn in der geplanten "neue Weltordnung" werden könnte, wenn es seinen vollkommen überflüssigen, blutigen Krieg weitertreibt, statt an den Verhandlungstisch zurückzukehren, die Waffen schweigen zu lassen und gemeinsam für ein verständnisvolles, internationales Miteinander zu kämpfen, an Stelle von gegeneinander. Letzteres war und ist schlicht das Allerletzte, was die Welt jetzt gebrauchen kann.
Quellen: buchenwald.de, hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de;
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2022-03-15 Verhandlungen in der Ukraine - Putin bombardiert weiter. Vertreter der Urkraine und Russland wollen ihre Verhandlungen fortsetzen, während Putin seit 20 Tagen fortgesetzt mehrere Städte in der Ukraine bombadieren lässt und versucht Kiew einzukesseln. Sämtliche Vermittlungsversuche und Forderungen unzähliger Regierungschef in Richtung Putin, die Angriffe einzustellen oder zumindest eine Wafferuhe zu ermöglichen, um Korridore für Hilfslieferungen oder Flüchtende zu öffnen, schlugen allesamt fehl. Die Zahlen der in mehreren ukrainischen Regionen durch russische Angriffe Getöteten unter der Zivilbevölkung steigen, darunter Frauen und Kinder auf der Flucht, die Zahl der aus der Ukraine in angrenzende Länder und in die EU Flüchtenden erhöhte sich mittlerweile auf rund 2,5 Millionen Menschen. Die Regierungschefs Polens, Sloweniens und Tschechiens reisen heute nach Kiew, um Präsident Selenskyj zu treffen. OVDinf.org meldete 14.915 Festnahmen in Russland aufgrund von Anti-Kriegs-Kundgebungen. In Russland reicht es ähnlich wie in China aus, irgendein Schild hochzuhalten, um festgenommen zu werden. Darunter befindet sich nun auch die russische Fernsehredakteurin von Kanal Eins Russland, Marina Ovsyannikova, die es am 14. März 2022 geschafft hatte, sekundenlang ein Schild gegen den Krieg im russischen Staatsfernsehen in die Kameras zu halten. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort nach der Festnahme ist unbekannt. Update: Inzwischen hat sie ein Interview gegeben. Es wird befürchtet, dass ihr neben einer Geldstrafe, für ein anderes "Vergehen", ein weiteres Verfahren droht. Das Auswärtige Amt warnte in den vergangenen Tagen sich noch in Russland aufhaltende Deutsche davor, sich zum Krieg in der Ukraine zu äußern. ARD und ZDF haben die Berichterstattung aus ihren Moskauer Büros wieder aufgenommen - unter Ausnahme der militärischen Lage in der Ukraine, die zum Schutz der Mitarbeiter*innen nur noch aus anderen Ländern fortgesetzt werden kann. Seit dem 4. März gilt in Russland ein neues "Mediengesetz", das 15 Jahre Haft für dem Kreml nicht genehme Ukraine-Kriegs-Berichterstattung abseits des gewünschten Begriffs "Sonderoperation" vorsieht. Das Video von dem Anti-Kriegsprotest Ovsyannikovas ist in sozialen Medien zu sehen, u.a. auf Youtube, externe Seite: NoWar.

