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Wirtschaftswetter-Ressort NewsLiebe Leserinnen und Leser,

willkommen im Herbst + Winter 2022 und in den aktuellen Wirtschaftswetter-Nachrichten im Dezember 2022. Die Nachrichten aus den Vormonaten und Vorjahren finden Sie ganz unten - und im:
Archiv.


News - Nachrichten - Dezember 2022

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2022-12-30 ... Trauer um Pele. Der brasilianische Stürmer, mehrfache Torschützenkönig und in den Worten seiner Anhänger und ehemaligen Gegner "Alleskönner, komplette Stürmer, perfekte Spieler", und damit beste Fußballer der Welt, Pele ist am Donnerstag, 29.12.2022, im Alter von 82 Jahren in einer Klinik in Sao Paulo, Braslien an den Folgen einer schweren Krebserkrankung verstorben. Weltweit wurde der dreimalige Weltmeister (1958 in Schweden, 1962 in Chile und 1970 in Mexiko), der für unzählige Spielergenerationen Inspiration und Vorbild war, bereits zu Lebzeiten durchgehend für seine außergewöhnlichen, fußballerischen Fähigkeiten gewürdigt, die bis in die Gegenwart als bisher unerreicht gelten. Die Trauer in der internationalen Fußballwelt ist entsprechend groß. In Brasilien wurde eine dreitägige Staatstrauer angesetzt.

... Trauer um Vivienne Westwood. Ebensfalls am Donnerstag, 29.12.2022 verloren hat die Welt die Mode-Ikone Vivienne Westwood, die im Alter von 81 Jahren friedlich, im Kreis ihrer Familie im Süden Londons, UK verstarb. Westwood, die einst mit ihrer kleinen Boutique mitten in London den Siegeszug stylischen Punk-Outfit begründete, stieg danach mit ihrem eigenen Mode-Imperium zu einer der einflussreichsten Designerinnen der Gegenwart auf. Sie blieb trotz ihres wirtschaftlichen Erfolgs stets eine bodenständige Konsumkritikerin und kreative Rebellin und erschien zur Verleihung des Titels "Officer of the Order of the British Empire (OBE)" durch die Queen im Jahr 1992 ausgewählt elegant gekleidet, aber ohne Höschen. 2015 fuhr sie mit einem weiß lackierten Panzer beim damaligen Premier David Cameron auf dessen Landsitz vor, um gegen dessen Fracking-Pläne zu protestieren. Vivienne Westwood erteilte dennoch den Rat, grundsätzlich "lieber etwas zu gut, als zu schlecht gekleidet" aus dem Haus zu gehen. 2006 folgte die Verleihung des Titels "Dame". Ihr Ehemann, Alexander Kronthaler wird das Modehaus weiterführen.
Quellen: fifa.com, dfb.de, gov.br, vogue.com, viviennewestwood.com, climaterevolution.co.uk;
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2022-12-27 ... Schulverbot, Studierverbot, Arbeitsverbot - Systematische Untersdrückung von Frauen und Mädchen in Afghanistan = Verelendung der gesamten Bevölkerung. Die systematische Unterdrückung der Frauen und Mädchen in Afghanistan seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban im August 2021 schreitet im Eiltempo voran und proportional dazu die Verelendung der Bevölkerung. Nach dem Ausschluss sämtlicher Mädchen vom Besuch weiterführender Schulen nach der Machtübernahme in 2021 wurden kurz vor Weihnachten 2022 erst alle weiblichen Studentinnen aus den Universitäten verwiesen und über die Feiertage zuletzt weiblichen Mitarbeiterinnen von NGOs die Arbeit untersagt. Internationale Organisationen und mehrere Staaten verurteilten das Vorgehen scharf, wie zuletzt bereits den Ausschluss aller Frauen aus den Unversitäten. Mehrere der dort noch übrigegebliebenen NGOs kündigten jetzt ihren Rückzug aus Afghanistan an, weil sie ohne weibliche Mitarbeiterinnen ihre Arbeit nicht fortführen können. Das Bundesministerium für Entwicklung erwägt als Konsequenz erstmals die Einstellung der Unterstützung für Afghanistan und wird sich mit der Weltbank u.a. zur gegewärtigen Situation entsprechend beraten. Die Fehlentscheidung der Machthaber droht die gesamte afhganische Bevölkerung, von der allein 28 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, in eine flächendeckende, langfristige Verelendung zu treiben. Afghanistan steht nach Platz 1 in 2021 weiter ganz oben auf der Beobachtungsliste 2023 (Emergency Watchlist 2023) der Organisation International Rescue Committee (IRC) der Staaten mit den gegenwärtig schlimmsten humanitären Katastrophen und prangert an, dass die geschlechsspezifische Gewalt und Ausbeutung das ganze Land in die Armutkatastrophe treibt, von deren existenziellen Konsequenzen inzwischen auch massenhaft Jungen und Männer direkt betroffen sind. Auch diese Organisation, die seit 1988 in dem Land tätig ist, und rund 40 Prozent, etwa 3000 weibliche Mitarbeiterinnen beschäftigt und für das kommende Jahr 2023 ursprünglich rund 800.000 Menschen in Afghanistan zu unterstützen plante, sieht sich jetzt durch die Fehlentscheidung der neuen Machthaber gezwungen, ihr Engagement erstmals komplett einzustellen. Weitere Informationen, externe Seite, rescue.org, externe Seite, Pressemitteilung und Link zum Statement: Deepening Crisis - Afghanistan. Über die Verelendung vor Ort hinaus hat der Vorgang auch Konsequenzen für das erst seit Oktober 2022 eingesetzte und bis September 2025 laufende Bundesaufnahmeprogramm, das - unabhängig vom Programm für ehemalige Ortkräfte -, eigenständig gefährdeten Afghaninnen und Afghanen in Not - u.a. alleinstehenden Frauen mit Kindern - die Ausreise nach Deutschland ermöglichen soll. Allerdings erfolgen die Anträge ausschließlich über bestimmte im Land tätigen NGOs, von denen nun immer mehr der seit 2021 noch übriggebliebenen aufgeben. Einige Bundesländer wollten dementsprechend zusätzlich eigene Landesprogramme aufstellen, deren Verfahrensfortschritte uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt sind.