Inge Deutschkron verstorben. Die während ihrer Kindheit mit ihrer Mutter von Freunden und stillen Held*innen während des Holocausts versteckte Überlebende und untermüdliche Kämpferin für Erinnerungskultur und Menschenrechte Inge Deutschkron ist am 9. März 2022 im Alter von 99 Jahren in Berlin verstorben. Deutschkron arbeitete lange Jahre als Journalistin und Korrespondentin, lebte und wirkte in Israel und Deutschland, bevor sie sich endgültig wieder in Berlin niederließ. Inge Deutschkron gründete 2006 die gleichnamige Inge Deutschkron Stiftung, die sich u.a. den stillen Helden der Nazi-Schreckenherrschaft widemt. Sie wurde mit unzähligen Ehrentiteln ausgezeichnet und ist Ehrenbürgerin von Berlin.
Weitere Informationen, externe Seite inge-deutschkron-stiftung.de, PDF: Biografie Inge Deutschkron
Quellen: kremlin, ru, gov.ua, gov.pl. vlada, gov.sk, vlada.cz, auswaertiges-amt.de, ard.de, zdf.de, inge-deutschkron-stiftung.de, berlin.de;
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2022-03-07 Weltfrauentag 2022 - "Wir stehen an eurer Seite", "Dieser Krieg ist nicht euer Krieg". Zum Weltfrauentag 2022 aus dem Auswärtigen Amt, würdigt Bundesaußenimisterin Baerbock auf einer Veranstaltung Ukrainerinnen, Russinnen und Belarussinen, externe Seite, auswaertiges-amt.de: Geschlechtergleichstellung heute für ein nachhaltiges Morgen

Wirtschaftswetter-Kommentar: Leider wird auch der diesjährige Weltfrauentag mehr denn je von Gewalt überschattet, im Jahr 2022 insbesondere durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine - so dass heute die schwerwiegenden Folgen für die Urkrainerinnen in den Fokus gerückt sind. Viele fragen sich seit dem 24. Februar 2022, was Putin umtreibt, im 21. Jahrhundert einen Krieg anzuzetteln, der nicht nur eine immanente Big-Bang-Gefahr birgt, sondern mit der aus dem Kreml bereits offen gedroht wurde. Zu diesem Szenario und der Intention dazu äußerte sich am Dienstag Nina Chruschtschowa in der Tagesschau, externe Seite, tagesschau.de: "Er lebt den Traum vom großslawischen Reich".
Zusätzlich melden mehrere Medien immer kryptischere Auftritte und Äußerungen Putins. Heute soll er Tulpen verteilt und dabei - anlässlich - des auch in Russland begangenen Frauentages nicht etwa einen Vortrag über dessen Initiatorin, nämlich der in Russland hochgeschätzten Clara Zetkin - sondern über die Zarin Katharina die Große gehalten haben. Viele Medien spekulieren außerdem aufgrund diverser Meldungen über eine baldigen Abschied Putins aus der Politik, während Chrutschtschowa tags zuvor eindringlich vor Optimismus gewarnt hatte. In Kombination dürfte es wohl ziemlich egal sein, ob eine Frau oder ein Mann auf den zementierten Zarenthron folgen sollte. Katharina die Große starb 1796. 226 Jahre später, am 8. März 2022 hat der Generalbundeswalt ein Strukturermittlungsverfahren gegen unbekannt, wegen möglicher Kriegsverbrechen in der Ukraine eingeleitet. Ein Trost in diesen düsteren Zeiten, aus folgendem Grund: Die beste Freundin einer Frau ist die Demokratie - die von Männern auch. Und dazu gehört nun einmal ein Rechtsstaat.

Und jetzt aus der trüben Gegenwart zurück in die Zukunft, heise.de würdigt am 8. März die großen Tech-Ladies: Lovelace, Hopper, Hamilton + Co - Wie kluge Frauen die Tech-Welt beeinfluss(t)en
Quellen: auswaertiges-amt.de, generalbundesanwalt.de, heise.de;
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2022-03-06 ... +++ Kurzmeldungen +++Schleswig-Holstein lässt Hilfstransporte am Sonntag durch. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hebt das Sonntagsfahrverbot für LKW, die Hilfstransporte für die Ukraine fahren, vorerst bis zum 26. Juni 2022 auf. Auch an Feiertagen dürfen ab sofort LKW mit Hilfsgütern rollen.

+++ Spenden gegen die Zerstörung der ukrainischen Stromversorgung +++ . Die russische Armee greift laut übereinstimmenden Berichtern immer mehr die Energieversorgung der Ukraine an. Als Folge können u.a. Flüchtende, Rettungskräfte, Nachtwachen und wortwörtlich auseinandergesprengte Familie nicht mehr miteinander kommunizieren und nachts wird es stockdunkel auch in den - wie die WHO heute bestätigte - angegriffenen Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Der Berliner Verein Ideen³ e.V. hat deshalb auf betterplace.org eine Spendenaktion für Solarpanels für die Ukraine ins Leben gerufen, man kann aber genauso auch klassisch per Überweisung spenden, weitere Infos, externe Seite, betterplace.org: Freiheitsenergie für die Ukraine

+++ Angriffe auf Gesundheitszentren in der Ukraine +++ . Auch die WHO ruft zu Spenden für die Ukraine auf, um die akut bedrohte medizinische Versorgung zu unterstützen. Außerdem bestätigte die Weltgesundheitsorganisation 6 russische Angriffe auf ukrainische Gesundheitszentren mit 6 Toten und 11 Verletzten. Damit wurde internationales Recht verletzt. Die WHO forderte zudem am 4. März 2022 sichere Korridore, um die gestern in Lviv über Warschau, Polen einetroffenen 36 Tonnen medizinische Versorgungsgüter in die Gegenden der Urkraine ausliefern zu können, in denen diese am dringensten benötigt wird.

+++ UN-Frauen warnen vor Risiken des Kriegs für Mädchen und Frauen +++ . Die UN-Frauen in Deutschland warnen vor einem erhöhten Risiko sexualisierter und geschlechtspezifischer Gewalt zum Nachteil für die aus der Ukraine flüchtenden und in der Ukraine ausharrenden Frauen und Mädchen, die vor Ort unter extrem schwierigen Bedingungen und persönlichem Risiko u.a. dafür Sorge tragen, dass das Gesundheitssystem und die Versorgung von Kindern nicht vollends zusammenbrechen.

Wirtschaftswetter-Kommentar: Die Nothilfe für die immer offensichtlicher durch das russische Militär bombardierte Zivilbevölkerung der Ukraine ist überlebensnotwendig, gerade weil Millionen Frauen und Kinder unter den unmittelbar Betroffenen der Kriegshandlungen sind. Aber das reicht nicht, die UN-Frauen-Organisation sollte endlich gemäß der Resolution S/RES/1325 aktiv eigene Verhandlungen mit Vertreterinnen aus der Ukraine und Russland zur Beendigung des Kriegs in der Urkraine durchsetzen, und zwar jetzt.
Die Resolution 1325, vor 22 Jahren zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit verfasst und am 31. Oktober 2000 vom UN-Sicherheitsrat übernommen, statuiert die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen an der Vorbeugung und Lösung sämtlicher Konflikte, weltweit in allen UN-Staaten, Zitat: Noting the need to consolidate data on the impact of armed conflict on women and girls, 1. Urges Member States to ensure increased representation of women at all decision-making levels in national, regional and international institutions and mechanisms for the prevention, management, and resolution of conflict", der - wie alle anderen Punkte der Resolution ebenfalls- einmal mehr, und damit auch in diesem Angriffskrieg ignoriert wird. Eine eigens eingerichte Task Force, die genau das verhindern sollte, muss jetzt reanimiert werden: Ihre letzten "Aktivitäten" zu den Fortschritten der Umsetzung weiblicher Beteiligung an Friedens- und Sicherheitsprozessen stammen offenbar aus dem Jahr 2004: Taskforce on Women, Peace and Security und das "jüngste" Jahrestreffen der diesem Gremium übergeordneten Inter-Agency Network on Women and Gender Equality fand im Jahr 2014, sechs Jahre vor der Corona-Pandemie und acht Jahre vor dem Angriff Russlands auf die Urkraine, und damit sehr lange vor zwei ernstzunehmenden, weltweiten Krisen statt, von denen Kinder und Frauen stark betroffen sind und die genau deshalb zum unverzüglichen Handeln in ihren Interessen aufrufen. Die 66. Sitzung der UN-Frauenrechtskomission, Commission On The Status of Women, findet vom 14. bis zum 25. März 2022 statt und sollte dementsprechend reagieren. +++
Quellen: schleswig-holstein.de, betterplace.org, who.int, euro.who.int, twitter.com, unwomen.de, unwomen.org, un.org;
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2022-03-05 ... Russland: Neues Gesetz - 15 Jahre Haft für unabhängige Berichterstattung. In Russland wird unabhängige Berichterstattung einmal mehr direkt angegriffen und Journalisten für von der staatlichen Propaganda abweichende Inhalte, aktuell mit Bezug auf den Krieg in der Ukraine, u. a. mit 15 Jahren Haft bedroht, durch Gesetze, die Putin gestern in Kraft gesetzt hat. Als Konsequenz stellte vor wenigen Tagen bereits der letzte unabhängige russische TV-Sender Doschd seine Arbeit ein, deren Webseite zuvor von der Regierung kassiert worden war. Mehrere Mitarbeiter flohen mit ihren Familien kürzlich ins Ausland. Die sehenswerte Doku über den Sender "F@ck This Job" finden Sie in der Mediathek. ARD, ZDF u.a. internationale Medien kündigten als Reaktion an, die Auswirkung der Gesetze auf ihre Arbeit zu überprüfen und setzen zum Schutz ihrer Mitarbeiter die direkte Berichterstattung aus ihren Moskauer Büros vorerst aus, berichten aber von Nachbarstaaten aus weiter umfassend.
Damit nähert sich Russland immer mehr den Methoden Chinas an, in dem eine unabhängige Berichterstattung ebenfalls unmöglich ist und eine freie Presse nicht mehr existiert. Auf der Liste bedrohter Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen rangierte Russland zuletzt auf Platz 150 und China auf Platz 177 von insgesamt 180 untersuchten Staaten. Die Folgen des Vorgehens dieser Regierungen sind immens, inbesondere auch für die Wissenschaft, die ohne belegbare Daten und internationalen Infomationsaustausch ebenfalls nicht funktioniert. In Russland darf der Angriffskrieg in der Ukraine u.a. nur als "militärische Sonderoperation" bezeichnet werden. Derartige Umdichtungen von Fakten in der Regierung genehme Begrifflichkeiten ist auch in China an der Tagesordnung.