Beobachtungsliste 2023 der schlimmsten Lagen weltweit, externe Seite, rescue.org, PDF, Englisch: Emergency Watchlist 2023
Quellen: un.org, auswaertiges-amt.de, bmz.de, savethechildren.de, care.de, rescue.org, bundesaufnahmeprogrammafghanistan;
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2022-12-21 ... Belastung im Gesundheitswesen, Städtetag-Präsident will Sofortmaßnahmen - Ärztekammer reagiert sofort. Aus Sorge um die kommunalen Kliniken schlug der Präsident des Deutschen Städtetags Dedy - dessen Geschäftsstelle vom 24.12.22 bis 01.01.2023 durchgehend geschlossen ist - , heute vor, dass der derzeitigen Krise in der medizinischen Akutversorgung mit Sofortmaßahmen begegnet werden müsse, u.a. könnte in Arztpraxen auch nach 18:00 Uhr, an den Wochenenden und Feiertagen gearbeitet werden, Zitat, staedtetag.de vom 21.12.22: "Außerdem eine dringende Bitte an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte – bitte prüfen Sie, ihre Praxen auch noch nach 18:00 Uhr, am Samstag und Sonntag und an den Feiertagen offen zu halten.".
Die Retourkutsche folgte prompt - von der Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK) Lundershausen via Ärzteblatt nur Stunden später, Zitat: "„Wir brauchen keine klugen Ratschläge von Menschen, die pünktlich Feierabend machen können.“
Lundershausen erläutert in dem Interview u.a., was viele Patienten längst wissen, nämlich dass die auf Praxenschildern und - webseite angegebenen Öffnungszeiten faktisch mit Beginn der Pandemie bereits seit drei Jahren außer Kraft gesetzt worden sind und sich die Niedergelassenen folglich seitdem rund um die Uhr im Dauereinsatz für immer zahlreichere Patienten befinden, die momentan vorwiegend der dieses Jahr sehr früh begonnenen Grippesaison, dem RSV-Virus und nachrangig auch anderen Erregern zum Opfer fallen. Das ist auch kein Wunder: Schließlich sind sämtliche, während der Corona-Pandemie eingeführten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen, inklusive Schnutenpulli selbst im ÖPNV, und zwar politisch gewollt, mit wenigen Ausnahmen flächendeckend und weitestgehend abgeschafft worden, die das Robert-Koch-Instiut (RKI) aktuell empfiehlt anzuwenden.
Einig ist man sich indes in dem Punkt, das dringend etwas geschehen muss, damit in der bereits sehr angespannten Lage nicht fortgesetzt Bagatellfälle die Notaufnahmen in den Kliniken und Notfallsprechstunden in den Praxen verstopfen. Dazu trägt allerdings auch ein - trotz fortschreitender Digitalisierung - enormes Maß an ebenso fortschreitender Bürokratiesierung bei und zusätzlich der aktuelle Medikamentenmangel, der verzweifelte Patientinnen und Patienten regelrecht in die Praxen und Kliniken treibt, weil sie sich ohne vorhandene Medikamente zu Hause - Stichworte: Fiebersaft für Kinder oder Krebsmedikamente - schlicht nicht mehr selbst zu helfen wissen. Und das alles - auch die zeitaufwendige Suche nach Ersatz-Medikamenten durch Ärztinnen und Ärzte - erhöhen die Komplexität sowie den Zeitaufwand selbst jeder "einfachen Erkältung" und verlängern Patientenufenthalte in Praxen und Kliniken dementsprechend.
Bundesgundheitsminister Lauterbach hatte am Dienstag bereits Sofortmaßnahmen gegen den Medikamentenmangal angekündigt und will mit flexibleren Einkaufsreisen Pharma-Herstellern entgegenkommen, um die Lage wenigstens in den Spitzen der Knappheit in den nächsten Wochen der erwartbar noch anhaltend hohen Infektionszahlen zu entschärfen.
Quellen: städtetag.de, aerzteblatt.de, bundesgesundheitsministerium.de, influenza.rki.de, rki.de;
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2022-12-19 ... Ganz oben - Argentinien ist Fußball-Weltmeister 2022. In einem an Spannung kaum zu toppenden - stundenlangen - WM-Finale setzte sich Argentinien am Sonntag, 18.12.2022 am Ende im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen Frankreich durch; nach einem irren Krimi im regulären Spiel und in Verlängerung mit 3:3, das den Kräftrgleichstand beider Teams wiederspiegelte, womit offensichtlich die aktuellen beiden besten Teams genau dort landeten, wo sie hingehörten. Damit ist Argentinien nach 36 Jahren das 3. Mal Weltmeister und Lionel Messi ist 2022 ganz oben, der seine Karriere damit auch mit einem persönlichen Highlight beendet, das ihm niemand mehr nehmen kann, verdient auch die Auszeichnung als bester Spieler des Turniers. Die Enttäuschung Frankreichs ist im ersten Moment nach so viel Anspannung verständlich, im zweiten Schritt wird man feststellen, dass der zweite Platz bei einer WM kaum jemals so leuchtend glänzte wie dieses Mal. Hut ab vor diesen beiden Mannschaften, die dem Publikum ein derart fulminantes Endspiel lieferten.
Und ansonsten? Auch wenn das Wirtschaftswetter im Gegensatz zu anderen Redaktionen in dem Spruch Infantinos über die letzte 3000 Jahre durchaus einen gewissen Charme und Witz erkannte - so ganz anders als die dröge Idee, alle drei Jahre eine WM zu veranstalten -, zitieren wir ohne jede weiteren Kommentar zu dieser WM Luis Figo aus dem Jahr 2015, anlässlich seines Rücktritts von der Kandidatur zum FIFA-Präsidenten, Zitat: "Ich werde weiter zur Verfügung stehen, sobald nachgewiesen ist, dass die FIFA keine Diktatur ist.".