Weitere Informationen, externe Seite, reporter-ohne-grenzen.de, Stand Juli 2021: Journalismus in China - Der große Sprung zurück

Und, Stand August 2021: Online-Medien werden zerstört
Quellen: ard.de, zdf.de, reporter-ohne-grenzen.org;
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2022-03-04 ... UN-Generatlversammlung - Resolution gegen Putins Überfall auf die Ukraine, Angriff auf Atomkraftwerk. Mit einer großen Mehrheit von 141 Staaten (von insgesamt 193) verurteilte die Generatlversammlung der Vereinten Nationen (UN) in einer Dringlichkeitssitzung am Donnerstag, 3. März 2022 den militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine. Der von Präsident Putin angeordnete, am 24. Februar beginnende und fortgesetzte Angriff auf dessen Nachbarland erhielt Zuspruch lediglich aus 5 Staaten: Russland, Belarus, Nordkorea, Syrien und Eritrea. Es gab außerdem 35 Enthaltungen, darunter China, Indien und der Iran. Dringlichkeitssitzungen der UN-Vollversammlung finden selten statt, ein "Eigen"-Veto wie jüngst im UN-Sicherheitsrat geschehen, in dem Russland einen ständigen Sitz innehat, und eine Resolution mit der eigenen Stimme verhindern konnte, kann in der Generalsversammlung nicht eingelegt werden. Die Resolution fordert von Russland die sofortige Einstellung der Kriegshandlungen.
Der Exodus aus der Urkraine setzt sich indes fort: Aus der Ukraine sind seit Einsetzen der Aggression des Putin-Regimes vor erst einer Woche bereits eine Million Menschen geflüchtet, in der Mehrheit Frauen und Kinder, die in der Ukraine immer mehr Opfer unter der Zivlebevölkerung stellen, durch einen "sinnlosen Krieg", wie sich der UN-Flüchltlingskommissar Filippo Grandi äußerte, weitere Informationen, externe Seite, news.un.org: 'Senseless war" forces one million to flee Ukraine, UN refugee chief. Nach übersteinstimmenden Medienberichten hat die russische Armee in der Ukraine gestern das dortige, in Europa größte Atomkraftwerk "Zaporizhzhia Nuclear Power Plant (NPP)" beschossen, das daraufhin in Brand geraten war und nun unter russischer Kontrolle sein soll. Weitere Meldungen, u.a. zum kontrollierten Herunterfahren durch ukrainische Mitarbeiter konnte noch niemand bestätigen. Zuvor hatte Putins Armee bereits das 1986 explodierte Atomkraftwerk Tschernobyl "erobert". In wenigen Minuten soll gleich zur Situation in und um das Atomkraftwerk eine Pressekonferenz stattfinden, wie die internationale Atomaufsichtgsbehörde IAEO mitteilte; weitere Infos, externe Seite, iao.org: Update 10 - IAEA Director General Statement on Situation in Ukraine

Sanktionen gegen Russland. Der durch Stiftungen und Spenden finanzierte Journalsiten-Verbunden Correctiv hat einen Sanktionstracker aufgesetzt, der fortlaufend aktualisiert über die Anzahl, Ziele und den Verlauf der Sanktionen gegen Russland informiert, weitere Infos, externe Seite, correctiv.org: Sanktionstracker - Aktuelle Sanktionen gegen Russland.

Wirtschaftswetter-Kommentar: Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Russinnen und Russen entschuldigen, inbesondere auch bei allen mutigen, russischen Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Bürger*innnen und bei allen Kindern und jungen Menschen Russlands, die nun unter den Folgen des Angriffskrieg dieses russsischen Präsidenten zu leiden haben, weil sie für dessen sinnlosen Überfall auf die Ukraine absolut nichts können und willentlich rein gar nichts dazu beigetragen haben: Sie sind nicht gemeint, wir schätzen Sie genauso sehr wie alle Urkrainer*innen und haben allen Respekt davor, unter welchem Druck Sie jetzt stehen, von Maulkörben, Festnahmen, Arbeitslager, Gewalt und Restriktionen bedroht, weiterzuarbeiten und weiterzuleben. Manche von Ihnen halten allein noch um der nächsten Generation willen durch.

Wir schließen uns hierin auch den vielen kleinen Einzelhändlern Europas an, die mit ihren Schildern an den Eingängen ihrer Ladengeschäfte dies zum Ausdruck bringen, indem sie allein Putin ein lebenslängliches Hausverbot erteilten, aber ausdrücklich nicht ihren nach wie vor gern gesehenen russischen Kund*innen und Besucher*innen. Wir hoffen genauso wie Sie, dass dieser überflüssige, sinnlose Krieg unverzüglich eingestellt wird und ein Weg aus dem Staats-Terror Russlands gefunden werden kann, zu einer friedlicheren Welt, nach der sich die Mehrheit der erwachsenen Weltbevölkerung sehnt und die alle Kinder und Jugendlichen sämtlicher Nationen nicht zuletzt nach zwei Jahren Pandemie schlicht verdient haben.

Doch diese Realität eines laufenden 21. Jahrhunderts, damit dessen Notwendigkeiten und Herausforderungen, ignoriert nicht zuletzt einen in veralteten Strukturen feststeckender UN-Sicherheitsrats spätestens seit dem Eigentor (Veto) Russlands in mittlerweile geradezu beeindruckender Vollkommenheit eines Totalversagens am laufenden Band. Dabei tragen die seit dem zweiten Welktrieg feststehenden, unter Ausnahme eines jeweils kompletten Systemwechsels in Russland (1991) und in China (1971) - fünf Veto-Mächte laut Artikel 24 der UN-Charta nichts weniger als die schwergewichtige "Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit". Näher an den Realitäten der Gegenwart als lediglich noch theoretisch vorhandene Vorstellungen von "Weltfrieden" des aktuellen Sicherheitsrats erscheint wohl eher dessen ausgerechnet in diesen Zeiten akuter Hirntod zu sein (einem ehemaligen Macron-Zitat entlehnt).
Quellen: unric.org, news.un.org, iaea.org, correctiv.org;
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2022-03-01 ... Kurzmeldungen +++ . Solidarität - 250.000 in Köln auf Friedesndemo +++. In mehreren deutschen Städten wurden die Friedensdemonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine fortgesetzt. In Köln hatte das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. den für gestern geplanten Rosemontagsumzug kurzfristig abgesagt und an Stelle dessen zur einer Friedensdemonstration für die Ukraine aufgerufen, an der sich am Montag, 28.02.2022 eine Viertelmillion Kölnerinnen und Kölner beteiligten.