... Warnung vor Blitzeis, Glatteis und Eisregen. Deutschland wird heute großflächig von einem Wetterumschwung erfasst, der die Temperaturen steigen lässt und im Laufe des Tages von Nordwest nach Osten fortschreitend seit heute Morgen für Regen sorgt, der auf den gefrorenen Boden trifft. Die Folgen sind Glatteis, Eisregen und Blitzeis. In Norddeutschland fällt in vielen Regionen bereits die Schule aus. Wer nicht unbedingt raus muss, sollte das Auto heute stehen lassen, auch Busse und Bahnen sind betroffen, erkundigen Sie sich über die Lage bei Verkehrsverbindungen, verfolgen Sie die Wetter- und Verkehrsmeldungen in Ihrer Region, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Quellen: fifa.com, dwd.de;
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2022-12-17 ... EZB, Leitzins: +0,5 Prozent Am Donnerstag, 15.12.2022 beschloss der Rat der Europäische Zentralbank (EZB/ECB) den Leitzins um 50 Basispunkte oder 0,5 Prozent auf 2,5 Pozent zu erhöhen - und damit etwas weniger als zunächst erwartet worden ist. Weitere Informationen, extere Seite, ecb.europa.eu: Geldpolitische Entscheidungen - 15. Dezember 2022

... Energiepreisbremse beschlossen Am Donnerstag, 15.12.22 hat der Bundestag die Energiepreisbremse beschlossen, um Verbraucherinen und Verbraucher zu entlasten, außerdem wurde ein Hartfallfonds eingerichtet, der sich auf weitere Heizmittel über das übliche Heizen mit Gas oder Fernwärme bezieht. Weitere Infos, externe Seite, bmwk.de, Übersichtseite des Bundeswirtschaftsministeriums, rechts fnden sich via PDF die FAQ-Listen zu den einezlen Energiebremsen: Bundestag beschließt Energiepreisbremsen - Wichtige Entlasugen für Verbraucherinnen und Vebraucher
Die Deutsche Rentenversicherung hat kürzlich gemeldet, dass die antragslose Auszahlung der im Rahmen der Soforthilfe von der Bundesregierung beschlossene Energiekostenpauschale für 19,7 Millionenen Rentnerinnen und Rentner am 7. Dezember angewiesen worden ist, die bis Ende Dezember 2022 auf dem Konto eintreffen wird, in wenigen Ausnahmefällen spätestens Anfang Januar 2023. Weitere Informationen, externe Seite, deusche-rentenversicherung.de: FAQ Energiepauschale für Rentnerinnen und Rentner.
Studenten und Studentinnen müssen die beschlossene Energiepauschaule von 200 Euro, die im Janaur 2023 ausgezahlt werden soll, dagegen beantragen, das Portal dazu soll um den 21. Dezember freigeschaltet werden.
Weitere Fragen zur Energiehilfe für Studierende, externe Seite, bmbf.de: 200 Euro Einmalzahlung für Studierende und Fachschüler

... Untersuchungausschus Afghanistan - Ortkräfte sagen aus. Im 1. Untersuchungausschuss (Afghanistan) sagten am Donnerstag und Freitag, 15. und 16.12.2022, Mitarbeiter und ehemalige Ortskräfte aus, die u.a. bei der KfW und bei der Caritas International beschäftigt waren oder sind und berichteten über die lebensbedrohliche Gefährdungslage der Ortskräfte und ihrer Familienanghörigen und über die bis in die Gegenwart bestehenden Probleme, u.a. bei der Nachholung von massiv bedrohten Familenangehörigen, die fortgesetzte Gewalt gegenüber diesen, darunter von Familienangehörigen von ausgeflogenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gegenüber vor Ort gebliebenen Mitarbeitern durch die Taliban und Kriminelle, insbesondere gegenüber Frauen. Weitere Informationen, 2. Teil der Befragung vom Freitag, 16.12.2022, externe Seite, bundestag.de: Zeugen berichten von Gefahren für Ortskräfte
Quellen: decb.europa.eu, bmwk.de, bundesregierung.de, bmbf.de, deutsche-rentenversicherung.de, bundestag.de/presse;
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2022-12-14 ... Teilnahme an öffentlich geförderten Jugendangeboten 2021 halbiert. Wie das Statistische Bundesamt heute Morgen mitteilte, nahmen im zweiten Corona-Jahr 2021 rund 4,4 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an Angeboten - darunter Ferienfreizeiten, Sprotveranstaltungen, Gruppenaktivitäten - der öffentlich geförderten Jugendarbeit teil. Das waren -49 Prozent weniger als noch im Vorpandemie-Jahr 2019 mit zu dem Zeitpunkt vorhandenen 8,6 Millionen jungen Menschen, die an solchen Programmen teilnahmen. Parallel zur sinkenden Teilnahme, nahmen auch die Angebote ab, und zwar um -32 Prozent auf im Jahr 2021 noch 106.700 vorhandene Angebote, womit ein historischer Tiefstand erreicht wurde (Statistik seit 2015). Allein an Kinder- und Jugend-Ferienfreizeiten beteiligten sich 2021 -600.000 weniger junge Menschen als vor der Pandemie. Dementsprechend ging ebenfalls die Zahl der Ehreamtlichen im Jugendbereich im Jahr 2021 gegenüber dem Jahr 2019 deutlich zurück, und zwar um -44 Prozent. Besonders gravierend wirkten sich die Folgen der Pandemie auf die internationale Jugendarbeit aus: Diese Angebote brachen 2021 um -67 Prozent ein und die Zahl der Teilnehmenden um -74 Prozent gegenüber dem Vorpandemie-Jahr 2019. Weitere Infos und Details, externe Seite, destatis.de: Jugendarbeit 2021 - Corona-Pandemie führt zu Rekordtief bei Angeboten und Teilnehmerzahlen