+++ Urkraine - Russische Kriegshandlungen fortgesetzt +++ . Trotz der weltweiten Ablehnung des Angriffskriegs setzt der russische Präsident Putin die schweren Kriegshandlungen gegen die Ukraine fort. U.a. wurden Raketeneinschläge und massiver Beschuss in ukrainischen Städten, außerdem über Veletzte und Todesopfer des russischen Vormarschs gemeldet, darunter auch ein sechsjähriges Mädchen, das seinen tödlichen Verletzten erlag, trotz aller Rettungsversuche durch Notärzte, wie mehrere Sender berichteten. Außerdem soll sich ein kilometerlanger Militärkonvoi Russlands auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt Kiew bewegen, wie Satellitenbilder zeigen.

+++ Sanktionen - Ehre genommen +++. Die weltweiten Sanktionen gegen Präsident Putin und seine Regierung weiten sich aus. U.a. haben am Montag, 28. Februar 2022, die internationalen Fußballverbände FIFA und die UEFA in einer gemeinsamen Mitteilung, den Ausschluss aller russischen Vereine und Nationalmannschaften von sämtlichen Wettbewerben bekanntgegeben. Die Verbände erklärten weiter, sich solidarich mit den betroffenen Menschen in der Ukraine zu zeigen. Bereits zuvor hatte man angekündigt, auf dem Gebiet von Russland keine internationalen Wettbewerbe mehr zu veranstalten, solange die Agression in der Ukraine andauert. Dem russischen Präsisdenten wurden wegen des Einmarschs in der Ukraine bereits am Sonntag, 27.02.22, die Titel des Ehrenvorsitzenden und der eines Botschafters des Internationalen Judo-Verbands, International Judo Federation (IJF) aberkannt.
Die Münchner Philharmoniker und der Oberbürgermeister Münchens gaben heute bekannt, sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Chefdirigenten Valery Gergiev getrennt zu haben. Hintergrund ist die unbeantwortete Aufforderung, Zitat:" (...) sich eindeutig und unmissverständlich von dem brutalen Angriffskrieg zu distanzieren, den Putin gegen die Urkraine und nun inbesondere auch gegen unsere Partnerstadt Kiew führt." Zitatende

+++ Wissenschaft - Mit Krieg unvereinbar +++ Bereits einen Tag nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatten sich russische Wissenschaftler gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen, ähnlich die Allianz deutscher Wisschenschaftsorganisationen, ein übersetzter Auszug der russischen Wissenschaftler*innen ist u.a. auf Spektrum.de zu finden: Aufruf gegen den Krieg

+++ Bevölkerung - Urkrainer*innen und Russ*innen in Deutschland +++ . Wie das Statistische Bundesamt am Montag, 28.02.2022, mitteilte, lebten in Deutschland mit Stichttag 31.12.2020, rund 235.000 Russ*innen und 135.000 Ukrai*innerinnen in Deutschland, die damit 2,2 bzw. 1,3 Prozent der ausländischen Bevölkerung im Bundesgebiet von insgesamt 10,6 Millionen Personen stellten. Seit dem Jahr 2021 nahmen nach vorherigen Einbrüchen die Zuzüge von Menschen aus der Ukraine und aus Russland um +2 Prozent und um +21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2020 wieder zu. +++
Quellen: koelnerkarneval.de, bundeswehr.de, uefa.com, fifa.com, ijf.org, mphil.de, spektrum.de, destatis.de;
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News Januar 2022

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