... Kiel: Feuerwehr befreit Besucher aus Fahrstuhl. Einen etwas zu hohen Preis zahlten am Dienstag, 13.12.2022, fünf Besucher nach dem Genuss der Aussichtsplattform am Rathausturm in Kiel, als sie am Nachmittag gegen 16:00 Uhr wieder mit dem Fahrstuhl zurück ins Erdgechoss fahren wollten. Wie die Feuerwehr in Kiel mitteilte, blieb der Fahrstuhl im 12. Stock hängen, der Fahrkorb hatte sich vermutlich verkantet. Die Aufzugsfirma konnte darum nicht helfen, also rückte die Feuerwehr aus und musste die Steckengebliebenen mit roher Gewalt durch Winkelschleifer gegen die 4-lagigen Wände des Aufzugskorbs befreien. Dafür musste die Feuerwehr vorher jedes einzelne Gerät und Werkzeug zu Fuß über eine schmale Wendeltreppe in den 12. Stock transportieren, womit sich der allabendliche Sport für die Befreier am Dienstag wohl erledigt hat, aber nicht der Wadenmuskelkater von heute. Nach etwas mehr als fünf Stunden konnten die fünf, vorbildlich ausharrenden Personen ihre unfreiwilige Verlängerung eines zuvor vergnüglichen Ausflugs endlich und wohlauf hinter sich lassen.
Quellen: destatis.de, kiel.de, presseportal.de
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2022-12-12 ... Korruption im EU-Parlament?. Das EU-Parlament (EP) wird durch einen mutmaßlichen Korruptionsskandal erschüttert. Im Zentrum stehen derzeit eine Handvoll Personen, darunter eine EP-Vizepräsidentin, weitere Parlamentarier und andere, die sich in Untersuchungshaft befinden. Die Ermittlungen dauern an, zu denen sich offizielle Stellen nicht äußerten. Ermittler hatten bei Durchsuchungen u.a. größere Summen Bargeld und Datenträger beschlagnahmt. Zu den Vorwürfen zählt u.a. eine "Beinflussung durch einen Golfstaat". Eine weitere EP-Vizepräsidentin, Katarina Barley, SPD forderte heute gegenüber der Presse den Rücktritt von der unter Verdacht stehenden Amtskollegin, um Schaden von der Institution abzuwenden. Weitere Abgeordnete äußerten sich ähnlich. Alle hielten sich mit Vorverurteilungen jedoch zurück, die Ermittelungsergebnisse müssen abgewartet werden, hieß es unisono.

... Iran: Zwei Demonstranten hingerichtet. Im Iran sind in den vergangenen Wochen bereits zwei junge Männer, die sich an Demonstrationen gegen die Politik des Regimes beteiligt hatten, hingerichtet worden. Nach der ersten Hinrichtung eines 23-Jährigen hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt. Weiteren Inhaftierten, Amnesty International berichtet von einem Dutzend, die bereits zum Tode verurteilt worden sind, droht nun die Vollstreckung. Die iranische Führung hatte nach den seit Mitte September 2022 anhaltenden Demonstrationen anlässlich des Todes einer jungen Frau (22 Jahre) in Polizeigewahrsam zuvor die Auflösung der umstrittenen Sittenpolizei offiziell angekündigt, aber setzt eine extrem harte Aburteilung von Teilnehmerin an den Protesten fort, an denen sich vor allem Frauen und jungen Menschen beteiligen.

... Odessas Stromversorgung wegbombardiert. Die russische Armee setzt ihre Drohnen-Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine fort und hat - nach ukrainischen Angaben mit Drohnen iranischer Bauart - am vergangenen Wochenende "erfolgreich" die Energieversorgung der Hafenstadt Odessa vollständig lahmgelegt, folglich hatten 1,5 Millionen Einwohner Odessas keinen Strom. Familien suchten Wärmestuben auf, um sich aufzuwärmen, berichteten Beobachter aus der Region. Heute morgen meldete die ukrainische Führung, die Stromversorgung sei in Teilen wiederhergestellt worden und der Hafen werde unter forgesetzt widrigen Umständen seinen Betrieb wiederaufnehmen.
Quellen:europarl.europa.eu, the-president.europarl, auswaertiges-amt.de, amnesty.de, amnesty.org, kmu.gov.ua, president.gov.ua;
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2022-12-07 ... Morgen: Probealarm. Am morgigen bundesweiten Warntag testet das zentral steuernde Bundesamt für Bevölkerungsentwicklung und Katastrophenhilfe (BBK) in einem Bund-Länd-Projekt die Funktionstüchtigkeit der bis dato vorhandenen Elemente des Warnsystems. Vor zwei Jahren, 2020, ging der erste, deutschlandweite Probealarm allerdings gründlich daneben. Es gab technische Probleme und Unstimmigkeiten bei Absprachen, u.a. die Warn-Apps meldeten sich erst mit halbstündiger Verspätung, analoge Warnungen, die bei Stromausfällen durchaus eine Rolle spielen dürften, ebenfalls: Fehlanzeige, die ehemals vielen Sirenen wurden nach dem Ende des Kalten Kriegs schließlich weitestgehend abmontiert. Das 2020 noch heillos überlastete System ist allerdings systemrelevant, es soll in Krisen und Katastrophen eingesetzt werden, um die Bevölkerung rechtzeitig vor ernstzunehmenden Gefahren zu alarmieren, darunter Naturkatastrophen, gefährliche Wetterlagen, Waffengewalt und Angriffe, Unfälle in Chemiebetrieben, Stromausfälle, Versorgungsausfälle, Krankheitserreger, Radioaktivität, Feuer und schwere Verkehrsstörungen. Dafür wird das Warnsystem im zweiten Anlauf nun am Donnerstag, 8. Dezember 2022 um 11:00 Uhr über alle vorhandenen Kanäle, die sogenannten Warnmittel, getestet; dabei handelt es sich um: Radio, Fernsehen, Warn-Apps, Lautsprecherwagen, Sirenen, Internetseiten, Social-Media, digitale Werbtafeln und von Tür zu Tür. Anschließend bittet das BBK die Bevölkerung um ihr Feedback (Rückmeldung) über eine Webseite, wie gut die Warnung angekommen ist, externe Seite, warntag-umfrage.de: Umfrage zum bundesweiten Warntag 2022

... Mumaßliche Bildung einer terroristischen Vereinigung - 25 Festnahmen. Am frühen Morgen hat die Bundesanwaltschaft zeitgleich in sieben Bundesländern 25 Personen, die seit mindestens 2021 mutmaßliche Mitglieder einer inländischen, terroristischen Vereinigung sein sollen, nach Haftbefehlen festnehmen lassen und in 11 Bundesländern aktuell noch andauernde Razzien bei insgesamt 52 Personen in 130 Objekten begonnen, darunter in einem Jagdschloss in Thüringen. Die Durchsuchung bezieht 27 weitere Beschuldige aufgrund eines Anfangsverdachts der Mitgliedeschaft oder Unterstützung der terroristischen Vereinigung ein. Das Ziel der Gruppe soll ein Umsturz der bestehenden staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland gewesen sein. Weitere Informationen und Details sind der ausführlichen Pressemitteilung des Generalbundesanwalts zu entnehmen, externe Seite generalbundesanwalt.de: Festnahmen von 25 mutmaßlichen Mitgliedern und Unterstützern einer terrorristischen Vereinigung sowie Durchsuchungsmaßnahmen in elf Bundesländern bei ingesamt 52 Beschuldigten.. Zur Stunde, Stand 14:00 Uhr gibt die Bundesanwaltschaft gegenüber der Presse in einer Erklärung Auskunft.
Quellen: bbk.bund.de, warnung-der-bevoelkerung.de, warntag-umfrage.de, generalbundesanwalt.de;
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2022-12-06 ... DFB - Bierhoff hört auf. Nach dem Debakel bei der WM 2022 in Katar verlässt Oliver Bierhoff den Deutschen Fußball Verband (DFB) als Nationalmannschafts-Geschäftsführer auf eigene Initiative, im gegenseitigen Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung von heute. Bierhoff, als Fußballer u.a. Europameister von 1996, blickt auf eine 18jährige erfolgreiche Verbandskarriere - darunter die Weltemisterschaft 2014 - zurück und will nach eigenen Worten den Weg für neue Weichenstellungen freimachen. +++

... Bundesgesundheitsminsiter Lauterbach stellt Reform vor. Heute stellt Bundesgesundheitsminister Lauterbach die geplante Krankenhausreform vor, die auch zur Entlastung der Kinderkliniken beitragen soll, die seit Wochen unter den aktuell grassierten Atemwegserkrankungen ächzen. Lauterbachs zuvor angekündigte Akutmaßnahme, Pflegepersonal von Stationen für Erwachsene temporär auf Kinderstationen einzusetzen, wurde indes in Fachkreisen kritisiert.

Wirtschaftswetter-Kommentar: Im Zuge der aktuelle Krise auf den Kinderstationen, steht nun auch die einst mit viel Aufwand beworbene Zusammenlegung von Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege von 2017 in der "Pflegeberufereform" wieder in der Kritik, die eine breitgefächerte Ausbildung ermöglichen und damit auch eine Erhöhung der Attraktivtät des pflegenden Berufs erreichen wollte. Herausgekommen ist eine Verwandlung von hoch spezialisierten und engagierten Kinderkrankenschwestern, Krankenpflegern und der gesamten Altenpfleger*innenschaft u.a. in die indifferenten Bezeichnungen "Pflegefachfrau" und "Pflegefachmann". Ob das den Beruf wirklich attraktiver machte? Zudem fehlt es möglicherweise bald an ebenjenen Spezialistinnen und Spezialisten, die sich in der unterschiedlichen Physiologie von Kindern, Erwachsenen und älter werdenden Patientinnen und Patienten jeweils sehr genau auskennen.
Quellen: dfb.de, bundesgesundheitsministerium.de;
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2022-12-01 ... Atemwegserkrankungen - keine Krankenbetten für Kinder - Nofallmediziner schlagen Alarm +++. Momentan rollt durch Europa und auch Deutschland eine Welle der Atemwegserkrankungenen inklusive der echten Grippe, dazu das Respiartorische Synzytial-Virus (RSV) und die üblichen Rhinoviren. Von beiden Letztern sind häufig Kinder betroffen. Das akute Problem neben den dadurch verursachten, individuell-medizinischen oder fehlenden Medikamenten - auch so in fortgesetztes Problem - sind jedoch akut fehlende Krankenbetten für Kinder in den Kinderkliniken. Die Lage bezeichnete die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) heute als "katastrophal", Zitat aus der Pressemitteilung vom heute: "Von 110 Kinderkliniken hatten zuletzt 43 Einrichtungen kein einziges Bett mehr auf der Normalstation frei. Lediglich 83 freie Betten gibt es generell noch auf pädiatrischen Kinderintensivstationen in ganz Deutschland – das sind 0,75 freie Betten pro Klinik, also weniger als eines pro Standort. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Ad-hoc-Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)", Zitatende. Weitere Informationen, externe Seite, divi.de, Pressemitteilung vom 1. Dezember 2022: PM: Aktuelle Klinik-Umfrage belegt - Durchschnittlich kein freies Intensivebett für kritisch kranke Kinder - Notfallmediziner fordern neue Strukturen. Darüber hinaus sieht es auf den Krankenstationen für Erwachsene aber auch nicht viel besser aus. Größtes Problem in beiden Fällen: Der anhaltende Pflegefachpersonal-Mangel. Morgen gibt wird es dazu eine hybride Pressekonferenz im CCH, Hamburg um 08:30 Uhr geben, deren Aufzeichnung zeitversetzt, zwei Stunden später, auch im Video zum Nachsehen abrufbar sein wird. Gegen die Grippe hilft Impfen, Ärzteverbände rufen zu dieser aktuell verstärkt dazu auf, insbesondere über 60-Jährige.

In einer ersten Reaktion, hat sich Bundesgesundheitsminister Lauterbach zur aktuellen Lage auf den Kinderstationen geäußert und kündigte an, Personal von Erwachsenenstationen abzuziehen und auf Kinderstationen einzusetzen, außerdem sollen aufschiebbare Behandlungen einmal mehr nach hinten verlegt werden. Der Verschiebebahnhof ist seit Beginn der Pandemie inzwischen Klinikalltag, zum Leidwesen von Patienten und um diese besorgte Ärzte. Und ein weiteres, immer drängenderes Problem wartet auf den Bundesminister: die endlose Kette der betriebswirtschaftlich bedingten Schließungen von Geburtenstationen. 1991 existierten bundesweit 1.186 Geburtskliniken, dann wurden 477 geschlossen, womit in 2015 noch 709 Geburtenstationen übrig blieben; im Jahr 2019 waren es noch 657, es folgten 38 weitere Schließungen bis 2021. Damit muss Deutschland wohl in Kürze darüber nachdenken, wie 84,1 Millionen Menschen (Ist-Stand) bei aktuellen 795.492 Neugeborenen (Jahr 2021) tatsächlich bald mit unter 500 Geburtsstationen oder noch weniger auskommen will. Das macht dann rund 1600 Geburten pro Geburtsstation pro Jahr, falls man rechtzeitig dort eintrifft und dort noch eine Hebamme unter solchen Bedingungen vorhanden ist.

So könnte auch diese sich zuspitzende Mangelversorgung, ähnlich wie die aktuell zu knappen Plätze in der stationären Therapie für schwer erkrankte Kinder und andere Patienten durchaus zu einer potenziellen Gesundheitsgefährdung für die von ausgedünnten Versorgungsstrukturen Betroffenen führen, in diesem Fall Gebärende, Wöchnerinnen und Neugeborene. Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DTV) spricht bereits seit mehreren Monaten von einem "Überlebenskampf der Geburtshilfe".
Interesssanterweise war der Hebammen-Verband bereits bei der Anhörung zum Entwurf des "GKV-Finanstabilisierungsgesetzes" nicht einmal angehört worden. Damit liegt die Verantwortung für die fortgesetzten Schließungen und bundesweit prekär werdenden Entwicklungen auf den noch verbliebenden Geburtstationen und für die daraus resultierenden Folgen für Hebammen, werdende Müttern und ihren Kindern in den Händen der Politik, die nicht nur auf eine systemrelevante Expertise verzichtete, sondern den Verschiebebahnhof trotz aller hehren Bekundungen in der Praxis zu Lasten von Frauen und Kindern als hinnehmbaren Status Quo offensichtlich seit mehreren Jahren eher etabliert, als diesen tatkräftig zu verhindern sucht, wie einst angekündigt.

Weitere Informationen, Karte, und Liste der geschlossenen Geburtsstationen, extern, google.com via mother-hood.de: Geburtshilfestationen Deutschland
Quellen: divi.de, bundesgesundheitsministerium.de, destatis.de, monitor-versorgungsforschung.de, mother-hood.de;
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